Sicherheit vermitteln
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hallo zusammen
Unser Rüde (16 Monate) ist ein eher unsicherer Zeitgenosse. Seit ein paar Wochen ist das (wohl pubertätsbedingt) eher stärker geworden. Jetzt ist es so, dass er im Dunkeln stark auf Geräusche reagiert. Fast wie als Welpe. Damit haben wir keine Probleme, wir gehen einfach so oft wie möglich im Dunkeln raus.
Womit ich Mühe habe sind folgende Situationen: wir wohnen am Stadtrand, wodurch es in unserem Quartier recht dunkel ist. Kommt jemand aus dem Wald raus hört man das zwar, erkennt aber nicht sofort wer da kommt. Ich selber fühle mich sehr sicher, aber der Hund beginnt dann zu knurren weil er nicht sieht was da kommt.
Auch wenn jemand im Quartier auf uns zu kommt und im dunklen Bereich zwischen zwei Strassenlampen "verschwindet" beginnt er zu knurren. Ich laufe dann einfach weiter, er dreht sich aber immer wieder um und guckt nach hinten. Wenn er erschrickt stellt er auch sofort die "Bürste" auf.Ich verstehe seine Reaktion, möchte ihm aber irgendwie klar machen, dass er keine Angst zu haben braucht. Wie kann ich ihm Sicherheit vermitteln?
Und vor allem: wie reagieren, damit ich ihm nicht vermittle: ja, das ist schlimm?
Denn ich möchte auf keinen Fall das ich meinen Hund in seiner Unsicherheit noch bestätige. Aber ich kann schlecht mit einem knurrenden Hund durchs Quartier laufen...
Ich wäre sehr froh um eure Hilfe.
Vielen Dank -
10. Oktober 2008 um 10:53
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Hallo Katrin,
Sicherheit gibst Du ihm, indem Du das Verhalten weitesgehend ignorierst. jedenfalls würde ich es so versuchen. Was mir oft auffällt ist das der Hund auf ein minimales zögern schon reagiert und das als Unsicheheit deuten kann.
Bei meinem Mann fällt mir das manchmal auf. Da braucht er nur den kleinsten Bruchteil einer Sekunde zögern und Liska wird unsicherer. Es brauch nur der Gedanke sein " War da jetzt jemand" - alleine dann läuft man etwas langsamer oder fixiert die Stelle. Das bekommt der Hund mit.Liska ist da extrem feinfühlig und sie reagiert auf sowas sofort, indem sie nervöser wird.
Bei ihr muss man bewusst nicht irgendwas fixieren. Bewusst das Schritttempo beibehalten, bewusst nicht zögern.
Dann ist sie vollkommen entspannt und merkt= Joah - alles eim alten hier.Bestrafen tue ich sie nicht, wenn sie doch mal bellt oder an der Leine zerrt. Allerdings lobe ich sie auch nicht, wenn sie sich benimmt - das würde sie nur hoch pushen. Ich sehe solche Situationen als das was sie sind= Normal.
Liebe Grüße
Dana und Wauzis -
Folgende Methode soll auch helfen (habe ich nur gelesen und keine persönliche Erfahrung damit): Zuhause bringt man den Hund mit TTouches o.ä. in völlige Entspannung und führt dann ein Kommando ein, das der Hund mit Entspannung verknüpfen soll. Wenn das gefestigt ist, kann man es auch bei derartigen Situationen anwenden.
Vielleicht hat das schon jemand mit seinem Hund gemacht und kann mehr dazu sagen.

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Ich habe auch so einen unsicheren Hund hier, der anfangs vor allem
Angst hatte. Er hat aber nicht geknurrt, sondern regelrecht gezittert.
Eben ein Hasenfuß.
Wichtig ist, dass man in diesen Situationen selbst ganz ruhig und
entspannt bleibt, und wie Rahijana schon sagt, nicht zögert.
Einfach weitergehen. Ich sage in solchen Momenten immer den Satz
"Es ist ok." In einem Tonfall, der ihm vermittelt, Frauchen hat alles
im Griff.
Keinesfalls würde ich versuchen, ihn zu beruhigen, zu streicheln oder
sonstiges. Das verunsichert ihn eher.
Du machst es also schon genau richtig.
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