Nach Trennung chaotische Verhältnisse mit dem Hund

  • :hilfe:
    Hallo zusammen ,
    mein Jack Russell Mix Rüde Sancho und ich habe zur Zeit mächtige Probleme.

    Kurze Geschichte vorab :

    Ich habe mich vor einigen Wochen von meinem LG getrennt , und bin aus der gemeinsamen Wohnung zusammen mit meinem Hund ausgezogen. In der alten Wohnung lebte Sancho zusammen mit einem Border Collie der meinem damaligen LG gehört. Die beiden haben sich gut verstanden , und waren auch tagsüber während unserer Arbeit alleine in der Wohnung. Mittags sind dann unsere Kinder (die zur der Zeit noch bei uns wohnten )mit den Hunden spazieren gegangen.
    Nun bin ich seit 4 Wochen in meiner neuen Wohnung , mit Sancho alleine.
    Da ich vorher nie Probleme hatte , ihn irgendwie für gewisse Zeit alleine( stimmt nicht so ganz ) , sondern in gewohnter Umgebung zu lassen, habe ich mir auch keine Gedanken darüber gemacht , wie es sein könnte wenn er alleine ist(meine Schuld).
    Ich bin ca. 8 Stunden am Tag nicht zu hause , des Berufs wegen.
    Hatte aber bereits im Vorfeld eine junge Frau arrangiert , die Mittags mit dem Hund läuft. Morgens und abends gleich nach der Arbeit gehe ich mit Sancho los.
    Gleich am ersten Tag fingen die Probleme an , mein Jacky hat mordsmäßig Radau gemacht und die wirklich ganze Nachbarschaft zusammen gebellt und geheult. Das setzte sich so fort bis am dritten Tag , während meiner Abwesenheit , die Polizei vor der Tür stand. Da wurde mir klar , das kann nicht so weitergehen , dem Hund zuliebe und auch meinen Nachbarn. Habe dann nach weiteren Lösungen gesucht , Tagessitter und auch Menschen gefunden , die leider dieses nur für viel Geld (15, €) pro Tag taten. Auf Dauer keine Lösung für , bin leider kein Großverdiener.
    Habe nach Alternativen gesucht , Bachblüten und mit dem Hund Trennung geübt , mit allen Varianten. Es schien sich zu bessern , und da auch mein Hausmeister sich bereit erklärte , während meiner Abwesenheit nach dem Hund zu schauen , schien Besserung in Sicht. Die junge Frau kam weiter mittags , der Hausmeister war da , ich dachte ich könnte nun beruhigt zu Arbeit fahren. Fehlanzeige nach ein paar Tagen ging wieder alles von vorne los , diesmal mit bösen Anrufen bei meiner neuen Vermieterin.
    Die hat mich natürlich sofort zurecht gewiesen , wenn ich keine Lösung mit dem Hund finde , muss ich aus der Wohnung raus.
    Zur Zeit betreut eine Arbeitskollegin , die ihren Urlaub opfert meinen Hund tagsüber , begrenzt auf 14 Tage .
    Mittlerweile bin ich ganz schön im Stress , morgens raus mit dem Hund , dann zu ihr bringen , nachmittags nichts wie weg von der Arbeit , Sancho holen . Und dem Hund tut es auch nicht gut , sein Wesen hat sich verändert. Zuhause kann ich nicht einen Schritt ohne ihn tun , abends irgendwelche Unternehmungen ohne Hund sind gar nicht mehr möglich.
    Ich habe dank meiner Nachbarn , aber auch keine Chance , sie hören mittlerweile auf jeden Mucks.
    Ich glaube ich kann meinem Hund nicht mehr gerecht werden.

    Das war recht lang ..

    Bin auch recht verzweifelt

    Bevor es jemand schreibt , die Möglichkeit beide Hunde , wie damals , wieder zusammen zu halten , gibt es nicht , auch dieses habe ich versucht
    keine Chance

    Frankly und Sancho

  • Was du da beschreibst hört sich für mich nach Trennungsangst an. Erst verliert der kleine ein großteil seiner Familie/Rudel (sprich,dein ehem. LG,den anderen Hund, deine Kinder) und dann wenn er schon nur noch dich hat dann gehst du auch noch. :/ Zwa nur auf arbeit uhnd du kommst ja wieder aber das weißt er ja nicht.

    Um nix falsches zu raten würd ich sagen das es das beste wäre ein Tierpsychologen zu dir zu holen. Der kann das wesen deines Hundes besser abschätzen und die notwenige hilfe an deine Situation anpassen. Alles ander wäre geraten weil keiner hier im Forum deinen Hund kennt und richtig einschätzen kann. :( ... sry :ops:

  • auch wenn ein Hunde gelernt hat alleine zu bleiben. Er lebt ja jetzt in einer völlig neuen Umgebung. Sogar die Wohnung ist ihm fremd. Nur weil ein Hund gelernt hat, alleine zuhause zu bleiben, heißt das nicht, dass das in jeder Umgebung klappt. Ihr müsst das alleine bleiben in der neuen Wohnung auch erst üben.
    Für mich klang es nämlich so, dass du dir gedacht hast" wird schon klappen" und von einem Tag auf den anderen musste er 8 Std. alleine bleiben. Er braucht erst Zeit zur Eingewöhnung. Nimm dir am besten einige Wochen Zeit und übe das mit ihm


    Edit: Auch das ständig neue fremde Personen stundenweise auf ihn aufpassen, finde ich nicht so toll. Das bringt ihn ja noch mehr durcheinander :/

  • Hallo,

    Mensch, manchmal sind die SItuationen aber auch wirklich veflixt. hast Du einmal bei gassi-gassi.de geschaut ob sich ein Tagessitter finden lässt evt ja auf gegenseitigkeit.

