HILFE: Gibt es eine Chance, dass Sie sich vertragen werden?

  • Hallo liebe Community,

    ich wende mich an euch mit einer ganz großen Bitte und einer ehrlichen Einschätzung meiner Situation.

    Seit 4 Jahren habe ich nun mittlerweile meine Hundedame Puma (Yorkshire). Sie ist, naja sagen wir mal, eine Einzelgängerin. Aber man muss dazu sagen, sie hat es ja auch nicht anders gelernt. Seit eineinhalb Jahren bin ich nun mit meinem Freund zusammen und auch ihn hat Puma komplett in ihr Herz geschlossen, alles ist prima. Seit ca. einem halben Jahr treffen wir uns regelmäßig mit Freunden, die zwei große Hunde haben. Nach anfänglichen geknurre, leben die 3 nun friedlich miteinander, wenn sie sich sehen. Es ist keine Liebe, aber auch kein Hass. Mein Freund hatte nun früher auch einen Hund und, weil wir Puma eigentlich was Gutes tun wollten, haben wir uns in letzter Zeit nach einem Zweithund umgeschaut und das Ebenbild von Nicos Hundedame gefunden: Missy, ein Dackel-Jackrussel-Mix, gerade 5 Monate alt. Zum verlieben!!!! Die Besitzerin muss Missy abgeben, da ihre kleine Tochter allergisch auf die Hundehaare reagiert - will den Hund aber auch nicht irgendwem geben und hat uns Missy mal für einen Tag "zur Probe" mitgegeben. Es zerreist mir fast das Herz, wenn ich sehe, wie Puma knurrend und zähnefletschend darauf reagiert, wenn Missy versucht sie zum Spielen zu animieren. Missy bellt Puma an und läuft um sie herum. Ich denke, dass ist für Puma einfach zu viel. Wenn Missy das unterlässt, haben wir es sogar richtig ruhig zuhause gehabt. Beide Hunde liegen auf ihren Decken, auch beim Füttern gab es keinen Ärger. Nur dieses animieren löst bei Puma einfach puren Stress aus...und bei uns natürlich auch.

    Nun also meine Frage: Was meint ihr? Werden sich die beiden Mädels noch aneinander gewöhnen, oder tun wir da weder Missy noch Puma einen Gefallen mit, wenn wir die beiden zusammen lassen? Bitte helft mir - es ist wie gesagt eine Herzenssache!

    Vielen Dank!!!

    Ina & Nico

  • Hi und Herzlich Willkommen ihr 4 :)

    Hm, das ist total schwierig. Als wir unseren zweiten terrier geholt haben, war Amadeus bei der Züchterin dabei. Sie mochten sich. dennoch war Amadeus STINK beleidigt als wir Clou mit nach hause genommen haben. Unser Großer hingegen hat nur geschaut anch dem Motto: DAS ist nicht euer Ernst oder?
    Amadeus hingegen hat ihn erst ignoriert und wollte NICHTS von Clou wissen. Wenn Clou ankam hat er ihn einpaar Mal verknurrt.
    Irgendwann wars dann gut und okay und die beiden Kuscheln gerne miteinander oder zeigen sich auch deutlich wann sie Ruhe brauchen.

    Habt ihr die beiden schon auf neutralem Terrain gehabt?
    Also nicht sofort ZACK nach Hause? Wie ist es da? beim Spazieren gehen wenn beide Frai laufen dürfen und sich auch ausweichen dürfen?
    Wie lange hatte Puma Zeit sich darauf einzustellen das ein anderer Hund ins Haus kommt? Wie lange hatten die beiden vorher Zeit sich kennen zu lernen und zu schnuppern? Fand das statt? Auf neutralem Boden?
    Wie reagiert ihr in den Spielaufforderungssituationen wenns eskaliert?

    Es hört sich wirklich so an als würde es Puma sehr Stressen wenn so eine kleine Fellkugel so einen Wirbel macht.
    Ich finde es extrem wichtig das sich ALLE Beteiligten wohl fühlen wenn jemand Neues einzieht und vorallem auch keinen Stress haben.

