Was sollen wir nur tun???
-
-
Mein letzter Hund,
Flax, Colli-Schäferhund-Mix hatte auch eine Autoimmunerkrankung.
Myositis eosinophilica, an und für sich eine Enddiagnose. Er hatte sie aber nun schon mit 3 Jahren und da haben wir nach Diagnosekontrolle in einer Tierklinik und Absprache mit seiner "Haus- und Hoftierärztin" eine hochdosierte Cortisontherapie durchgeführt.Wenn wir es nicht gemacht hätten wäre seine Lebenserwartung unter ein Jahr geschrumpft.
Ich hab ihm das Zeug selber gespritzt um seinen Magen und Verdauungstrakt nicht auch noch zu ruinieren. Es war grauenhaft, ohne den glücklichen Umstand dass wir einen Garten hatten und die Tür Tag und Nacht auf sein konnte hätten wir es auch nicht geschafft. Trinken, sich rausschleppen und pinkeln oder Durchfall, oder Nacht und Tag draußen liegen. Obwohl er wirklich total fertig war in der Zeit hat er kein einziges mal in die Wohnung gemacht.
Sehr oft hab ich bei ihm geschlafen, gefüttert und stundenlang gestreichelt. Es waren für uns alle harte Tage.
Dann mussten wir absetzen oder er wäre an der Cortisongabe gestorben. Ganz langsam aus geschlichen und er wurde wieder. Langsam, langsam wurde er wieder gesund, die Krankheit war überstanden. Etwas später fielen ihm noch alle Oberhaare aus, wahrscheinlich als Folge des Cortisons aber dann war er wieder der Alte. Hat es dann noch bis zum Alter von 12 und ein paar kleine gebracht.Ich wünsch euch Gesundheit ohne Ende und wir drücken alle Daumen...
Gruß
Herbert :kaffee2: & Bellini
& Flax - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Was sollen wir nur tun???*
Dort wird jeder fündig!-
-
Zitat
Ich werde auch mal mit dem Spezialisten in Würzburg Kontakt aufnehmen, leider ist das ja doch sehr weit von meinem Wohnort entfernt, also werde ich mal gucken müssen wie ich das gegebenefalls mache!
Liebe Grüße, Silhen
Ich weiß nicht wie weit Würzburg von euch weg ist, von mir aus waren es 200km, aber direkt neben dem TA ist ein kleines ehemaliges Industriegebiet mit einem Burger King und daneben so eine Art Billigmotel. Hier bezahlt man mit Kreditkarte oder so ähnlich und bekommt ein Zimmer. Weiß jetzt nicht wie das heißt, aber zumindest hättet ihr die Möglichkeit einer günstigen Übernachtung.
Ich bin damals um 13 Uhr dort angekommen und abends war ich um 19 Uhr mit dem operierten Hund wieder daheim. Ich weiß das noch, weil mein Mann da Geburtstag hatte.
Lasst auf alle Fälle mal nach Zeckenkrankheiten untersuchen. Der Hund von Freunde von uns hat auch gelahmt. Jetzt kam Polyarthritis (Rheuma)raus. Also, die Möglichkeiten sind vielfälltig. Von einer Klinik sollte man schon erwarten, dass die die Diagnose besser stellen können.
LG Schopenhauer
-
Hallo!
Mal wieder vielen Dank für die vielen Beiträge!
Also es war ja so... Wir hatten ja mit Bronco bereits einen OP Termin für seine Cauda Sache. Das war letzten Dienstag. Und wir waren auch erst fest entschlossen da hinzugehen, nur dann meinten eben die Ärzte, sie vermuten auf diese Autoimmunkrankheit noch zusätzlich und wenn wir ihn dann operieren lassen würden, würde er sich danach eventuell nicht mehr erholen und könne nicht mehr aufstehen. Einschläfern wäre dann das einzigste, was wir noch tun könnten. Da man ja aber diese Autoimmunsache nicht nachweisen kann und es NUR eine Vermutung ist, ist es ein Ratespiel. Die Cauda ginge bei ihm zu operieren, riskiert man es oder nicht? :kopfwand:
Deswegen habe ich auch am Anfang des Themas nach Alternativen zur OP gefragt. Wenn wir die umgehen könnten, dann würden wir ihm im Falle des Falles nicht schaden, wenn er denn die degenerative Myelopathie wirklich hat.
