ängstlicher Hund , Fremden gegenüber - Tipps benötigt

  • Hallo zusammen,

    wir haben seit März einen Schäferhund/Hovawartmischling, wir haben Ihn aus dem Tierheim, und er war zu diesem Zeitpunkt ein knappes halbes Jahr alt. Uns gegenüber, die er jeden Tag sieht, ist er total zutraulich und frisst uns bald auf vor lauter Hingebung, wenn jedoch bekannte auf den Hof kommen, schlägt er zwar erstmal mit bellen an, zeiht dann abver auch den Schwanz ein und ist weg und versteckt sich. auch beim spazierengehen, wenn fremde Leute auf uns zukommen oder einfach an uns vorbeigehen möchten, ist er total eingeschüchtert. Wir möchten ihm gerne helfen, seine Angst zu überwinden, es will ihm ja niemand böses, und haben auch Angst dass er zum Angstbeisser wird. Scheinbar hat er nicht genug Vertrauen in uns, dass wenn wir ruhig bleiben, er ruhig sein kann. Hat vielleicht jemand was ähnliches erlebt und konnte seinem Liebling helfen? Wir wissen auch nicht, was vor dem Tierheim war, da war er nur 5 Tage, und wurde mit seinen 7 Geschwistern, von seinem Zu Hause weggenommen, weil die Leute mit der Meute nicht mehr klargekommen sind.

    Gruss Sandy

  • dankeschön.

    wir sprechen ihn an, und versuchen ihn wenn möglich aus seinem Versteck zu locken. Aber nicht von oben herrab, sindern haben uns hingehickt. Mittlerweile lassen wir ihn erstmal in Ruhe, und er kommt dann von alleine zurück, und nähert sich langsam. Schnuppert und beobachtet. Wenn dann aber jemand aus dem Affekt heraus ne schnelle Bewegung macht, aufsteht o.ä. dann sucht er wieder das Weite. Zu meiner Schwester zum Beispiel, hat er überhaupt keinen Draht. Immer wenn sie kommt, macht er die Fliege, sie hat schon alles versucht. Leckerli etc. Schon wenn er ihr Auto sieht, ist er weg. Wir denken, dass sie vielleicht jemanden aus dem alten Herrchenhaus ähnlich sieht, dass ist unserer einzige Erklärung. Dann gibt es aber auch Situationen, da kommen bekannte auf den Hof, die er noch nie gesehen hat und spielt gleich mit ihnen.

  • Hallo hasili,

    es ist besser, das ängstliche Verhalten eures Hundes komplett zu ignorieren. Wenn er sich in einer Ecke verkriecht und ihr geht hinterher und redet auf ihn ein (was aus menschlicher Sicht richtig erscheint), dann bestärkt ihr ihn leider nur in seiner Angst. (Denn für den Hund klingt das leider wie: "Es ist richtig das du Angst hast")
    Junge Hunde müssen erst lernen, was gefährlich ist, und was nicht. Solange die Welpen noch bei ihrer Mutter sind, orientieren sie sich an dieser. D.h. es passiert irgendwas, der Welpe hat Angst. Er schaut zu seiner Mutter. Wenn die Mutter nicht drauf reagiert, weiß der Welpe, dass es nicht schlimm ist. Reagiert die Mutter jedoch, weiß der Welpe, dass das jetzt schlimm war.

    Wenn euer Hund dann von selbst wieder aus seinem Versteck gekrochen kommt oder einen Schritt auf die fremde Person zu macht, dann lobt ihn ganz doll. Sobald er aber Angst zeigt, wird er ignoriert.

    Was du probieren könntest, ist, wenn du weißt, das gleich Besuch kommt (eventuell jemanden als Übungsperson bitten), dann nimm den kleinen vorher an die Leine (am besten mit Geschirr) und setze dich z.B. aufs Sofa.
    Wenn der Besuch dann rein kommt, wird der Hund nicht beachtet, solange er ängstlich reagiert. Erst, wenn er sich beruhigt hat, bekommt er Aufmerksamkeit. Fängt er dann wieder an sich zu ängstigen, wird er ignoriert. Das klingt zwar ein bischen brutal, aber indem du ihm die Fluchtmöglichkeit nimmst, zeigst du ihm, das hier nichts ist, vor dem man Angst haben müsste.

    Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen.

    Liebe Grüße

    Proeftel

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