Eine weitere 2-jährige tickt aus...
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Hallo liebe Mitforis,
mit unserer (fast) 2-jährigen Ivy sind durch zwei dumme Gegebenheiten, die ich hier: https://www.dogforum.de/ftopic59255.html beschrieben habe, plötzlich Probleme aufgetaucht, die mir Bedenken aufkommen lassen, wie ich mit ihr umgehen soll.
Seit besagten 2 Situationen ist Ivy "wie ausgewechselt". Sie verbellt aus dem Auto heraus andere Hunde. Hat sie sonst nie gemacht!
Wir sagen Aus! und müssen sie dazu allerdings auch anstupsen, sonst bringt das Aus nichts. Außerdem fängt sie nach einem Moment wieder an. Wir loben die ruhigen Momente, ist ja klar.Ich war am Freitag mit ihr alleine auf dem Feld unterwegs. Sie sieht am andern Ende, bestimmt 100-150 Meter entfernt von uns, eine Frau mit zwei Hunden und erstarrt. Ich laufe weiter, rufe sie einmal zu mir, sie kommt, stupst mich an und tritt schnell wieder die Flucht an. Ich gehe ungerührt weiter, Ivy starrt. Als ich auf 20 Meter ran bin an die Frau mit ihren Hunden, fängt Ivy hysterisch an zu bellen. Ich reagiere nicht, gehe weiter. Als ich mit der Frau rede, beruhigt sie sich und kommt an und spielt mit den Hunden.
So eine Angst hätte sie sonst nie gezeigt! Sie wäre munter und unerschrocken auf die anderen Hunde zugegangen.Gestern waren wir mit unsern Eltern und Ivy und der Pflegehündin Dara zusammen spazieren. Ivy ist auf jeden Hund bellend und mit gesträubten Nackenhaaren losgegangen. Allein schon das Klappern einer Marke hat ausgereicht, dass sie Alarm schlug. Haben wir sie rangerufen, kam sie zwar, regte sich aber nicht ab und kaum dass sie gehen durfte, verbellte sie die Hunde gleich wieder. Ignorieren haben wir auch versucht. Nach einer Weile merkt sie, dass von den Hunden keine Gefahr ausgeht (wenn die halt weiterlaufen, weil ihre Besitzer sie nicht zu Ivy ranlassen wollen :-/) Wenn sie sich beruhigt, spielt sie auch nicht immer mit den andern Hunden, sondern läuft unruhig hin und her.
Normalerweise spielt Ivy mit JEDEM Hund. Sie bellt auch nicht. Sie ist normalerweise sehr sicher draußen.Ich habe mir jetzt vorgenommen vorerst keine "Rudelausflüge" mehr zu machen. Mit Hundekumpel Jonas kommt sie erst recht erst einmal nicht mehr zusammen (tut mir leid das so sagen zu müssen, aber von ihm wird sie sich das abgeguckt haben, er bellt bei jeder Hundebegegnung und wird auch teilweise agressiv und Ivy ist extrem aufnahmefähig was Unsicherheiten ihrer Hundekumpels anbelangt).
Wenn eine Wegbiegung kommt oder so, lasse ich sie auch immer warten. ICH bin diejenige, die die Lage abcheckt und die ihr signalisiert, dass die Luft rein ist.Extrem pubertäres Verhalten? Fehlverknüpfung?
Bin ratlos! Wie verhalte ich mich richtig, wenn sie bellend auf andere Hunde zu rennt? Soll ich sie jetzt in Situationen bringen, in denen sie sich extrem vielen Hunden konfrontieren muss (Grunewald zB)? Oder soll ich erst mal ruhigere Gefilde ablaufen?
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15. September 2008 um 13:26
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Eine weitere 2-jährige tickt aus... - Vor einem Moment
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Ich vermute, dass dein Hund eine unsichere Zeit durchmacht, gleichzeitig hat sie sich Dummheiten angeschaut.
Ich selber hatte einen schwierigen Hund und ich kann dir einen wirklich sehr ernsthaften Tipp geben: Gehe immer bzw. meistens alleine mit deinem Hund und nicht in Rudeln spazieren!!!!
Nur so kannst du den nötigen Gehorsam einfordern und auf Situationen schnell reagieren. In einer Hundegruppe ist das nicht möglich. Außerdem quatscht Mensch da eher und achtet nicht auf Hund.
Wenn eine schwierige Situation kommt, gebe deinem Hund vorher eine Aufgabe. Du musst im Prinzip vorausschauend denken können. Geh Bogen, geh langsam. Übrigens, du vermittelst deinem Hund keine Sicherheit, wenn du zuerst um die Kurve gehst. Geht doch miteinander.
Ich denke, dein Hund hat gelernt, wenn man Unsinn macht, bekommt man Aufmerksamkeit.