Nach euren ganzen Beiträgen habe ich mir jetzt erst mal folgendes Überlegt:
Ich werde Bronco jetzt erst mal noch auf Zeckenkrankheiten untersuchen lassen. Wo ich gerade dabei bin... Kann man das denn bei jedem Arzt untersuchen lassen oder gibt’s da Spezialisten für oder Ärzte, die sich besonders gut damit auskennen? Vielleicht hat ja, wenn dem so ist, einer einen Tipp für mich zu welchem Arzt ich gehen könnte? Ich wohne in der Nähe von Braunschweig, also Celle, Hannover, Gifhorn, Peine... So um den Dreh wäre ein Arzt dann nicht schlecht...
Wenn diese Untersuchung nichts ergibt, werde ich weiter den Arzt in Berlin kontaktieren wegen der Goldakupunktur. Ist das eigentlich eine reine Schmerztherapie oder tut die Goldakupunktur noch mehr?
Und als letzte Möglichkeit werde ich mich dann gegebenenfalls nach Würzburg orientieren, das liegt 400 km von mir weg. Ist nicht gerade ein Katzensprung, aber ich will ja wirklich alles in meiner Macht stehende tun, um Bronco noch eine Weile behalten zu können. So wie er im Moment rumläuft ist es auch kein Zustand. Er macht sich die Pfoten total kaputt, wir verbinden ihm die immer und haben schon Schuhe gekauft, aber das hält alles nicht lange... Dann vielleicht lieber doch die OP riskieren und im schlimmsten Fall ein würdiges Ende setzen...
Ich will das Schlimmste aber nicht hoffen, noch haben wir ja nicht aufgegeben...
Danke in jedem Fall für eure tolle Mithilfe!!Bellini: Wow, ihr habt die Krankheit wirklich in den Griff bekommen? Uns sagte man, Chancen=0... in welcher Klinik ward ihr denn? Auch wenn das ja ziemlich hart klingt, aber wenn’s am Ende den Erfolg hätte...
-
Also, ich schreib mal immer ehrlich bleiben. Ich, ich schreib mal auf was mir so durch den Kopf geht..
Ich hab mich am Wort Autoimmunerkrankung fest gebissen und die Lebensgeschichte von Flax geschrieben. Einen Erfolg mit dem wir damals alle nicht gerechnet hatten. Die eigentliche Diagnose, Behandlung und Behandlungsbetreuung hat unsere TÄ durchgeführt. Der Besuch in der Klinik am Kaiserberg in Duisburg war nur zur Überprüfung der Erstdiagnose.
Gestern hab ich mir die medizinischen Wälzer rausgesucht und mal "unser" beiden Krankheiten der Obergruppe Autoimmunkrankheiten verglichen. Da muss ich nun leider sagen dass Bronco die bösere Variante eingefangen hat, wenn denn die Diagnose stimmt.
Du hast geschrieben er bekommt Medikamente welche denn eigentlich?Ich an eurer Stelle würde jetzt folgendermaßen vorgehen:
Abklärung einer Lyme Borreliose, die dummerweise auch ähnliche Beschwerdebilder im Spätstadium erzeugen kann. Ist ein Bluttest, müsste die jeder TA machen können und in ein Labor schicken.
Du hast geschrieben dass ein MRC gemacht wurde, ist das einem MRT vergleichbar, denn damit soll man doch die Diagnose Myelopathie sichern können. Können die vielleicht noch eine Rückenmarkspunktion machen?
