Hausstaubmilben-,Futtermilben- und Heuallergie

  • Nun wurde festgestellt das mein Hundi oben genannte Allergien hat.
    Mein Problem ist jetzt der Sinn einer Hyposensibilisierung. Meine TA rät mir dazu, ich müsste mich aber bis morgen früh 7:00 entscheiden, da das Labor das Blut sonst wegwirft.

    Was gibt es für Pro und Contras dazu?

    Ist es sinnvoll oder reicht es wenn ich putze wie eine Wahnsinnige und sonst alles tue um die "Allergene" fern zu halten?

    Er hat momentan rote Augen(jucken wohl auch), schuppt ein wenig und kratzt sich oft, aber nicht blutig.

    Was habt ihr so für Erfahrungen mit allergischen Hunden?

  • Zumindestes bei Menschen hilft Hyposensibilisierung viel.
    bzw. bei mir hat es super geholfen :)

    Man kann den Allergenen nicht 100%ig "aus dem Weg" gehen und vermeiden... immer diese Beeinträchtigungen...
    Bei Deinem Hund kann kann man jeden Tag saugen und saugen, wirbelst dabei die Luft noch mehr auf. Futtermilben... man sieht sie nicht immer... Heu... gibt es in der Natur...

    Wenn Dein Hundi sich so richtig abquält ***rotebrennendjuckendeAugenundam Körpertagundnachtkratzend***, kann es seine Gesundheit, wenn nicht Lebensqualität ruinieren...
    möchte bestimmt auch mal durch Wiesen rennen...

    Mal sehen, was die anderen Foris schreiben :roll:

  • Richtig ja, er soll alles bekommen was er brauch!

    Aber die TA sagte das es auch nur zu ca 60% anschlägt.
    Er juckt sich nicht dusselig, kratzt sich nichts auf und scheint relativ unbeeindruckt zu sein. Das jetzt SO spontan entscheiden zu müssen überfordert mich ein wenig, so müsste ich ihm aber nicht nocheinmal Blutabnehmen zu lassen.
    Wenn ich später entscheide das ich es machen lassen, muss eben nochmal Blut her. Ich mache mir vermutlich zuviel Streß damit, hab das ganze aber leider auch erst eben erfahren und soll mich nun bis morgen entscheiden.

  • Zitat

    Zumindestes bei Menschen hilft Hyposensibilisierung viel.

    meine schwägerin hat sich jahrelang zu den terminen gequält und die hyposensibilisierung war total für die füße... :ka:

    wir hatten die option bei jana auch (sie war gegen futtermilben allergisch), haben uns aber dagegen entschieden. und wenn ich jetzt lese, dass die erfolgsquote bei 60% liegt, wars wohl auch richtig...

    gegen futtermilben kommst du leicht an - wenn du roh oder nafu gibts, sind sie eh kein faktor, trofu kann man einfach einfrieren und vor der fütterung mit etwas heißem wasser übergießen. am besten friert man den kompletten sack gleich nach dem kauf ein, dann sterben alle vorhandenen lästlinge ab.

    zur heuallergie: wie oft kommt er denn tatsächlich mit heu in kontakt - ist ja kein pferd ;)

    Zitat

    Für eine solche Diagnose würde ich einen Haut-Provokationstest machen lassen. Heuallergie.... wahrscheinlich irgend eine Gräsersorte aber nicht Heu.

    vielleicht reagiert er nur auf den staub? kenn ich von pferden.


    die hausstaubmilben stellen wohl das größte problem dar... da hilft nur hundebetten wöchentlich kochen und oft saugen bzw. wischen :ka:

