HD - Nach Goldakupunktur trotzdem noch starkes Hüftwackeln

  • Ja FeeBee,
    ausschließlich behinderte Kinder mit Störungen aller Art. War bis ich aufhören musste, der Rücken und die Knie wollen nicht mehr so gerne auf Kinderhöhe, meine schönste Arbeit.

    Aber mal zum Bandagieren, wenn ihr das Bandagieren im Sinn eines Korsetts oder einer besseren Stützung meint, lehne ich das grundsätzlich ab. Jede Stützhilfe, jedes Korsett führt zu verminderter Muskeltätigkeit. Das ist ja nun in diesem Fall unerwünscht.

    Ein Bandagieren im Sinn eines besseren Körpergefühls wird aber nur mit schmalen Bändern gemacht. In Verbindung mit TTouch soll es dem Hund über die Druckrezeptoren eine eindeutigere Rückmeldung seines Körpers geben. Bei ängstlichen, gestressten oder kranken Hunden eine gute Lösung.

    Hier finde ich ist es aber einfach wichtig den Hund passiv zu verlangsamen, da der langsame Gang den stärksten Einsatz des Gleichgewichts verlangt. Entweder über die Verringerung der Basis, das besagte Brett oder der Baumstamm, oder Veränderung der Basis, ein Wackelbrett oder Laufen in ganz weichem Sand. Für den allgemeinen Muskelaufbau wäre auch noch das Unterwasserlaufband sehr positiv.

    Aber das Wichtigste wieder, l a s s t - i h m - Z e i t....

    Gruß
    Herbert

  • Eigentlich wollte ich mich gerade abmelden... :^^:

    Aber was Herbert gerade geschrieben hat, macht auch Sinn. Das TTouch hat - glaub´ich, falls ich das auf die Schnelle richtig erfassen konnte - nicht wirklich was mit einer festen Bandage oder gar Korsett zu tun.

    MEIN großes Problem ist (meins, nicht FeeBees), dass mir das innerlich weh tut, wenn ich sie wackeln sehe, weil ich das automatisch mit Schmerzen verbinde. Daher bin ich immer eher erleichtert, wenn sie trabt, denn dann schaukelt sie nicht.

    Herbert, denkst Du, ich sollte sie bewusst ganz langsam gehen lassen oder einfach nur Balance-Übungen machen? Ich habe oft den Eindruck, dass sie, wenn sie erstmal schaukelt, sich in das Schaukeln "hineinsteigert" und je länger sie geht, es auch schlimmer wird.

    Es tut mir leid, dass ich heute nicht mehr antworten kann, aber ich muss dringend ins Bett. Freue mich aber sehr über weitere Tipps und Antworten!

    Lieben Gruß und gute Nacht, Anke

  • Also wenn Du mich fragst, sag ich kein Bandagieren.
    Dein Hund hat eine Goldakupunktur bekommen und keine Denervation oder andere Behandlungsmethoden der [wiki]Hüftdysplasie_des_Hundes[/wiki]. Nervlich ist da also nichts geschnippelt worden oder wird auch nicht beeinträchtigt durch irgendwelche Wund- und Narbengebiete.

    Ich denke, Dein Hund hat Körpergefühl, kann es aber nicht so gut steuern. Wir würden selber daran arbeiten, aber ein Hund will nur vorwärts, egal wie es aussieht.

    Was Du nicht machen darfst, sie an der Leine ziehen lassen, dann wird sie nämlich 100% ins massive Wackeln kommen. Ich weiß es ist schwierig, aber Wackeln ist nicht gleich Schmerz, das musst Du dir einfach einhämmern.

    Ich würde wirklich viel mit einem Schaukelbrett versuchen, guck mal den Link was ich als Schaukelbrettmeine. Du setzt dich davor, legst Unterschenkel aufs Brett und bestimmst damit den Neigungsgrad nach rechts und links. Hund zwischen deine Beine im Stand oder auch erst einmal im Sitz oder Liegen. Er muss auf jeden Fall Muskulatur anspannen bei Gewichtsverlagerung durch Neigung.