Wenn die Untersuchungen negativ wären würde ich die diagnostizierte Cauda Equina operieren lassen, da sonst immer mehr Nervbahnen eingeklemmt oder abgeklemmt werden und Bronco wirklich dann nicht mehr laufen kann. Eine Goldakupunktur kann meines Wissens das Fortschreiten einer Cauda Equina nicht stoppen, sondern nur die Beschwerden lindern.Ihr solltet nach bestem Wissen und Gewissen handeln und das kann man immer nur so wie man gerade weiß, nicht wie man später nach den Entscheidungen weiß. Die oberste Priorität für mich war immer die Lebensqualität und als Flax im Alter nicht mehr konnte zeigte er mir deutlich dass die nicht mehr vorhanden war.
Egal welche Entscheidungen ihr auch immer trefft, das Leben ist halt so eingestellt dass Hunde uns im Normalen nicht überleben. Ich finde es so besser, da wir Menschen dank unserer Entwicklung mit Trennungssituationen anders umgehen können. Diese schrecklichen Situationen wenn ein Hund den Menschen überlebt nagen auch immer an meinem Gefühlsleben.
Wir drücken für alles was ihr braucht Daumen und Pfötchen
Herbert & Bellini & Flax
-
Hallo,
du kannst alle Zeckenkrankheiten per Blutabnahme an sich bei allen TAs untersuchen lassen. Das Blut wird in einem Labor untersucht.
Mein Hund hatte als Welpe starke Knochenschmerzen, die als Wachstumsstörungen behandelt wurden. Als die Cauda auftrat ließ ich auch nach Zeckenkrankheiten untersuchen. Das Blut zeigte uns, dass sie damals Anaplasmose durchgestanden hat ( http://www.rundum-hund.de/files/ehrlichose_rh.pdf ) , die man aber heute nicht mehr behandeln müsse. Borreliose und anderes kam zum Glück nicht bei raus.
Grüße Schopenhauer
-
-
Hallo!
Sorry für die späte Antwort, mein Internet hat gestreickt! :motz:
Also... Um noch mal auf die Untersuchung zurückzukommen mit dem MRC. Ja, das ist vergleichbar mit einem MRT... Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht genau, wo da noch der Unterschied liegt. Bei Bronco wurde auch Rückenmarkswasser punktiert, aber dadurch, so sagte man uns, könne man die DM nicht feststellen. Auch sonst nicht. Ist wirklich nur zu vermuten.
Ich habe mal in der Praxis beim Dr. Rosin angerufen, wegen der Goldakupunktur und da sagte man mir erst mal, dass die Symptome die Bronco hat, sehr wohl für Cauda Equina sprechen und gar nicht DM sein müssen. Jüngeren Hunden rät man eher zu einer OP und da Bronco dazu zählt, streben wir die nun also doch an, was immer danach passiert...
Die Zeckenkrankheiten schließen sich wohl doch aus, weil ich gesehen habe, dass die seine Gehirnfunktionen überprüft haben und bei Borreliose hätten sie wohl doch irgendwas dabei gefunden...
Also OP, nachdem sich Dr, Rosin mal unsere Untersuchungsunterlagen angesehen hat und seine endgültige Meinung dazu abgegeben hat. Kennt denn wer einen guten Tierarzt oder eine gute Tierklinik im Umkreis Hannover, die so eine Cauda Equina OP machen würde, außer die Tierärztliche Hochschule Hannover? Da wollen wir nicht mehr so gerne hin, weil die auch nach der Op so eigenartige Vorschriften haben. Wir müssten Bronco dann einige Tage da lassen und dürften ihn nicht mal besuchen und so... :|
Ansonsten müssen wir wohl doch Würzburg anstreben...Liebe Grüße, Silhen
-
Hab hier auch noch einen sehr interessanten Link entdeckt, guckt mal.
Cauda Equina oder degenerative Myelopathie
Gruß
Herbert -
Warum schließt ihr Zeckenkrankheiten aus? Es gibt doch noch mehr als Borreliose. Und das prüft man eh übers Blut. Hirnsachen, das ist bei Zecken FSME. Das ist ein großer Unterschied. Ich würde es machen lassen. Wenn ihr einen neuen Arzt habt, würde ich es jedenfalls ansprechen, dass danach noch keiner gesucht hat.
