ich will langsam nicht mehr-muss wohl ne Menge falsch machen
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Zitat
Naja, da wären wir auch schon bei meinen Problemen.
Kira hab ich ja seit 2 1/2 Jahren, sie war immer Jäger für Mäuse (Schnauzermix halt). Auch ok, da sie auf Aufforderung aufhörte. Seitdem Luna da ist ( einige Monate), bleibt es ber nicht bei Mäusen, sondern sie rennt auch Kaninchen und Hasen hinterher. Nicht nur mit Luna zusammen, sondern auch, wnen Luna bei mir ist. Sie rennt Ewigkeiten und auch recht weit von mir weg, was sie früher nicht gemacht hat.
Dann mach ein Antijagttraining mit ihr, und, falls Du (an manchen Tagen) da keine Zeit oder Lust zu hast, läßt Du sie an einer Schleppleine.ZitatWenn die beiden zusammen spielen, hört natürlich auch keiner und sie gehen zusammen stöbern etc., nicht mehr Sichtweite und es interessiert dann auch nicht, wenn ich pfeife oder auch verschwinde. Mind. 5 Minuten ist es ihnen scheiß egal (weiß nicht, obs auch schon mal länger war).
Offenbar brauchen beiden ein Antijagt/Rückruf-Training
ZitatLuna alleine ist da eher brav, kommt, etc. Doch mit ihr hab ich das Problem des Leine laufens. Neben mir? Hm ok, für Leckerlies macht man es nen paar Minuten. Ok, klar, sie ist erst 3 Monate bei uns, hat nie Erziehung genossen, kommt von Ungarns Straße. Aber nach 3 Monaten sollte sie es doch verstanden haben. Juchu, sie drägt mich auch weg, wenn ich neben ner Wand laufe, dass sie hinter mir laufen soll, wenn sie keine Lust hat. Abei ist ihr alles egal.
Ich denke, du erwartest einerseits zu viel von ihr, bist andererseits vielleicht unpräzise bei dem was Du genau verlangst und vielleicht bist Du zu "geizig" beim Bestärken des richtigen Verhaltens.
Nein, Leine laufen ist ein sehr sehr Komplexes Verhalten, dass man nicht nach drei Monaten verstanden haben muß, bei uns ist es z.B. so, dass ich den Eindruck habe, dass ich (ich sitte Hunde) je nach mitgehendem anderen Hund, Crispel (meiner) wieder neu anlernen muß. Die beiden müssen untereinander rauskriegen, wer am Besten auf welcher Seite gehen mag, und wenn man krampfhaft versucht, denen vorzuschreiben, dass es andersrum sein MUSS, macht man sich nur selber Stress.
z.B. geht er bei manchen Hunden problemlos auf meiner Linken Seite, der andere hund zwischen uns. Bei anderen Hunden klappt es nur, wenn der andere Aussen geht. Bei wieder anderen klappt es nur Frustfrei (für uns alle), wenn der "andere" Links und Crispel an meiner rechten Seite geht.
Und wenn wir das endlich raushaben, ist es von der Ablenkung offenbar trotztdem noch um so vieles schwieriger, dass man viel mehr bestärken muß.
Also: probier ein bisschen rum, wer wie wo in welchem Abstand am Besten zurecht kommt, und falls Dir das dann so gar nicht gefällt (weil einer z.B. viel zu weit weg neben Dir geht, formst Du das "Näher gehen" in kleinsten Teilschritten.ZitatWenn dann aber was vorne passiert (nein, ich werfe keine Schellen, aber es Knallt o.ä.), wenn ich versuche, sie "unterzuordnen" mit dem Laufen, hängt der Hund mit eingeklemmter Rute am Boden und kriecht, so nach dem Motto, dass Frauchen sie auffrisst. Das gkleiche Verhalten zeigt sie auch, wenn Frauchen etwas lauter wird beim Spaziergang, da Madama sich in urgendetwas suhlt o.ä.
