Beim spielen mit einem Hund geht er plötzlich ins Unterholz.

  • Also wegen dem Stress war es bei Chad so, dass er es immer gemacht hat, wenn zu viele Hunde auf einem Haufen waren, bzw. wenn ein Hund ihm zu aufdringlich wurde.

    Heute vermeide ich solche Situationen (bzw. nur kurz stehen bleiben, die Hunde Hallo sagen lassen, aber dann getrennte Wege gehen, wenn ich merke Chad wird irgendwie "fahrig") und achte genau darauf, wie er sich verhält.
    Er hat dann immer so einen "Blick" bekommen, sich von den anderen Hunden abgewendet und Richtung Unterholz gestarrt. Dann hab ich ihn rangerufen und bin weitergegangen (also aus der Situation raus)

    Mittlerweile weiß er allerdings das es Ärger gibt wenn er ins Unterholz zischen will, auch wenn es als "Stressabbau" gedacht ist. Die Situationen beobachte ich immer noch genau, aber trotzdem denke ich das er auch mit kurzweiligem Stress umgehen muss und nicht immer abhauen kann.

    Das hab ich dann mit Schlepp und dem Kommando "Raus da" gut hinbekommen.

    Allerdings waren solche Sachen vor allem mit den vielen Hunden in Verbindung zu bringen. Wenn du allerdings schreibst, dass er es auch sonst macht kann es natürlich doch jagen sein, vielleicht machst du aber auch zu viel mit ihm und er wird überfordert?

    Man denkt ja schnell bei einem jagdlich ambitionierten Hund das man ihn immer beschäftigen muss damit er ausgelastet wird, häufig führt aber gerade das zu Stress und er möchte einer Dauerbespaßung entgehen indem er abzischt und den Stress "wegrennt". Könnte das sein? Oder denkst du daran liegt es nicht? Vielleicht beschreibst du mal einen typischen Spaziergang.

    Ansonsten finde ich als Auslastung das Reizangeltraining ganz toll. Vor allem um Impulskontrolle zu üben: http://dogranch.homepage.t-online.de/Reizangel.htm

  • Mark,

    puhhh, da habt ihr ja schon eine Menge versucht - klingt nach dem "komplizierten" Fall. Außer Handfütterung hätte ich jetzt auch nichts mehr gewusst, aber 2,5 Tage ohne Futteraufnahme ist ja schon echt hartnäckig. Ich hätte bestimmt schon nach 2 Tagen aufgegeben (bin leider nicht so hyper konsequent :ops: )

    Da ich Anfänger bin, habe ich jetzt keine Ideen mehr. Aber die Profis hier haben bestimmt noch einen Tipp.

    Euch wünsche ich weiterhin viel Geduld.

    LG
    Astrid mit Lobo

  • Genau das ist unser Problem. Mickie ist sehr spezifisch. Dazu kommt, dass er erst im Alter von 5 Monaten zu uns kam. Alles was davor geschehen ist, ist ungewiss. Aufgewachsen ist er auf Kreta. Wie lange davon auf der Strasse und wie lange in der Auffangstation ist nicht bekannt. Auch die Trainerin in der HuSchu bestätigt, dass er sehr gut sozialisiert ist.

    Die Kombinationen der Ereignisse machen es uns nicht leicht. Zu Beginn dachte ich das es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir die Art und Weise herausgefunden haben, um uns interessanter zu machen. Seit gut 6 Monaten schaue ich immer wieder hier vorbei und nehme viele Beiträge als Anregung, speziell Themen, die unseren Schwierigkeiten nahe kommen. Leider bisher ohne Erfolg.

    Gerne beschreibe ich mal einen normalen Tag (Wochentag). Ich bin selbständig und habe mein Büro im Haus. Mickie schläft in seiner Schlafkiste links neben dem Ehebett. Unsere Katze Baghira rechts neben dem Ehebett. Meine Frau steht gegen 5:30 Uhr auf. Mickie folgt Ihr meist und verbringt die ersten Stunden mit Schlafen und Dösen. Ich stehe gegen 07:00 Uhr auf und erledige zuerst meine Morgentoilette. Gegen 08:15 Uhr packe ich Mickie ins Auto und wir fahren dorthin, wo wir spazieren wollen. Der Ort variiert jeden Tag. Gegen 09:30 - 09:45 sind wir wieder zurück. Anschließend genießt er und ich es, wenn ich ihm mit einem Handtuch die hinteren Schenkel und trocken rubble und ihn etwas massiere. Das mache ich auch mit den vorderen Pfoten. Ich biete ihm dabei meinen Arm an und so pflegen wir uns meist Gegenseitig ;)

