Muss ich mir sorgen machen (Borreliose ?)

  • Hallo Leute,

    ich habe bei meinem Gismo eine Zecke gefunden,
    die Zecke war tot hatte aber schon etwas gesaugt und die Stelle um die Zecke (etwa 2 € - Stück groß) ist rot, sieht aus wie ein Knutschfleck !!!

    Ich habe immer Gedacht na ja wenn meine Jungs mal einen Ring
    um den Zeckenbiss haben sehe ich das bei dem Fell sowieso nicht
    und jetzt das.

    Muss ich damit zum TA (mein TA hat morgen früh Sprechstunde) ??

    Jetzt fresst mich bitte nicht, ich finde die vielen Fragen muss ich zum TA echt furchtbar.
    Ich bin Dauergast beim TA (mein Mann behauptet wir Finanzieren die Praxis)
    mir ist es so langsam peinlich dort ständig wieder aufzutauchen
    erst letzte Woche hatte Quest so furchtbar Durchfall das er eine Infusion brauchte
    und Gismo ist schon zeit 4 Jahren ständig dort (Cauda Equina, Herzprobleme).

    Was habt ihr damit für Erfahrungen ?

    Christine

  • Hallo,
    ich würde die Stelle zuerst einmal desinfizieren, mit entsprechendem Spray oder Betaisodona-Salbe oder, wenn Du hast oder noch in der Apotheke besorgen kannst, Tyrosur-Gel (bei entzündeten oder entzündungsgefährdeten Wunden).
    Und dann würde ich abwarten, wie es morgen aussieht. Ist es dann noch auffällig, würde ich sicherheitshalber beim TA vorbeischauen. Ansonsten würde ich ihn auf jeden Fall eben anrufen und mir seine Meinung dazu anhören. Einen Borreliose-Test kann man, glaube ich, erst nach einer gewissen Zeit machen lassen...?
    Ich verstehe Dich schon, ich renne auch lieber zu oft als zu wenig hin und finanziere seit Monaten auch Tierklinik und TA-Praxis mit...
    LG Petra

  • Lass die Stelle lieber sauber, damit sich das optische Bild bis morgen nicht verändert und lass den TA wegen einer Wanderröte drauf gucken.

    Zitat

    Es werden gerade in der Frühphase viele Borreliose-Fälle übersehen, da innerhalb der ersten Wochen noch keine messbaren Antikörperspiegel gegen Borrelienantigene gebildet werden (sogenannte diagnostische Lücke = Zeitpunkt von der Infektion bis zur ersten Antikörperproduktion). Daher sollte in Frühstadien nicht das Ergebnis einer Blutuntersuchung abgewartet werden, sondern unverzüglich bei entsprechendem klinischen Verdacht antibiotisch therapiert werden, da bei frühzeitiger Behandlung die Heilungschancen am größten sind. Eine sogenannte Wanderröte ([wiki]Erythema_chronicum_migrans[/wiki]) muss sofort behandelt werden.


    Gruß
    Herbert

  • Ich würd vielleicht die Stelle, wenn Fellwuchs und Hund es zulassen irgendwie markieren, damit man sehen kann, ob es wandert oder einem das womöglich vor lauter Sorge nur so vorkommt? (Hatte den Fall bis jetzt ja noch nicht, aber ist mir mal so spontan eingefallen, weil ich's bei mir selbst wohl auch machen würde)

    LG Mimi

  • Erstmal Danke für Eure Antworten,

    die Rötung ist etwas zurück gegangen, aber die Stelle ist jetzt
    ziemlich Angeschwollen, ich schau mir die Stelle morgen früh
    an und entscheide dann was ich mache.

    Evtl. telefoniere ich erstmal mit dem TA ob ich vorbeikommen soll,
    dann werde ich wahrscheinlich stundenlang dort rumsitzen
    aber da muss ich dann halt durch (wenn man Samstag's nicht
    mindestens eine halbe Stunde vor Beginn der Sprechstunde dort
    ist, dauert es meist länger)

    Christine

  • Ich musste mir beim TA schon sagen lassen,das Charly der bestuntersuchteste Hund der Praxis ist, und das ich mir zu viel Sorgen mache. Noch so ein Spruch,und ich bin weg. Ich habe mich nur einmal getäuscht,als kastrierter Charly tropfte,dachte,es wäre ein harnwegsinfekt. dabei war wohl ne läufige Hündin in der Nähe. jaja man lernt.
    Charly hatte jetzt auch Zeckenbisse,einer gerötet. ich werde in ein paar Wochen einen Test machen lassen,denke,vorher kann man das noch nicht feststellen.
    Weiss denn jemand, beim Menschen treten doch nach Infektion erstmal Fieber und Grippebeschwerden auf,ist das bei Tieren genauso?

  • Weniger Grippesymptome aber durchaus Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber und dann Gelenksentzündungen
    (meist sind verschiedene Gelenke abwechselnd betroffen) an den Vorder- und Hinterbeinen.
    Lahmen nach dem Aufstehen ist auch ein Warnzeichen.

    Zitat

    Die Lyme-Borreliose entwickelt sich bei Mensch und Tier meist schleichend: Am Beginn steht häufig die "Wanderröte" (Erythema chronicum migrans oder einfach nur Erythema migrans), eine sich um die Bissstelle vergrößernde Rötung der Haut, die allerdings beim Hund nur in Ausnahmefällen zu sehen ist. Von hier aus kann sich der Erreger ausbreiten, wobei es zu Gelenkbeschwerden, Schmerzen in Muskulatur, Sehnen und Knochen kommen kann. Spätere Stadien sind durch neurologische Störungen wie Hirn- und Hirnhautentzündung, Lähmungen sowie dem Befall innerer Organe (insbesondere Herz) gekennzeichnet; neurologische Komplikationen sowie eine Beteiligung des Herzens sind - anders als beim Menschen - beim Hund aber selten. Bei Tier und Mensch dominieren im Spätstadium oft die Gelenkbeschwerden, wobei die Bakterien dann meist in der Gelenkflüssigkeit (Synovia) nachgewiesen werden können.


    Quelle:http://www.kynologische-arbeitsgemeinschaft.de/s_impfungen.html#punkt2

    Halte Euch allen die Daumen, das es keine Borrelioseinfektion ist!

    LG

  • So, ich hab mit meinem TA telefoniert,
    er meint das kann auch einfach nur eine etwas heftigere
    Reaktion auf die Zecke sein.
    Bei Hunde Behandelt man Borreliose normalerweise nicht einfach
    auf verdacht, so wie beim Mensch.

    Ich soll die ganze Sache auf sich beruhen lassen
    und erstmal nicht's machen.

    LG Christine

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