    Wo wohnst Du denn? Vielleicht findet sich eine Lösung auch mit jemanden hier aus dem Forum.

    Ich halte die Daumen.

    Liebe Grüße
    Dana

  • hallo ,
    sicher ist das Trennungsangst , aber in einem Ausmaß das mich bald Wohnung und Arbeit kostet (selbst dorthin habe ich den Hund schon mitgenommen). Und ein Tierpsychologe macht seine Arbeit leider auch nicht umsonst. Ich liebe meinen Hund , aber die Probleme , Kosten wachsen mir über den Kopf.

    Gruß

    Frankly

  • Hallo Frankly,

    ohh ja, das kenne ich auch, wenn auch nicht ganz so krass wie bei Dir.

    Auch ich hatte mich von einem langjährigen LG getrennt und jeder hat "seinen" Hund behalten. Tja, nur sahen es unsere Hunde so überhaupt nicht ein, dass sie auf den anderen verzichten sollten, wobei sie mehr uns als HH als das Hundegegenüber vermissten. Wir hatten nicht bedacht, dass wir sie beide von klein auf gemeinsam groß gezogen haben, und wenn uns auch klar war, wer wo "im Ernstfall" bleibt, kannten sie uns ja nur zusammen.

    Die Beiden sind uns nach der Trennung derartig auf der Nase herum getanzt, hatten auch diese "Wesensveränderung" und waren teilweise schwer zu bändigen, da echt zickig (und ihren Frust reagierten sie dann an allem, jedem und etwas ab).

    Wir haben dann in den sauren Apfel gebissen und haben zugunsten unserer "Scheidungswaisen" einen Weg gefunden, uns zumindest so weit zu vertragen, dass unsere Hunde eine Möglichkeit haben, sich langsam an die Trennung zu gewöhnen. Wir haben sie regelmäßig ausgetauscht bzw. abgestimmt, wann wer mal beide hat. Das haben wir zwei/drei Monate durchgezogen und in der Zeit es langsam ausschleifen lassen. Und dann war auch gut und jeder konnte seines Weges gehen.

    Du schreibst zwar ...

    Zitat

    Bevor es jemand schreibt , die Möglichkeit beide Hunde , wie damals , wieder zusammen zu halten , gibt es nicht , auch dieses habe ich versucht
    keine Chance

    ... aber vielleicht gibt es doch noch einen Weg, Deinen langsam daran zu führen?! :???:

  • Wie sensibel Hunde auf Veränderungen reagieren, erlebe ich gerade hautnah.

    Wir haben einen eigenen Betrieb, und unser Hund war vom ersten Tag immer mit dort.
    Das heisst, er ist morgens mit mir hin, und mittags/nachmittags wieder mit mir nach Hause.
    Er lag eigentlich immer nur in "meinem" Büro, und die anderen Räume hat er eher nur stippvisitenähnlich besucht und betreten.
    Nun sind wir gerade dabei, dieses "mein Büro" auszuräumen, da der Vermieter Eigenbedarf angemeldet hat.
    Also mit Sack und Pack in die angrenzenden Räume übergesiedelt.
    Nun liegt mein Hund völlig verzweifelt :( im halbleeren Raum, quetscht sich zwischen zwei im Raum stehenden Möbelstücke, nur weil da sein angestammter Platz war. :???:
    Heute war der erste Tag, wo er sich zaghaft in die "neuen Räume" platzierte, da wo mein neuer Platz ist.
    Ab Oktober bin ich mit ihm ganz woanders, und da wird das Spiel wohl von vorne losgehen, oder erst richtig losgehen. :hilfe:

    Ich bin mir aber ganz sicher, dass wenn die Hunde Vertrauen in die neuen Räumlichkeiten gefasst haben, sich auch diverse Unannehmlichkeiten wieder regeln.
    Übergangsweise würde ich an deiner Stelle noch den Hunde-Sitter behalten, auch wenn er Geld kostet.

    Mit jedem dazugewonnenen Tag wird deinem Hund das neue Zuhause nähergebracht.
    Lass' ihm die Zeit, auch wenn es für dich grosse Umstände, finanziell und zeitlich, mitsichbringt.
    Er hat schliesslich mehrere Baustellen zu bezwingen.
    Verlustangst, Trennung vom Hundekumpel, und zusätzlich auch noch neue Räumlichkeiten.
    Hunde sind nun mal sehr sensibel und keine Maschinen. :???:
    Ich wünsche dir ganz viel Glück, dass du das Problem schnell in den Griff bekommst. :smile:

  • als ich mich von meinem freund getrennt habe und mit dem hund ausgezogen bin, konnte odin auf einmal auch nicht mehr alleine sein! er hat das ganze haus zusammen gejault. ich habe ihn dann erstmal in ein zimmer gesperrt, damit er nicht vor der haustür hockt und heult. und siehe da es wirkt! er lümmelt sich die ganze zeit auf meinem bett und pennt. hätte ich geahnt dass es so einfach sein kann, hätte ich mir 2 wochen totales theater ersparrt :) nach einem jahr sitzt er immer noch jaulend vor der tür wenn ich ihn in der wohnung laufen lasse wenn ich gehe....im zimmer ist er ganz entspannt.
    lg anika

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