Lass das Knallen weg, ganz offenbar funktioniert es nicht! Wahrscheinlich denkt sie, dass Frauchen sie tatsächlich gleich auffrist - und - sie weiß nicht wie sie dass verhindern kann.
Sie WEISS es nicht!! Es ist Deine Aufgabe, das mit den richtigen Mitteln zu vermitteln.ZitatOk, der Hund hat einiges durchgemacht, ich sollte nicht laut werden.
Aber manchmal hab ich einfach das Gefühl, sie verarscht mich von Vorne bis Hinten. Sitz und Platz kann sie, macht sie aber nur, wenn sie gerade Lust hat. Sie wird gerufen? Auja, bis auf 1m zu Frauchen hin und direkt wieder weg. Aber natürlich nur wenn wir alleine sind, wnen mein Hundetrainer dabei ist, macht sie super mit, aber wie soll er mir helfen, wenn er was anderes sieht, als ich erzähle?Geh davon aus, dass sie Dich nicht verarscht. WENN Du davon nämlich ausgehst, regst du Dich darüber auf, reagierst auf ihr "nichtverhalten" und bestärkst es damit. Da Hunde Kontextlerner sind (sie können nur ganz schlecht verallgemeinern, dass "sitz" nicht nur im Wohnzimmer heißt: "senke den Popo zu Boden, halte die Vorderbeine senkrecht und bleib so, bis Mensch was anderes sagt", sondern auch im flur, im Esszimmer, im Badezimmer, in der Küche, im Garten, draussen.... oder: wenn ein Fremder daneben steht, oder ein Hund vorbeiläuft, oder ein Flugzeug über uns fliegt, oder wenns regnet. "Neuer Kontext, ich nix wissen!" Das ist keine Berechnung, Böshaftigkeit oder "austesten", dass ist schlicht die Art und Weise, wie Hunde lernen, oder eben nicht lernen.
Erst, wenn sie "sitz" in vielen verschiedenen Situationen "von der Pike" auf gelernt hat, fängt sie langsam an "sitz" zu verallgemeinern und dann auch in völlig neuen Situationen ohne vorheriges Üben zu beherschen. Aber das dauert - wiel lange, das ist individuell von hund zu Hund verschieden, aber wenn sie vorher auf der Straße gelebt hat, dann hat sie eben vielleicht auch einfach nicht verstanden, wie das "Lernen was MEnschen wollen" funktioniert. Hunde müssen nämlich auch erst mal rausbekommen, wie sie am besten lernen, was wir ihnen beibringen wollen. -
30. Oktober 2008 um 19:41
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ich will langsam nicht mehr-muss wohl ne Menge falsch machen - Vor einem Moment
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dank euch beiden für die Antwort
besonderen dank dir Shoppy für den ausführlichen Text
werd mich damit nachher nochmal genauer auseinander setzen, wollte nur kurz richtigstellen, dass NICHT ich knalle, so dass Luna angst bekommt o.ä., sondern es reicht, wenn da auf der Straße oder weiter weg etwas knallt (ich bin gegen all solche "Hilfsmittel"so, mehr dazu später, aber mag nicht, dass hier wer denkt, ich würde meine Hunde mit solchen Mitteln erziehen wollen
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ahh, okay, das hatte ich dann mißverstanden.
Was ich in so einem "Umwelt erschreckt Hund" mache ist, dass ich sofort clicke und Leckerchen anbiete. Es ist nicht schlimm, wenn der Hund anfangs das Leckerchen nicht annehmen kann, weil sein Streß zu groß ist - das kommt mit der Zeit!!
Was bei diesem Vorgehen passiert ist folgendes:
Wenn auf den "pöööhsen" Reiz :down: immer was tolles (Click --> Leckerchen) folgt, lernt der Hund durch klassische Konditionierung, dass der "pöööhse" Reiz :down: ein "Anzeiger" für "Lecker Essen" ist. :2thumbs:
Dabei ist es
- völlig egal, was der Hund dabei für ein Verhalten zeigt, denn man will die emotionale Reaktion des Hundes auf den Reiz verändern - dann ändert sich eventuell blödes "angstverhalten" automatisch, wenn die Angst vor dem Ding verschwindet.
