Frage zum Pflegling (E)Nano

  • Zitat

    Habe ihn ja erst seit Sonntag, das darf man nicht vergessen. Habe es erst einmal alles ganz ruhig angehen lassen. Er reagiert sehr unterwürfig auf laute Stimme, deshalb wollte ich ihn zumindest erst einmal halb ankommen lassen und bin Begegnungen so gut es ging aus dem Weg gegangen. Ging halt leider nicht immer.


    Ach so, er ist noch nicht mal eine Woche bei dir, dann ist ja klar das er noch nicht soooo genau weiß was du von ihm erwartest.

    Wenn er auf ein Fein sofort wieder anfängt würde ich das vielleicht einfach rauszögern, bis der andere Hund außerhalb des Reaktionsradius ist.

  • Huhu,

    was sagt denn Dein Gefühl, macht er dass weil er zu denen hinwill (Frust) oder weil er sie sich vom Hals halten will (Angst).

    Ich würde da nämlich leicht differenziert herangehen.

    Was ich aber auf alle Fälle erst mal machen würde:

    - Ein Entspannungssignal einführen.
    - Einige "Werkzeuge" eintrainieren (Fußgehen, Umkehrsignale, Aufmerksamkeit, Reagieren auf seinen Namen, "Sitz" und so was) - also Sachen, die Dir erstmal bei "Managen" einer Situation helfen, und die Dir später bei dem gezielten Training dieser Situationen enorm helfen.
    - ziemlich viel zum Thema "Gegenkonditionierung" und "Desensibilisierung" und "klassische Konditionierung" lesen - das wirst du nämlich brauchen, um Dir Trainingspläne zu entwerfen.

  • Hi Shoppy,

    danke für die Tipps. Ich werde mich jetzt sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigen.

    Habe gestern nämlich den Versuch unternommen und ihn mit aufs Feld rausgenommen (nicht Hundeauslaufgebiet, wollte erst einmal im reizärmeren Umfeld schauen, was passiert). Habe ihn an die Schleppe gemacht und los ging's.

    Die erste Begegnung mit einer Joggerin war ernüchternd. Nano ging wild bellend auf sie zu. Ich nahm ihn zur Seite und hielt ihn fest. Er kläffte und knurrte wild und plötzlich rutschte mir die Schleppe, weil sie nass war, etwas aus der Hand. Der Kleine sofort auf die Wade der Frau zu, ich habe ihn gerade noch rechtzeitig zurückziehen können.

    :schockiert:

    Danach war ich vorsichtig wie ein Schießhund. Dummerweise kam eine Frau mit einem großen Rüden und auch obwohl ich sie warnte, ließ sie den Hund zu mir. Ich ging weiter, Nano war da noch recht ruhig, und dann war der Rüde heran, hörte auch nicht auf sein Frauchen, und Nano schnupperte ihn, der Rüde wandte sich schon wieder von ihm ab, da biss Nano ihn in die Seite.

    Ist aber ein Glück nichts passiert.

    Habe mir die Nacht alles nochmal gut durch den Kopf gehen lassen und bin den Tag heute sehr ruhig und sehr streng angegangen. Enano immer eng bei mir, sobald Fußgänger, Radfahrer oder Jogger in die Nähe kamen und ihn mit Leckerchen vorhalten im Fuß gehalten. Nach gemeisterter Situation gleich das Leckerlie. So sind wir auch an Hunden vorbeigekommen, die etwa 10 Meter entfernt waren. Bin so gut es ging ausgewichen.

    Seine Aufmerksamkeit zu erlangen ist nicht schwer. Ein Kommando werde ich dafür so schnell es geht einüben. Auf jeden Fall.

  • Zitat

    Die erste Begegnung mit einer Joggerin war ernüchternd. Nano ging wild bellend auf sie zu. Ich nahm ihn zur Seite und hielt ihn fest. Er kläffte und knurrte wild und plötzlich rutschte mir die Schleppe, weil sie nass war, etwas aus der Hand. Der Kleine sofort auf die Wade der Frau zu, ich habe ihn gerade noch rechtzeitig zurückziehen können.

    O man...das ist ja kein toller Start.
    Wie wäre es wenn du ihn an einen Maulkorb gewöhnst?
    So bist DU etwas entspannter und weißt, das er im schlimmsten Falle nicht beißen kann. Du könntest unter diesen Bedingungen auch besser mit ihm arbeiten.

  • Ich werde die Situationen jetzt ganz streng kontrollieren, in die ich ihn bringe. Solche Begegnungen mit Joggern und anderen Hunden wird es erst einmal nicht mehr geben. Die Gebiete, in denen ich mit ihm gehe, werden vorerst für mich gut überschaubar und reizarm sein.

    Bin da ja seit gestern dabei. Er läuft jetzt nur noch an einer sehr kurzen Leine, nicht mehr an der Flexi. Ich glaube, die ist 1m lang. So habe ich ihn jederzeit nah bei mir. Situationen mit Joggern habe ich jetzt ein paar mal provoziert und seine Aufmerksamkeit auf mich gelenkt. Hat gut geklappt, "wir" sind nicht kläffend an den Joggern vorbeigekommen.

    Hundebegegnungen gehe ich noch aus dem Weg. Hatten vorhin unfreiwillig eine schwierige Situation, in der ein anderer Rüde frontal auf uns zu lief, etwa in 20 m Entfernung, da wurde Nano schon nervös. Hab das aber auch geschafft.
    Die nächste Situation war ein Hund, der auf dem Grünstreifen vor unserem Hauseingang saß und zu bellen anfing, als ein Bus ankam. War knapp, aber auch da habe ich Nano still halten können.

    Schauen wir mal.

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