Wenn du wieder jemandem mit Hund begegnest, gehe etwas zur Seite, lass deinen Hund sitzen, fordere seine Aufmerksamkeit mit Leckerchen, lass die anderen Hunde vorbei gehen, dein Hund bekommt sein Lob und ihr geht weiter.
Mit viel Geduld und Übungen lernt dann dein Hund, anderes zu ignorieren. Wenn dein Hund im Auto bellt, und ihr reagiert, bekommt er ja wieder Aufmerksamkeit. Toll für den Hund. Ich würde vermutlich gar nicht reagieren, dann hat er keinen Erfolg.
Und ansonsten gestalte deine Spaziergänge spannend und kümmere dich viel um deinen Hund, dann lässt er vermutlich den Mist bald von selbst. Und Gassigänge mit anderen Hunden würde ich vorerst total einstellen. Dein Hund braucht dich, nicht andere Hunde!
LG Schopenhauer
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Zitat
Außerdem fängt sie nach einem Moment wieder an. Wir loben die ruhigen Momente, ist ja klar.
Bis du dir sicher, daß sie das Lob zu 100% mit dem ruhig sein verbindet ?? Wenn sie nämlich kurz die Klappe hält, den anderen Hund aber noch fixiert, innerlich knurrt und du lobst dann ... Warte lieber ab, bis sie wirklich ruhig bleibt, dich anschaut - das geht auch im Rückspiegel - und lob dann !!Deiner Beschreibung nach ist Ivy ein sehr unsicherer Hund. Ein erstarren würde ich da sehr ernst nehmen, aus Hundesicht läßt du sie nämlich einfach stehen und gehst weiter.
Nimm sie zu dir, leine sie an, wenn nötig, vermittle ihr Sicherheit, sprich mit ihr, lobe sie für die kleinste Entspannung und Aufmerksamkeit. Ihr darf NIE etwas in deiner Nähe passieren, fremde Hunde schirmst DU ab.
Momentan verläßt sie sich Null auf dich, versucht lieber zu flüchten und allem aus dem Weg zu gehen. Das mußt du ändern, dein Hund muß zu dir kommen können und Sicherheit bekommen ...
Hier bietet sich die Leine als Sicherheit förmlich an. Richtig eingesetzt, wird der Hund - sobald er angeleint ist - entspannt mittraben und deine Entscheidungen akzeptieren. Ein Hund, der erstarrt, der hat wirklich Angst, ist handlungsunfähig und daran sollte man schleunigst arbeiten !!
Gruß, staffy
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Hi ihr beiden,
danke für eure Antworten! Ihr habt recht, Ivy ist sehr sensibel und auch unsicher. Allerdings war sie das draußen im Freilauf bis vor 8 Tagen nicht in den beschriebenen Situationen. Alles fing mit den beiden unglücklichen Geschehnissen an bzw. "brach damit aus".
@ Schupenhauer: Also erst einmal jeder Hundebegegnung aus dem Weg gehen und die Aufmerksamkeit vollkommen auf mich lenken.
Aufgaben baue ich auf den Spaziergängen viele ein. Wir haben gerade mit dem Futterdummytraining angefangen und Ivy liebt es.
@ staffy: Ivy hat eine Vorgeschichte. Sie verbindet Leine mit Zwang, Strafe, Drohung, Gefahr und allem Unguten, was es geben kann. Vor allem im Zusammenspiel mit einem Halsband, deswegen trägt sie bei uns selten eins. Zu Übungszwecken bekommt sie natürlich mal eins um. Es wird auch schon viel besser. Auch die Leine ist schon lange nicht mehr so böse, wie sie es anfangs mal war.
Bei uns hat sie nie etwas Schlimmes erlebt, aber in Angstsituationen vergisst sie das Vertrauen in uns und befürchtet, gleich passiert etwas ganz Schlimmes, sobald die Leine straff ist.
Wenn ich in so einer Situation die Leine ranmachen würde, würde sie keinen Centimeter mehr weiter gehen. Sie würde sich zuerst flach hinlegen. Auf Zug würde sie versuchen aus dem Geschirr zu schlüpfen. Sie würde nur mit mir mitgehen, wenn ich den Rückzug antrete. Wäre das in Ordnung oder nicht? Für mich hört sich das nicht in Ordnung an.
Aber ich dachte ja auch, es wäre es gescheit dem Hund Souveränität zu beweisen, indem ich mutig voran gehe und sie folgen lasse. Danke für das Augenöffnen!Wenn sie zu mir kommt: Wie vermittle ich ihr Sicherheit? Indem ich den andern Hund tatsächlich wegschiebe?