    Im Anschluss mache ich mein Frühstück und gehe ins Büro. Meistens folgt mir Mickie und liegt auf dem Boden auf seiner Decke. Hin und wieder wandert er in den Wintergarten. Zwischen 11:00 und 13:00 Uhr mache ich ihm einen Kong mit seinem Futter und anderen Leckerreien. Um 13:10 kommt mein Sohn aus der Schule. Nach unserem Mittagessen geht er ca. 45 - 60 Minuten mit Mickie an der normaler Leine spazieren. Ist es zu warm spielt er einfach im Garten mit ihm Ball werfen, mit dem Wasserschlauch etc.
    Anschließend vermacht sich Mickie wieder selbst. Im Regelfall, d.h. wenn ich es beruflich schaffe, höre ich gegen 17:00 Uhr auf zu arbeiten und gehe mit Mickie in den Garten. Hier üben wir dann das Apportieren, Clickern manchmal und spielen einfach mit Bällen oder anderem. Auch Zerrspiele mache ich mit ihm. Auf das Kommando "Aus" reagiert er gut. Meine Frau kommt gegen 18:45 Uhr nach Hause, je nachdem etwas sie noch erledigen muss geht sie mit Mickie zwischen 18:00 und 19:00 Uhr nochmals eine gute Stunde spazieren. gegen 20:15 Uhr bekommt Mickie eines seiner Lieblinksknabereien, das sind meist Carnikaus oder auch große Rinderhautknochen, die ich 5 mal mittig durchbohre und Leberwurst hinein drücke ;).

    So ab 22:30 Uhr gehen wir halt zu Bett.


    Der Spaziergang an sich laüft so ab:
    Seit gut 6 - 7 Monaten läuft er nur an der Schleppe, eine kurze Trainingsleine habe immer dabei, da auf diese Weise das Begrüßen von anderen Hunden leichter fällt, bzw. ein Dauerknoten in den Leinen nicht so schnell passiert. Zu Beginn des Spaziergangs schnüffelt Mickie mal rechts mal links, bleibt mal zurück und Mal läuft er vor. Dauert es mir zu lange sage ich "weiter" oder auch "komm weiter". Im regelfall klappt dies. Bleibt er dennoch stehen, gehe ich weiter. Sobald er dies merkt bzw. die Leine spürt geht er weiter. Wie gesagt im Regelfall kommt er von selbst. Geht er zu weit nach vorne und bringt Spannung in die Leine sage ich ihm das Kommando "Warte". Darauf hört er gut und wartet bis ich bei ihm bin. Mit "Weiter" löse ich das Kommando auf. Hin und wieder rufe ich ihn zu mir. Klappt dies direkt und unmittelbar wird er gelobt und bekommt ein Leckerlie (Käse, Fleischwurst, abgekochtes Hühnchenfleisch etc.). Wenn wir in an Stellen vorbei kommen wo häufig Kaninchen sind schaltet er meist in eine Art Habacht-Modus und bleibt meist nahe bei mir. Wenn er ein Kaninchen auf dem Weg erspät und vor mir geht sage ich direkt "Sitz". Zumeist "knallt" er den Hintern auf den Boden und wartet wieder bis ich bei ihm bin. Das Kaninchen bleibt dabei von ihm fixiert. Wenn ich bei ihm bin löse ich das Kommando mit "Weiter" auf. Entfernt er sich wieder zu weit folgt wieder ein Warte. So geht dies bis auf eine gewisse Distanz, da lasse ich ihn dann sitzen, bis das Kaninchen verschwindet. Anschliessend gehen wir zur Stelle, wo das Karnickel gesessen hat und er darf etwas schnuppern. Dies ist so eine Art Standard Spaziergang.

    Darüber hinaus gibt es manchmal Abwechslungen. Hier gehe ich mit ihm ins Unterholz und spreche von Beginn an sehr leise fast schön flüsternd. Es ist als schaltet er dann in den Jagdmodus, seine Erregung steigt merklich. Er reagiert jedoch sehr gut und führt die Kommandos "Sitz, Down=Platz, Bleib und Warte" gut aus. Das Weitergehen ist Belohnung genug. Am Anfang hat er mir sogar Fleischwurst wieder ausgespuckt, da er in dieser Situation nur mit dem "Jagen" beschäftigt ist.

    Treffen wir andere HH wird ja nach Gusto geschnuppert, gespielt oder auch einfach nur weiter gegangen.

    Hin und wieder gehe ich mit ihm auf einen Bolzplatz hier in der Nähe und übe das Apportieren bzw. lege iihn ab und rufe ihn dann.

    ich weiß, langer Text, jetzt bin ich vollkommen Gläsern für Euch.....

    Gruß

    Mark

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