    Ich würde die sache langsamer angehen!
    Austesten wie es beim Gassi mit den beiden ist. Öfter mal die kleine Missy zum Gassi abholen und gemeinsam Gassi gehen. Mehrmals. Und sie dann wieder zurück bringen.
    Einfach schauen wie sich über eine gewisse Zeit die Beziehung der beiden entwickelt. Bezieht Puma mit ein in die Entscheidung Missy ja oder Missy nein. Ihr könnt Missy auch, wenn es draußen ganz gut klappt auch einfach nochmal für ein paar Stunden mit zu euch nehmen und dann wieder Heim bringen um zu schauen wie sich das ganze enfach entwickelt.
    Merkt ihr auch nach einigen Malen das Puma nicht ruhiger und gelassener wird im Umgang mit Missy würde ich euch persönlich dazu abraten. So schwer es auch ist.

    Ob es sich entwickelt kann man nicht sagen, bringt ein bissel Zeit und viel Herz und auch Verstand mit.
    es kann auchs ein das es iirgendein anderer hund werden würde... ich würde das von vorneherein NIE ausschließen!
    Einfach den Vorhandenen Hund mit in die Entscheidung einbeziehen. Vielleicht hat sie irgendwann ja mal ein Sympathieknäul dabei den/die sie von Anfang an wirklich mag und keine Probleme hat, weil sich beide wirklich sympathisch sind!
    Ich finde DAS ist ganz ausschlaggebend! Also bezieht Puma wirklich bei der Suche nach einem Zweithund mit ein, gebt nicht zu schnell auf, aber lasst ihr auch Zeit sich daran zu gewöhnen das ein anderer Hund da ist und diese Stressige Situation selbst in den griff kriegen zu können.
    Wobei es allerdings Hund egibt, die möchten das einfach GAR NICHT! Und würden immer mit einer Form von Stress (und sei es Rückzug und Apathie) reagieren... da hilft dann alles nichts.

    Ihr könnt aber auch so versuchen Puma öfter in Kontakt mit Hunden zu bringen, in ganz Positiven Kontakt, der ihr Spass amcht. Vielleicht braucht sie auch einfach NUR ein ruhigeres Exemplar Hund. Also keinen welpen sondern einen Älteren Hund mit dem sie Glücklicher wäre.

    Ggf. würde ich euch anraten einen Experten dazu zu holen der diese Situation ganz genau erfassen kann und euch dabei hilft den richtigen Hund zu finden bzw. euch auch davon abraten kann!

    Ich weiß das so eine Entscheidung ganz ganz schwer ist!
    Ich wünsche euch alles Gute udn ganz viel Kraft!

    Nina

  • Hallo,
    genauso war es bei miener Celine auch- also nicht verzweifeln. ich habs das schonmal wo beschrieben und setz es mal hier rein...

    Wobei es hier eher allgemein um Zweithunde die jünger sind geht...

    https://www.dogforum.de/ftopic49078.html

    Also ich sehe das nicht so als Problem, du schreibst, dass es klappt wenn die Kleine Ruhe gibt- dann sollte es klappen.

    Celine hat relativ lange gebraucht bis sie das erste Mal mit dem Junghund spielte als der dazu kam. Und auch dann erstmal nur draußen- drinnen ist sie unheimlich streng und lässt kein Spiel zu.

    Aber auch das hat sich inzwischen gelegt- ab uns zu animiert sie ihn.

    Deswegen hat er dennoch in der Whg den Ball flach zu halten- sonst knurrt sie auch.

    Ihr müsst eurer Hündin Zeit geben und es dauert auch ein wenig bis der Junghund ihr Knurren "ernst nimmt"- zumindest wenn er zum Spielen aufgelegt ist...

    Das kommt alles...

  • Zitat

    Nur dieses animieren löst bei Puma einfach puren Stress aus...und bei uns natürlich auch.

    Dann würde ich sagen, habt Ihr gute Chancen.