Mit ihr sprechen in Angstsituationen habe ich bislang immer als Negativverknüpfung beigebracht bekommen. Hundeschule sagt: Wenn sie Angst hat, dann ignorieren. Zwar einen Bogen um das gefährliche Objekt machen, aber gar nicht weiter drauf eingehen.Ivy wurde häufig von andern Hunden gemobbt. Anfangs so gut wie nur. Sie liebt es sich jagen zu lassen, ist auch meist schneller als alle anderen Hunde. Aber ab einem geiwssen Punkt schlägt das bei ihr in Angst um. Heute passiert das viel, viel seltener. Sie ist schon selbstsicherer geworden und zeigt auch dann und wann, dass es ihr reicht und die andern Hunde sie in Ruhe lassen sollen.
Kommt es aber mal ganz dick, dann kommt sie zu mir, stellt sich neben mich.Was tu ich dann? Hunde wegschieben? Wenn Ivy am Boden liegt, die andern Hunde über ihr, zumeist kläffend. Gehe ich dann hin und schicke die andern Hunde weg?
Wäre froh, wenn ihr mir diese Fragen noch beantworten könntet.
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Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, du solltest dich mit der Hundesprache noch vertrauter machen. Ich glaube, dein Hund verhält sich nämlich gar nicht so falsch und manchnmal tun Hunde Dinge, die eigentlich im Sinne des Hundes korrekt sind.
Zum Beispiel werden Hunde nie frontal aufeinander zugehen. Will mein Hund keine Hundebegegnung geht sie einen riesigen Bogen von bis zu 50m.
Ist sie sich nicht sicher, wird sie immer langsamer und schnuffelt am Boden. Völlig korrekt!
Manchmal stellt sie das Fell und macht sich groß. das heißt dann: Rühr mich nicht an, hau ab, ich bin eh größer als du!
Liegt dein Hund am Boden, mag es einen Grund haben. Ich glaube nicht, dass sie gemobbt wird. Hier wird ganz klar geregelt, wer das Sagen hat. Evtl. wird sie sogar von den anderen Hunden erzogen. Kommt sie zu dir, perfekt, das bestärkt eure Bindung. Hunde mit guter Bindung spielen übrigens kaum bis selten.
Wenn dein Hund die Leine blöd findet, dann mach sie interessant. Beim Halsband anlegen gibt es jedes Mal ein Leckerchen. Beim Anleinen auch und dann wird an der Leine gespielt. An der Leine ist es toll, Leine macht Spaß!!! Leg die Leine immer wieder auf den Boden, leg ein Leckerchen drauf. Wenn ihr an der Leine weiterlauft, kommt ein Leckerchen als Belohnung. Wenn dein Hund sich flach hinlegt, mag das seinen Grund haben. Dann bleib doch einfach stehen, bis sie wieder ansprechbar ist. So manipuliert sie dich nur. Sie manipuliert dich eh und passt auf dich auf. Dem ist sie nicht gewachsen udn daher denke ich kommt ihr neus Verhalten. Gib ihr klare Regeln, das gibt ihr Sicherheit.
Sehr gut sind Bücher wie "Calming signals" oder die DVDs "Fremdsprache Hündisch". Da lernst du, welche Signale dein Hund sendet und wie du sie zu lesen hast. Warum dein Hund jetzt damit anfängt? Sie wird erwachsen!
LG Schopenhauer
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Hm,
ICH würde eingreifen, wenn es für deinen Hund sichtlich unangenehm ist !!Da gibts einen ganz eindeutigen Indikator: Spiel bedeutet Rollentausch ! Wenn dein Hund also nur unten liegt, nur gejagt wird, nur angekläfft wird, dann wirds höchste Zeit einzugreifen. Du triffst schließlich fremde Hunde, keine Familienangehörigen, da gibts keine logische Rangfolge und kein "unter sich ausmachen". Wenn mein Hund Mobbingopfer wird, dann hol ich ihn da raus, ohne Wenn und Aber.
Geh ruhig hin, jag die anderen weg (meist reichts schon, sich ganz dicht neben den eigenen Hund zu stellen), ruhig, aber bestimmt. Du mußt die Grenze zwischen Schutz geben und "Rücken zum eigenen Mobben stärken" aber beachten. Manch Köterchen haut nämlich drauf und flüchtet dann zu Frauchen so ala "Bähbähbäh komm doch !!"

Die Grundvorraussetzungen für die Leine sind natürlich nicht ideal, aber machbar. Je mehr Vertrauen sie in dich bekommt, je sicherer sie an deiner Seite wird, desto mehr lernt sie die Leine zu schätzen ! Wie groß ist sie ? Kannst du sie im gehen mit der Hand berühren, hilft ihr das ?
Ich würd mit so einem Hund wahnsinnig viel Übungen zum Aufbau des eigenen Selbstbewßtseins machen, sie fordern und fördern, gemeinsam.
Gruß, staffy
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