Grüßle Schopenhauer
-
Hallo, liebe Hundefreunde!
Ich dachte, nach euren vielen Antworten und Bemühungen, möchtet ihr nun vielleicht auch unsere neuesten Erkenntnisse von Bronco hören!
Durch den Link von Bellini bin ich über drei Ecken auf die Homepage vor tierärztlichen Klinik in Hamburg gestoßen und habe mich dort mal mit Herrn Doktor Schrader in Verbindung gesetzt. Ich habe ihm die Unterlagen und Röntgenbilder geschickt, die in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover gemacht worden sind und habe kurz darauf eine doch sehr positive Rückmeldung bekommen! Zum einen, hat Herr Doktor Schrader bereits sofort auf den Röntgenbildern gesehen, das Bronco bereits eine fortgeschrittenes Problem mit der Cauda Equina hat. Das wurde in Hannover nicht gesehen, deswegen haben wir bei Bronco ja für teures Geld noch den MRT machen lassen. Und weiterhin sagte man uns in Hamburg, dass durch ein Kontrastmittel-Röntgen durchaus gesehen werden kann, ob der Hund eventuell eine degenerative Myelopathie hat oder nicht, weil sich das Kontrastmittel dann wohl anders ansammelt. Also sind wir gestern mit Bronco nach Hamburg gefahren und haben das machen lassen. Und zu unserer großen Freude, hat Herr Doktor Schrader KEINE degenerative Myelophatie festgestellt!! Er riet zur sofortigen OP der Cauda, weil Broncos Nerven bereits recht stark abgeklemmt waren und auch eine Goldakupunktur, könne da wohl nur wenig helfen. Also haben wir dann eingewilligt, denn nun war ja die Gefahr, dass er nach einer solchen OP aufgrund der DM nicht mehr auf die Beine kommt (wie man uns in Hannover sagte) ausgeschlossen. Bronco wurde sofort operiert. Außerdem stellte man in Hamburg noch ein paar kleinere Probleme an einigen Bandscheiben von Bronco fest (auch das wurde in Hannover gar nicht festgestellt). Hier hat uns Herr Doktor Schrader eine Therapie vorgeschlagen, wo Kochsalz in die Wirbelsäule gespritzt wird, denn so könne man dem Hund weitere OPs ersparen. Weiterhin wurde die Cauda Equina in Hamburg viel schonender operiert, als es in Hannover der Fall gewesen wäre und wo doch das Risko, das etwas während oder nach der OP passiert sehr groß gewesen wäre. Wir durften Bronco am Abend noch wieder mitnehmen. In der Nacht war er noch sehr benommen von der Narkose und natürlich machten wir uns deswegen auch Sorgen, als sich dies bis in die Morgenstunden hineinzog. Aber am Vormittag dann versuchte er bereits aufzustehen und läuft jetzt bereits schon wieder durchs Haus, wenn auch noch wankend und unsicher. Aber wir sind jetzt sehr zuversichtlich, dass er sich heute noch weiter gut erholen wird und auch in Zukunft wieder gut läuft!! :^^:
Jetzt im Nachhinein bin ich überglücklich, dass wir das mit Hamburg gemacht haben, denn jetzt hat Bronco wirklich gute Chancen wieder richtig auf die Beine zu kommen. Wenns nach der Tierklinik in Hannover gegangen wäre, hätten wir ihn praktisch einschläfern können. Gott sei Dank, habe ich mir durch eure Hilfe noch eine zweite Meinung eingeholt!!
Ich hoffe jetzt, dass die Narbe gut verheielt und alles wieter positiv vorangeht, bis jetzt sieht es jedenfalls ganz danach aus!
Liebe Grüße von Bronco und mir!

-
Schön zu hören, solche Beiträge lese ich am liebsten

Berichte doch bitte weiter, wie er sich erholt, wir drücken weiter die Daumen!!! :2thumbs:
Liebe Grüße
Marina mit Joyce und Snoop - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!