- so, dass ANGST nicht bestärkt werden kann - Verhalten wird bestärkt, Angst ist kein Verhalten, sondern eine Emotion
- besonders wichtig, dass auf den Schreckreiz IMMER Lecker Essen folgt.
- um so erfolgreicher, je geiler der Hund auf das Essen ist
- Vorraussetzung, dass der Hund den Click schon vorher als "Gleich kommt was Supergutes für mich" verknüpft hat.
- Nach Karen Pryor und Barbara Schöning so, (dass WENN der Hund den Click = supergut verknüpft hat), dass das Geräusch des Click im gleichen Hinrareal verarbeitet wird, wie der Schreckreiz (nämlich in der Amygdala - im Gegensatz zu einem gesprochenen Wort, dass irgendwo im Frontallappen "landet", der aber gerade wegen Erschreckens geschlossen ist
und daher nicht arbeitet...) - daher ist die Anwendung des clickers wirkungsvoller, als nur Futter unter die Nase zu halten.Beispiel: ich DUSSEL habe neulich meinem Hund versehentlich voll ins Gesicht gehauen, während er dazu kam als ich mit einem anderen Hund rumgekaspert habe. Seine Reaktion: Schaftsgesicht, mit Augenzukneifen, Kopfrunter halten und total panisch gucken.
Was habe ich also gemacht: Mit der Hand wedeln (großer Abstand zu seinem Kopf) --> click -->Leckerchen.
Das gannze mehrfach wiederholt, mit langsam steigerndem "Armausschlag" (natürlich immer OHNE den Hund zu treffen).Wenn "Angst" bestärkt werden könnte, hätte ich jetzt einen Hund der vor der kleinsten Handbewegung allergrößten Schiß hätte - hat er aber nicht. Er sitzt da, guckt mich aufmerksam völlig Angstfrei an, während ich beide Arme um seinen Kopf sausen lasse und wartet auf seine Kekse...
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danke nochmal für die ausführliche Antwort

also erstmal hab ich heute mit meinem Trainer geredet, der mir jedoch gestern schon und auch heute nochmal klar sagte, dass ich mal nicht so in mich gekehrt sein sollte, damit würd ich meine Hunde bei der Arbeit nur bremsen
mit Spaß könne man viel mehr erreichen
ok, er hat recht, ich werde dran arbeitenauch meinte er Luna wäre eher der Typ Hund, der mitrennt, um zu rennen, nicht wirklich der Jäger
naja, wenn ich so überege, könnte es wohl seinok, also ich notiere für mich:
- viel mit einem alleine üben
- Rückruf interesannter und wichtiger machen
- mit Kira mehr Aktion an Hand von Dummy etc., damit wir was gemeinsam machen
- mit Luna ? ähm? was mach ich mit ihr draußen an spaßigen Übungen?
- Luna verarscht wahrscheinlich nicht, hat nur noch nicht richtig verinnerlicht, was ich eigentlich von ihr will
- klare Kommandos geben und nicht zu viel verlangen/ in fremden Umgebungen
- Luna auf den Clicker weiter versuchen zu konditionieren
- bei beiden mehr mit Clicker arbeiten und positiv einsetzenok, ich denke, die Liste reicht für ein ganzes Leben

@ Martina
ein ganz ganz lieben Dank an dich für deine lieben und sehr ausführlichen Antworten
das bedeutet mir viel und hilft mir verdammt viel weiter, denn nun denke ich, doch wieder besser verstehen zu können, wie ich mit ihnen arbeiten kann
irgendwie war mir das Verständnis verschwunden
DANKE -
Das kennt wohl jeder: Tage, an denen nichts läuft, und irgendwann ist der "Müll" so hoch aufgeschichtet, dass man das schöne dahinter nicht mehr sehen kann und auch noch glaubt, dass man den "Müll" auch einfach nicht mehr weggeräumt bekommt.
