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Verweigert das Bürsten

  • Hallo,


    vielleicht hat jemand einen Rat.
    Habe in der Suche nichts so passendes gefunden.


    Jule (4,5 Mon.) lässt sich am ganzen Körper anfassen, in den Schnabel gucken, Ohren säubern, all das.


    Anfangs ließ sich problemlos kämmen.
    Und plötzlich, von heute auf morgen, rennt sie weg, wenn einer von uns die Bürste in die Hand nimmt. Vielleicht hat es mal geziept, ich weiß es nicht, wäre kein Wunder bei dem Zottel.


    Heute morgen habe ich ihr nur kurz über den Rücken gestreichelt, zack war Jule weg.


    Unser Plan ist folgender:
    1. Bürste erst mal verbannen, nur häufiges Ganz-Körper-Knuddeln.
    2. Während dem Knuddeln mal 1-2 Striche über`s Fell mit Bürste, verbunden mit feinstem Käse.
    3. Steigerung der Bürstenstriche.


    Was haltet ihr davon? Noch Ideen?

    Liebe Grüße von Antonia

  • Zitat von "Svenjalein"

    Ich würde einfach vorsichtig weiter bürsten. Die Masche hatte Chicco nämlich auch mal drauf. Man kann ja mal testen ob die Alte darauf reinfällt.
    Da muss die Kleine durch.
    ;)


    Nun, dann müsste ich Gewalt anwenden, um sie festzuhalten, sie würde sich in ihre Bürst-Panik hineinsteigern...und das Vertrauen zu mir wäre erschüttert.
    Mir wäre es lieber, ihr die Sache "schmackhaft" zu machen, mit dem Ziel, dass sie die Aktion Fellpflege als angenehm empfindet.

    Liebe Grüße von Antonia

  • Also mein Bobtail wird ja mal, wenn er sein normales Fell hat, ca 1x pro Woche 3 Stunden am Stück das Bürsten aushalten müssen. Die Züchterin hat mir als ich ihn abgeholt habe es so erklärt: Jeden Tag den Hund auf den Tisch nehmen und ihn hinlegen. Dazu das Kommando "liegen" einführen und darauf bestehen, dass er solange liegenbleibt bis man fertig ist. Dazu muss man natürlich auch mehrmals den Kopf wieder sanft aber bestimmt nach unten drücken. Dann die andere Seite, Und erst wenn der Hund freiwillig kurz ruhig liegenbleibt ohne Aufstehversuche zu machen gibt man ein Auflösekommando z. B. fertig oder auf und die Bürstaktion ist beendet. Leckerlies gibt es dabei keine. Erst wenn fertig. Am Anfang habe ich nur ca 2 Minuten gebraucht um den Welpen zu bürsten. Mit zunehmender Körpergrösse und Haarlänge hat sich das automatisch gesteigert. Jetzt brauche ich ca 25 Minuten. Manchmal verlänger ich das noch indem ich die Haare aus den Ohren zupfe (mit Pinzette oder den Fingern) und die Zähne kontrolliere. Dann wird noch der Augendreck weggemacht. Da muss er liegenbleiben, notfalls mit sanfter Gewalt. Irgendwann ist es dann soweit dass er sich frewillig in alle Richtungen drehen und wenden lässt und alle Pfoten in alle Richtungen weghalten lässt um alle Körperteile zu bürsten. Im Moment bürste ich nur noch 1x pro Woche die ca 25 Minuten, aber bald werden wir zu dem Kreis gehören wo 1x pro Woche 3 Stunden bürsten. Und irgendwann wird er freiwillig daliegen und schlafen bis ich fertig bin. Wenn man auf den Austellungen die Bobtails anschaut. Die liegen da echt völlig relaxed auf dem Tisch und lassen sich da hin und herdrehen, da ein Häärchen toupieren, dann was wegschneiden. Hammerhart!!!!

  • Zitat von "Juline"

    Nun, dann müsste ich Gewalt anwenden, um sie festzuhalten, sie würde sich in ihre Bürst-Panik hineinsteigern...und das Vertrauen zu mir wäre erschüttert.
    Mir wäre es lieber, ihr die Sache "schmackhaft" zu machen, mit dem Ziel, dass sie die Aktion Fellpflege als angenehm empfindet.



