Hund und Neuzugang Kitten

  • Hallo Leute,

    ich weiß zwar nicht ob das nicht zu früh ist sich sorgen zu machen, aber irgendwie liegt es mir die Frage am Herzen.

    Ich habe eine dreijährigen Dalmatiner, der nicht so ganz easy zu halten ist. Also, er ist so, dass er z.B. keinen zweiten Hund dauerhaft bei mir daheim akzeptieren würde. Es gibt sogar Schwierigkeiten mit Hündinnen. (Ach ja, er ist kastriert)
    Jetzt habe ich seit heute ein Kitten aufgenommen, welches an Hunde gewöhnt ist und keine Angst hat. Die Frau, von der ich es habe, hat gemeint, es wäre ja normal, dass das Kleine die ersten zwei, drei Tage den Hund anfauchen wird, wenn er ihm zu nahe kommt.

    So, nun ist das aber so, dass mein Hund das Kleine immer wieder beschnüffeln möchte, es aber andererseits anknurrt, wenn es sich ihm annähern möchte.
    Es gab auch heute zwei stärkere Annäherungen (wo er einfach zu schnell auf das Kleine zukam- und es faucht und beißt und kratzt dann gleich ), dabei hat es extrem gefaucht, hat sich auf den Rücken gelegt und ihn mit der Tatze eins über die Nase gezogen. Er wiederum war wiederum anscheinend so erschrocken darüber, dass er das Kleine versucht festzuhalten und wenn er eins über die Nase bekommt knurrend es total anbellt.
    Ich habe nun bisl Angst, dass was vielleicht geschehen könnte. Ich meine, er kennt z.B. Kaninchen und tut denen nun wiederum nichts. Er schmust mit denen sogar; aber die haben ja ein ganz anderes Verhalten als Katzen.

    Vielleicht ist die Befürchtung zu früh, weil ich das Kätzchen erst seit heute habe; aber ich fürchte, dass er es eventuell nicht akzeptieren könnte.

    Hat jemand von euch vielleicht Erfahrungen mit solchen Situationen oder hat Ähnliches am Anfang gehabt und hat ein paar Tipps?

    Ich mein, ich würde die beiden auf keinen Fall alleine zusammen lassen. Aber irgendwann wäre es nicht schlecht. Denn ich muss ja auch mal einkaufen gehen oder auch mal raus.

    lg

  • Dann wirst du in der ersten Zeit, wenn du das Haus verlassen musst, die beiden auf jeden Fall getrennt halten müssen. Die kleine Mieze muss dann eben in einem Raum sein, in den dein Hund nicht reinkann.

    Ich denke schon, dass ihr das hinkriegen werdet, es braucht nur eben ein wenig Geduld. Die Kleine ist erst seit heute da und muss sich selber noch mit der neuen Situation auseinandersetzen. Ob sie nun Hunde gewohnt ist oder nicht - DIESER Hund ist ihr fremd, also "trau, schau, wem"... Lass die Kleine erst einmal ankommen und organisiere wenige, kurze Annäherungen in den nächsten Tagen. Vielleicht kannst du es so einrichten, dass die zwei sich begucken können, ohne dass dein Hund gleich so richtig an sie rankommt.

    LG
    cazcarra

  • Danke cazcarra, du hast mir bisl Mut gemacht. Denn meine Freundin hat mir gestern ganz schön viele Zweifel gemacht.

    Ich weiß ja, dass mein Hund nicht easy ist und eine Katze nicht gleich ist mit Kaninchen.
    Ich hoffe nur, dass er seine Eifersucht senkt und die Katze die Angst von ihm wegbekommt.

    Was meinst du, wieviel Zeit würdest du geben?

  • Das ist nun schlecht in Zeiträumen zu messen. Du hast da zwei Individuen, zudem noch völlig unterschiedlicher Art. Dein Hund braucht seine Zeit, die Katze die ihre.

    Ich kann dir wirklich nur zu Geduld und vor allem zu entsprechendem Management raten, damit die beiden nicht unkontrolliert aufeinandertreffen. Und die von dir überwachten Treffen müssen unter allen Umständen sorgsam gesteigert werden.

    Weißt du, ich habe ja selber 2 Hunde und 2 Katzen und ganz zu Anfang (die Katzen waren zuerst da) war es auch hier schwierig. Nicht wegen des Hundes, der liebt Katzen wirklich über alles - nicht als Frühstück, sondern als Kumpel :D . Doch eine meiner Katzen hatte regelrecht Panik. Nun will ich dir nicht den Mut wieder nehmen, aber bei ihr hat es ein gutes Jahr gebraucht, bis sie sich völlig unbefangen in der Nähe des Hundes aufhalten und bewegen konnte. Der Kater fand den großen Kerl von Anfang an spannend und interessant, das dauerte keine 4 Wochen.

    Als dann meine Zweithündin dazu kam, dachte ich, mit meiner Katze geht das gleiche Theater von vorne los. Weit gefehlt. Sie hat sich den Hund angeguckt, festgestellt, die hat ja selber Angst und damit war das Thema durch.

    So unterschiedlich unsere Tiere, so unterschiedlich lang dauert es, bis sich hund und Katz aneinander gewöhnt haben. Wenn du Vorsicht walten lässt und dem Hund und der Katze das jeweilige Gegenüber positiv verknüpfst, z.B. mit Leckerli und/oder Streicheleinheiten etc., desto besser wird es gehen.

    Ich drück die Daumen!!
    LG
    cazcarra

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