    Sobald Missy anfängt, Puma aufzufordern, wisst Ihr ja, dass sie das nicht mag und Ihr sagt Missy ganz klar "Nein!" und lenkt sie mit einem Spielzeug ab.

    Dann könnte auch Puma feststellen, dass Ihr sie beschützt und sie immer noch die Nr. 1 ist.

    Auf Dauer soll Missy natürlich nicht das Ärgern von Puma mit Aufkmerksamkeit von Euch assoziieren, daher wird sie, wenn sie es gelernt hat, durchaus auch auf ihren Platz geschickt. Und es wird für genügend anderes Hundegetobe im Alltag gesorgt. ;)

  • Hallo Ihr Lieben,

    erst einmal vielen tausend Dank für die aufmunternden Worte.

    Fest steht, dass das bei den beiden definitiv keine Liebe auf den ersten Blick war, aber ihr habt recht, wenn man ihnen etwas mehr Zeit gibt und klare Verhaltensregeln an den Tag legt, könnte das trotzdem klappen.

    Missy ist sehr gelehrig und braucht definitiv bald ein festes zuhause, wo sie sich wohl fühlt. Vielleicht liegt es auch ein bisschen daran, dass sie einfach noch nicht sicher ist, wo sie nun hingehört. Es ist und bleibt schwierig. Nico und ich haben nächste Woche Urlaub - vielleicht der perfekte Zeitpunkt um den beiden mit viel Ruhe klar zu machen, dass es zu zweit doch viel schöner ist allein zu sein ;-)

    Ich halte euch auf dem Laufenden. Falls es noch andere Ideen und Anregungen zu dem Thema gibt, bitte immer her damit.

    Könnte es eventuell auch ruhiger zugehen, wenn man Missy sterilisieren würde? Oder ist es generell schwieriger 2 Mädels zusammenzuführen, als eine gemischte Truppe? Habt ihr da Erfahrungen?

    Meldet euch!

    LG

  • Zitat


    Nico und ich haben nächste Woche Urlaub - vielleicht der perfekte Zeitpunkt um den beiden mit viel Ruhe klar zu machen, dass es zu zweit doch viel schöner ist allein zu sein ;-)

    Ich halte euch auf dem Laufenden. Falls es noch andere Ideen und Anregungen zu dem Thema gibt, bitte immer her damit.

    Könnte es eventuell auch ruhiger zugehen, wenn man Missy sterilisieren würde? Oder ist es generell schwieriger 2 Mädels zusammenzuführen, als eine gemischte Truppe? Habt ihr da Erfahrungen?

    Urlaub ist eine feine Sache- da habt ihr die Zeit die beiden im Auge zu behalten...

    Gegen berichte haben wir natürlich auch nichts- im Gegenteil!

    Sterilisation brächte nichts- außerdem werden Hunde kastriert- das bedeutet die Eierstöcke und die Gebährmutter bzw. Hoden werden komplett entfernt, während bei der sterilisation (wird bei menschl.Männern gemacht) nur die Samenleiter durchgeschnitten werden...

    Eine Kastra wäre auch noch viel zu früh- das Mädchen muss sich ja erstmal zur "Frau" entwickeln.

    Außerdem würde das nicht zwangsläufig eine Wesensveränderung mit sich führen...

    Man kann nicht pauschal sagen ob es einfacher ist Hunde gemischtgeschlechtlich zusammen zu führen, das kommt immer auf die jeweiligen Charaktere an.
    Habt ihr ineurer Althündin einen starken Charakter, welcher bisher auch noch das Alleinige Wohnrecht hatte wäre es ziemlich egal ob da Männlein oder Weiblein dazu kommt.

    Alle Junghunde (zumindest gesunde) haben den drang die Alten zu nerven und anzutesten- geschlechtsunabhängig...

    Also nicht zu viele Sorgen machen.

    Neben eurem "Helfen" wird eure Althündin der Kleinen schon auch deutlich machen wann Feierabend ist...

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