Wie scjhön, dass wir ein wenig Müllabfuhr machen konnten
- Vor einem Moment
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Das hört sich doch bekannt an habe fast das selbe Problem,ich besitze 4 Hunde einer ist aus dem Tierheim (Schnauzer-Mix) und macht was er will.Bin ich mit ihm alleine unterwegs gehorcht er mir aufs Wort ist er aber mit seinem Rudel unterwegs weiß er nicht einmal mehr wie er heißt. :kopfwand: Ansonsten ist er der absolute Hund den ich nie wieder abgeben würde.Meine Althündin dagegen hat sich mit dem Zuwachs arangiert und ihr ist es egal was die Anderen machen,sag ich was macht sie das.Die beiden kleinen (15 Monate und 8 Wochen)brauchen noch erzieung worann ich Täglich arbeite.

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Manu, ich habe zwei Schnauzer-Mixe aus Ungarn! Mein Großer gehorcht sehr gut, er ist ein Hund, der sich unheimlich an mir orientiert, von Anfang an. Meine Kleine, die etwas später kam, ist ein Schnauzer-Terrier Mix und sie kostet mich beim Spaziergang oft den letzten Nerv. Ich kenne das Problem nur zu gut!
Aber...es liegt an mir und an ihrer Geschichte. Ich gebe ihr keine klaren Signale, und sie, die ihre ganze vom Welpenalter an bis zu ihrem ersten Lebensjahr im TH in Ungarn saß, kennt oder kannte nichts! Sie war wie berauscht und völlig weggetreten unterwegs. Sie jagt und sie will rennen und toben, nur der Nase nach. Sie kommt mittlerweile immer öfter, wenn ich sie rufe, aber es hat lange gedauert.
Diese Hunde brauchen lange, sehr lange, bis sie soviel Vertrauen gefasst haben, das geht nicht in 3 Monaten. Und erst dann, wenn es soweit ist, dann kommt die Bindung! Wir haben das jetzt, nach über einem Jahr, langsam erreicht.
Sie weiß zwar immer noch nicht, was ich an der Leine von ihr will, aber ich bin guter Hoffnung, dass wir auch das noch schaffen! Sie zieht mir den Rücken krumm, es ist super anstrengend mit ihr unterwegs.
Aber ich weiß, das wir das auch noch schaffen werden. Zu zweit sind sie eh schwer zu bändigen, das dauert seine Zeit!
Mich entschädigt es allemal, wenn sie im Freilauf rumdüst wie eine Rakete und doch freudig zu mir zurück kommt! Dann weiß ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind und ich nichts weiter als Geduld brauche, viel Geduld...und einen starken Rücken...

Steffi
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Hmm, das mit dem Müll anhäufen und irgendwann glaubt man,das alles nicht mehr zu packen, das geht mir zur Zeit auch so.
Ich bin an einem Punkt,wo alles eher nach hinten geht,als nach vorne. Und ich kenne im Moment das gefühl,hu,ich glaub ich pack das nicht mehr. Reagiere die letzten Wochen auch auf alles wie ein Docht auf einen Streichholz.Aber was mir diese Situation leichter macht,ich gehe und trainiere wieder einzeln. Ich gehe nicht mehr mit beiden zusammen. Ich habe es vor Monaten angefangen so zu machen,dann habe ich wieder beide genommen, weil ich wegen einem Pflegehund auch weniger Zeit hatte. Der Pflegehund ist jetzt nur noch ganz selten hier,und,es hat sich viel angehäuft. Chandro ist nicht mehr der Leinenhorror von einst,aber er hat sich eine nette Individualgrenze aufgebaut,die kein Hund unterschreiten darf. Ist Charly dabei,der zur Zeit auch ein wenig aus dem Ruder läuft, habe ich gefühlte Explosionsgrenze. Also,wieder immer nur ein Hund zur Zeit, ich konzentriere mich jeweils ganz auf die einzelne Problematik des jeweiligen Hundes. Alles andere würde im Moment nach hinten losgehen und alles noch schlimmer machen.
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