  • also je nachdem wie schwer die symptome bei deiner nase sind udn wie teuer eine solche hyposensibilisierung ist, würde ich es vllt doch versuchen, auch wenn die chancen bei nur 60% liegen.
    fairophelia hat recht, was das bannen der futtermilben betrifft.
    bei den beiden anderen allergien sehe ich das etwas problematischer... ich habe leider selbst eine hausstaubmilbenallergie, die sich die letzten jahre aber gott sei dank ziemlich ausgewachsen hat. will man diese viecher halbwegs aus dem haus bekommen, hat man echt allerhand vor sich: alles was polster, decke oder textil heißt, stellt den lebensraum für die mistdinger dar. was in die gefriertruhe oder in den backofen passt, bekommt man mithilfe von kälte bzw. hitze milbenfrei. das muss allerdings mehrmals im jahr wiederholt werden. schwieriger ist bei betten, sofas, teppichen,... eine lösung wäre dann vielleicht, darauf zu achten, dass der hund mit diesen dingen nicht mehr so arg in berührung kommt.
    auch die heuallergie wird wohl einschränkungen zur folge haben: ist es denn ein heuschnupfen, also eine allergie gegen verschiedene arten von pollen, oder eine allergie direkt gegen heu, z.b. gegen die darin enthaltenen schimmelsporen? im sommer werden die gassi-gänge vielleicht anders "geplant" werden müssen. weiß nicht, wie ihr wohnt, aber wir kommen auf unseren spaziergängen fast immer an wiesen vorbei, die im sommer gemäht werden und auf denen das gras / heu dann zum trocknen liegen bleibt...
    dass dein TA dich so festnagelt finde ich übrigens nicht so toll... das ist schließlich eine entscheidung, die gut durchdacht sein sollte. zur not muss eben noch einmal blut abgenommen werden, das wäre doch auch nicht soooo dramatisch...

  • Ersteinmal Danke für die Antworten!
    Mittlerweile hats sich auch etwas gesetzt.
    Meine TA hat mich nicht festgenagelt *g* sie hatte eben gesagt, dass wir sonst nochmal Blutabnehmen müssen, ist ja auch nicht sooo dramatisch.

    Ich bekomme die Labor bewertung zugeschickt, da kann ich nochmal genauer nachschauen, aber ICH bin der Meinung das es die Schimmelsporen im Heu sind. Da das Gebiet(beim Screening) Schimmel angeschlagen hat, nicht das der Gräser. Muss aber nochmal die Laborwerte durchschauen wenn ich sie habe.

    Futtermilben, naja wir Barfen eh. Fallen eben Trockenleckerlies weg. Aber das wird er überleben.

    Ich hab mich jetzt erstmal den Impfstoff bestellt. In ca 3 Wochen wird er da sein. Kennt jemand Nebenwirkungen bei soetwas? Muss ich was beachten?

    Morgen wird ein Großputzplan ausgearbeitet. Auf in den Milbenkampf *g*
    Wie komm ich denn am besten gegen das Viehzeugs im Sofa/Bett an? Anti-Milben Spray? Absaugen(mit Hund draussen und vieeeel lüften)?

    Ach was bin ich froh das es das Forum gibt! Danke euch für die ganzen Tipps :)

  • Zitat

    Wie komm ich denn am besten gegen das Viehzeugs im Sofa/Bett an? Anti-Milben Spray?


    Es gibt ein Spray, da würde ich aber die Spray-Version für Menschen vorziehen, ansonsten die Raumtemperatur im Schlafzimmer absenken und schon findet die massive Vermehrung nicht statt.

    Gruß
    Herbert

  • Da ist ja das Problem, so richtig ein Schlafzimmer haben wir nicht.
    Wir haben genaugenommen "nur" einen riesen großen Raum, ein bisschen geteilt durch Schränke. Temperatur absenken ginge aber nur im ganzem Raum *seufzt*

  • Dann wäre eine Lösung die Matratze mit einem Milbendichten Überzug zu versehen. Der lässt dann keinerlei Kot der Hausstaubmilbe aus der Matratze raus. Vom Liegegefühl her überhaupt kein Unterschied. Für Oberbett und Kopfkissen gibt's das auch.

    Ihr könntet dem Hund natürlich auch ein Dauermedikament verabreichen wenn es ihm in den beliebten Milbenmonaten, sprich z. B. Beginn der Heizungsperiode schlechter geht. Cetrizin wäre da eine Lösung, ein User aus dem Forum macht das in Absprache mit seinem TA auch. Weiß den Namen nicht mehr...

    Also einfach TA fragen.

    Gruß
    Herbert

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