    Probier es zusätzlich mal mit Leckerlies, die sie liebt. Das wirkt Wunder. ;)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich würde bei einem Hund der eh schon aversionen hat, nicht noch mit "gewalt" oder wie es gerne beschrieben wird "sanftem Druck" vorgehen!
    Das ganze bekommt nen dicken negativen Touch und wenn man Pech hat wird es nicht nur mit der Bürste inzusammenhang gebracht!


    Nimm mal etwas Leberwurst und mische sie mit etwas Wasser oder Joghurt ohne. Richtig schön cremig/breiig rühren.
    Das auf einen Tuppedosendeckel oder sowas, oder auf den Finger. Hundi wird es vom Finger lutschen wie blöd oder vom Deckel. ;)


    Nun nimmt am besten eine zweite Person die Bürste und hält sie an den Körper. Schön aufpassen das der Hund weiter lutschen und schlabbern und lecken kann.
    Und die Brüste wieder weg + Pause.
    Und dann nochmal und nochmal und nochmal.
    Bis es völlig normal ist das man mit der Bürste kommt.
    Dann gibt man erst was zu lecken wenn man einen Strich mit der Bürste macht und macht vorsichtig noch nen zweiten und lässt weiter lutschen.


    Immer in kleinen Etappen, nichts überstürzen und lieber zu wenig als zu viel machen! Bürsten ist TOLL :p


    Irgendwann brauchst du nur die Bürste holen, kannst vielleicht auch ein Signal "Bürsten?" einführen und Hundi wird sich auf die Schleckpartie freuen.


    Das "leckerle" kann man natürlich ganz toll variieren oder auch aus dem Zoohandel diese Katzsenpasten benutzen (Käse,Multivitamin und Malzpaste) oder man benutzt eine Futtertube ums präziser zu machen oder ne alte, ausgewaschene Zahnpastatube.


    Der Hintergrund:


    Lecken und Kauen
    - belohnt
    - beruhigt
    - lenkt ab und alles gleichzeitig!


    Was glaubt ihr wieso so viele Menschen kaugummiklauen oder Lollis/Eislutschen? Durch die Monotonebewegung werden a) Körpereigene Endorphine ausgeschüttet und b) bedeutet kauen,lecken und "saugen" befriedigung eines Bedürfnisses (Hunde, Nähe etc.) aus frühester "Kindheit". das beduetet Grundlegend ist das absolut positiv besetzt!


    Wenn ich nun beide Sachen miteinander verknüpfe und das vorsichtig aufbaue gebe ich dem Hund die Chance sich selbst zu ebruhigen, das bürsten als etwas tolles kennen zu lernen und muss es NICHT mit Druck oder negativem psychischen Druck tun!


    So würde ich tun :)
    Mit dieser Methode haben wir auch schon heftigste Hunde zum Bürsten bekommen oder auch zum täglichen Fiebermessen bei trächtigen Hundedamen - die haben sich ums Fiebertermometer nur so gerissen und tierisch gefreut wenn man es rausgeholt hat!


    Nina

    LG,
    Nina & die Gebüschpiraten


    "Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
    (Robert Lembke)"

  • stell den Hund am Besten auch auf einen Tisch zum Bürsten. Bei Lucy hat das Wunder gewirkt, da sie sich seitdem gut bürsten lässt. Zusätzlich gewöhnt es an evtl. anstehende Friseurtermine

    lg Sabrina



    * "Es gibt keine Treue, die nicht schon gebrochen wurde, ausgenommen die, eines wahrhaft treuen Hundes" *

  • He, vielen Dank für eure Antworten.


    Mir gefällt die Idee mit der Schleck-Paste am besten, da ich bei diesem Briard - Mischling mit sanften Druck einen sehr unsanften Gegendruck erzeugen würde!
    Soweit kenne ich den Zwerg schon. :D


    Werde es probieren.
    Jegliche Form von Einschränkung / Zwang (auch wenn er sanft ist) führt bei unserem Hund meistens zu sturer Verweigerung, d.h. so brauche ich ihm gar nicht erst zu kommen.
    Was ich prinzipiell gut finde.

    Liebe Grüße von Antonia

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