Bellende Hunde beißen nicht ?

  • Hallo an alle

    Ich habe zwei Hunde und beide haben kleine Macken bei dennen ich selber keinen Rat weiß deswegen frage ich einfach mal hier :)

    So der erste ist ein 7 Monate alter Deutscher Schäfer, er ist erst seit 2 tagen bei uns und soll in weiterer Folge Hundeschule besuchen und entweder als Schutz od. Rettungshund ausgebildet werden. Was ich in die zwei tagen so merkte ist er ein sehr lernfähiger und lieber Hund. Wir haben noch einen zweiten Hund mit den er sich eigentlich recht gut versteht am anfang waren immer wieder kleinen klefferein aber ich denke mir mal das das normal ist (revier ?!) Doch er ist unmöglich wenn wir mit ihn spazieren gehen, solange kein anderer Hund zu uns kommt aus unser zweiter ist er der liebste hund, er folgt bellt nicht und alles ist inordnung
    Doch ab da wo andere Hunde oder auch bei den meisten Menschen bellt er drauf los und will einfach nur hin laufen. Wir haben es mit und ohne Leine versucht doch das macht keinen Unterschied, in der Hundezone läuft er auch bis zum Zaun wo ein anderer Hund steht und reagiert auf keine Kommandos obwohl er normaler weise auf alles perfekt hört.

    Er wirkt dabei doch auf keiner weise aggresiv sonder freut sich irgendwie oder er fordert auf zum spielen, keine ahnung ich hab das so noch nie erlebt. :???:

    Zuhause in der Wohnung bellt er überhaupt nicht, obwohl unser anderer sogut wie wegen jeden blödsin bellt, da ist er ruhig und brav


    Da kommen wir schon zum nächsten Problem ;)

    Unseren anderen Hund haben wir mit 7 Monaten aus dem Tierheim geholt davor war er laut Papieren bei einen anderen Besitzer der wie ich glaube ihn geschlagen hat.

    Er ist jedoch garnicht ängstlich versteht sich mit jeden Hund und geht keinen an, doch es gibt ganz bestimmte Situationen wo er einen beist, zum glück ist er ein kleiner Hund und seine bisse sind nicht ernsthaft gefährlich, ich weiß das das wirklich nicht auf die lockere Schulter zu nehmen ist.
    Zum Beispiel wenn man ihn unabsichtlich beim hintern berührt oder ankommt flippt er kurzzeitig aus, auch nicht immer aber manchmal eben und das kann dann schon gefährlich werden.

    Und das zweite Problem was wir mit ihn haben ist das bellen. Es hat sich schon sehr gebessert die 5 Monate was wir haben doch ich würde gerne wissen wie man das abstellen kann ob es da tricks oder was gibt ?
    Die schepperdose haben wir schon ausprobiert.
    Er bellt nur in der Wohnung doch da sogar wenn nur jemand auf der Straße geht.

    Naja hoffe ihr könntet mir ein paar tipps geben ;)

    Mfg

  • Ich hoffe, ich bekomme das jetzt alles einigermaßen auf die Reihe. Wäre schön, du hättest die Namen der Hunde genannt, die kann ich mir immer besser merken.... :roll:

    Also: Euer 7 Monate alter DSH ist erst seit 2 Tagen da. Der muss sich noch einleben. Dass er zu Hause gut hört etc. hat sicherlich auch mit der für ihn neuen Situation zu tun. Dass er draußen, wenn er andere Hunde sieht, nix mehr mitkriegt und auf kein Kommando hört, ist vom Alter her kein so großes Wunder, das muss er erst noch lernen. Gehorchen unter Ablenkung ist eine der schwierigsten Aufgaben für Jungrocker. Ich würde euch raten, ggf. mit ihm eine gute HuSchu aufzusuchen, damit er unter Ablenkung lernt zu lernen.

    Vom zweiten Hund schreibst du, dass er seit seinem 7. Lebensmonat bei euch ist und deiner Ansicht nach geschlagen wurde. In 5 Monaten bei euch hat sich schon so manches gebessert.
    Ich kann dir versichern, dass ein Hund - vor allem, wenn er aus schlechter Haltung stammt - ca. ein Jahr braucht, um "anzukommen" und seine Ängste abzulegen.
    Es ist - wenn er geschlagen wurde, was anzunehmen ist, so wie du seine Reaktionen beschreibst - kein Wunder, dass er gelegentlich, wenn auch nicht immer, bei gewissen Berührungen schnappt. Hier hilft zum einen, den Hund eben nicht überraschend anzufassen, vor allem nicht an Körperstellen, an denen er besonders empfindlich zu sein scheint. Die Formel lautet hier "Management und Geduld".

    Das Bellen mit einer Schütteldose zu bekämpfen, ist m.M. nach zum einen unsinnig und zum anderen - vor allem bei ängstlichen Hunden - erreichst du u.U. genau das Gegenteil. Schütteldose lösen einen Schreckreiz aus. Schreckreize verunsichern den Hund ggf. noch mehr. Also schmeiß das Ding weg - und die Disks oder Wurfkette, so du die besitzen solltest - gleich mit.

    Das Bellen in der Wohnung muss nicht ausnahmslos immer mit "Revierverhalten" im üblichen Sinne zu tun haben. Bei einem ängstlichen respektive unsicheren Hund kann es auch sein, dass er sich nun in den 5 Monaten in der Wohnung eben sicher fühlt und alle "störenden Einflüsse" von außen verbellt, damit ihm von da nicht wieder Unheil droht. Meiner kleinen Panikmaus, die sich ebenso verhalten hat, habe ich beigebracht, dass sie kurz Bescheid sagen darf, dann aber sofort zu mir kommt, wofür ich sie belohne, vornehmlich, wenn sie ruhig ist. Das dauert ein wenig, lohnt sich aber. Ich habe sie bei jedem "Bellanfall" freundlich und auffordernd abgerufen, mit dem Finger vor dem Mund "Pst" angezeigt und belohnt, sobald sie länger als 2 Sek. ruhig war. Das haben wir inzwischen ausgebaut und meist bellt sie schon gar nicht mehr groß los, sondern legt sich neben mich und erwartet ihr Lob. Ob das so bei deinem Hund funktioniert, ist schwer zu sagen auf die Entfernung, da ich seine Intentionen auf die Ferne nicht exakt bestimmen kann, aber einen Versuch ist es wert.

    LG
    cazcarra

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