Hilfe - mein Hund trauert

  • Hallo liebe Foris,

    ich brauche euren Rat und eure Hilfe.
    Sorry, wenn mein Text etwas länger wird.

    Ich bin Ende Juni ausgezogen und habe meinen Hund in seiner gewohnten Umgebung gelassen, da er auch viel mehr Platz und Garten hat, als in meiner Mietwohnung. Außerdem ist die absolute Bezugsperson meine Mutter, da sie seit wir den Aragon haben (5 Jahre) 24 Std. mit ihm zusammen ist (außer wenn meine Mutter Termine hat oder einkaufen geht). Er war nie länger als 1 Tag von ihr getrennt. Ich dagegen war in der Ausbildung und täglich 10 Std. weg. Deshalb möchte ich ihn keinesfalls von meiner Mutter losreißen...so schwer es mir auch fällt/fiel. Ich arbeite zur Zeit halbtags (nur Mi und Fr.) und fahre daher einmal pro Woche bei meinen Eltern vorbei (meist Montags) und besuche natürlich Aragon. Meine Eltern berichteten, dass Aragon manchmal trauert. Zum Glück nicht oft und meine Eltern beschäftigen ihn auch gut (spielen, kraulen usw. wie er es gewohnt ist.) Ich bin mir sicher, dass er da gut drüber wegkommt.
    Ich denke das kennen einige von euch: Es kommt nie so wie man es plant oder es gedacht hat.
    Jetzt ist es so, dass meine Mutter seit 3 Tagen im Krankenhaus liegt. Meine Schwester, die zur Zeit arbeitslos ist, ist seitdem im Elternhaus, um wenigstens gassi zu gehen und bei Aragon zu sein. Aragon hat schon am Tag nachdem meine Mutter ins Krankenhaus kam angefangen zu trauern. Er liegt nur herum, sitzt/liegt an der Tür und starrt diese an oder sitzt im Hof und schaut die Straße runter. Das Verhalten habe ich schon oft bei ihm beobachtet, wenn meine Mutter zum Einkaufen weggefahren oder gegangen ist.
    Er spielt zwar auch, aber nicht lange. Nur aufs Gassigehen freut er sich. Er frisst weniger als sonst, was allerdings durchaus an der Hitze liegen könnte. Ich werde sein Fress- und Trinkverhalten weiter beobachten/beobachten lassen durch mein Vater u. meine Schwester, sobald er nichts oder nur noch wenig trinkt, werde ich ihn zum TA schleppen. Wenn er hunger hat, wird er doch sicherlich fressen oder meint ihr ich solle ihn dann auch mal zum TA schleppen?

    Meine Mutter kommt heute noch mal nach Hause und ist bis Ende nächster Woche da. Danach geht sie Montags in Reha für 3 Wochen. Und hier liegt das Problem. Er ist ja schon nach 1 1/2 Tagen am Trauern, wie sollen wir ihn durch die 3 Wochen bringen!?! :nosmile:
    Wie soll ich/wir (mein Vater und meine Schwester) uns verhalten? Sollen wir ihn trauern lassen oder ihn versuchen abzulenken (spielen, gassi gehen, streicheln usw.) Wir können ihn ja zu den Besuchen in die Reha mitnehmen. Dann kann er meine Mutter am Eingang sehen bzw. gassi gehen/streicheln usw. Aber leider wissen wir noch nicht, wo sie in Reha hinkommt, demnach werden wir sie vielleicht nicht besuchen können und Aragon müsste die ganzen 3 Wochen aushalten.
    Ich habe nächste Woche Urlaub, aber da ist meine Mutter ja noch da. Danach werde ich höchstens einmal pro Woche zu Aragon fahren können, weil ich 30 km vom Elternhaus wegwohne (einfacher Weg) und außerdem arbeiten muss.
    Meine Schwester wird die ganze Zeit bei Aragon sein, aber zu ihr hat er nicht so einen Bezug, wie zu mir. Mein Vater hat zur Zeit 4 Wochen Urlaub. Er wäre die ersten zwei Wochen, wo meine Mutter weg ist daheim. Danach muss er wieder arbeiten und meine Schwester und ich müssten uns abwechseln, im Elternhaus zu sein für die letzte Woche der Reha.

    Was soll ich tun? Habt ihr damit Erfahrung und könnt mir ein paar Tipps geben, bitte? :gott:
    ich fühl mich hier so machtlos, weil ich nicht für meinen Hund in dieser Zeit da sein kann. :(

    Ich fühle mich so schon schlecht, weil ich ausgezogen bin und ihn alleine lass. Aber es ist so am Vernünftigsten. Er würde sich in unserer kleinen Mietwohnung mit dem bisschen Garten nicht wohl fühlen. Daheim hat er ein großes Haus und einen großen Garten, wo er den ganzen Tag rein und raus rennen kann.

    Vielen Dank fürs Durchlesen.

    ganz liebe Grüße

  • Hallo Du,

    Ich würde sagen bei Hunden läuft die Trauer nicht viel anders als bei Menschen ab, es ist also eigentlich ein normales verhalten was der Hund zeigt, leider denke ich muss er da einfach durch . Ihr habt ja nun schon alles was ging organisiert so das er nicht alleine ist und Menschen die er auch gut kennt bei ihm sind. das er wenig frisst kann man denke ich eine gewisse zeit tolerieren , beobachten wollt ihr das ja sowieso. Ich denke auch das der normale selbsterhaltungstrieb auch bei Trauer irgendwann einsetzt und er sich nicht zu Tode hungern wird. Ich würde ihn zwar beschäftigen aber nicht mit völlig neuen Sachen oder ideen sondern seinen tagesablauf so normal wie möglich halten er wird ohnehin unsicherer sein als sonst wenn sein Rudelführer nicht da ist und eine gewisse zeit brauchen um sich an die neue Situation zu gewöhnen, wenn er das hat wird er bestimmt dich restliche zeit bis deine Mutter wieder kommt überstehen.

    Ich denke nicht das du dir vorwürfe zu machen brauchst denn das du dir so viele gedanken machst zeigt ja schon das du nicht verantwortungslos bist. Kopf hoch

    liebe grüsse vanny

  • hallo,

    Ich muss mich Wook Wook anschließen, du hast alles gemacht was in deiner macht steht.
    Ich weiß durch eigner erfahrung da ich selber letztes jahr zweimal lange im Krankenhaus und Reha (einmal 5 momate und dann 3 momate) das meine Hündin auch echt getrauert hat und mein Ex hat ihr immer von mir ein T-shirt was ich getragen habe neben es essen und in ihren Korb gelegt und da hat sie besser gefressen und sie ist auch in ihrem Korb geblieben.
    Probiere es mal aus vieleicht hilft es ja auch bei dir, falsch kannst du damit nichts machen.

    Liebe grüße Hundsche

  • vielen Dank für eure Antworten.

    Ich denke auch, dass wir versuchen den Tagesablauf so gewohnt wie möglich zu gestalten.
    Das mit dem T-Shirt ist eine gute Idee, danke. Das wird ja auch so gemacht, wenn man den Welpen aus dem Wurf und von seinen Eltern trennt.

    Vielen Dank nochmal.

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