    Es ist schwierig das so zu beschreiben alles..... weil, ich bin der Typ der macht, Anleitung von Praktikanten war nie mein Ding, mal so zur Entschuldigung.

    Aber erst einmal schönes "bubu"

    Gruß
    Herbert :kaffee2:

  • Hi, da bin ich wieder!

    Du hast es gut beschrieben Herbert! Ich hab´s fast verstanden. Nur, soll der Hund dann quer zu mir stehen, also so dass die Bewegung vom Kopf zum Hinterteil verläuft oder frontal vor mir, so dass die Bewegung von der linken Hundeseite zur rechten verläuft? Wahrscheinlich zweiteres. Dann brauch´ ich bei ihrer Größe ein sehr breites Brett, das dafür aber nicht so lang sein muss. So´n fertiges kann ich mir mometan nicht auch noch leisten, aber ich kann da bestimmt was basteln.

    Das mit dem Ziehen üben wir ohnehin gerade.
    Obwohl die Physiotherapeutin mir eine "Gegen"-Übung gezeigt hat, wie die Muskulatur aufgebaut werden kann. Mit einem extrem leicht dehnbaren Expander, das zwischen Halsband und Leine gekoppelt wird. Somit sollte erreicht werden, dass FeeBee beim Vorwärtsdrang mehr aus den Hinterläufen Schub gibt. Sie hatte eigentlich auch gehofft, dass dadurch sich ihr Gangbild positiv verändern würde.

    Dass das Wackeln nicht unbedingt Schmerz bedeutet ist mir bewusst, doch fürchte ich einfach, dass sie so allmählich Schwierigkeiten mit der Wirbelsäule bekommt. Dieser "mangelnde Halt" kann doch auf Dauer nicht gut sein.

    Warum ich so ungeduldig bin? Weil mein letzter Rüde extrem an Arthrose litt und die Spondylose echt ein Horror war. Ich wusste damals noch nichts von Goldakupunktur. Er bekam Krankengymnastik, Magnetfeldtherapie und Massagen. Doch das alles half dann irgendwann auch nicht mehr. Und soweit möchte ich es diesmal einfach nicht kommen lassen. Sie ist doch erst 16 Monate... :gott:

    Schön, dass Du so gute Tipps auf Lager hast, das macht mir Mut!

    Lieben Gruß und Danke, Anke mit FeeBee

  • Zitat

    Nur, soll der Hund dann quer zu mir stehen, also so dass die Bewegung vom Kopf zum Hinterteil verläuft oder frontal vor mir, so dass die Bewegung von der linken Hundeseite zur rechten verläuft?

    Die Hüfte wird "ringförmig" von Muskulatur umschlossen und so stabilisiert, Du kannst Beides machen. Hauptaugenmerk würde ich aber schon darauf richten, dass die seitliche Hüftmuskulatur, Außen- wie Innenseite auf leichte Anspannung trainiert wird, also "Auge in Auge" mit dem Ungeheuer. Es geht nicht um ruckartige Basisveränderungen, wenn Du übst, sondern um leichte Bewegungen.

    Zitat

    So´n fertiges kann ich mir mometan nicht auch noch leisten, aber ich kann da bestimmt was basteln.

    Im Prinzip benötigst Du nur irgendetwas, was die leicht kreisförmigen unteren Querlatten imitiert. Irgend etwas handwerkliches begabtes in Deiner Nähe, oder eine Schreinerei in der Du dein/euer Problem "bettelnd" schildern kannst? Oberfläche der Standfläche schon rutschfest....

    Zitat

    Das mit dem Ziehen üben wir ohnehin gerade. Obwohl die Physiotherapeutin mir eine "Gegen"-Übung gezeigt hat, wie die Muskulatur aufgebaut werden kann. Mit einem extrem leicht dehnbaren Expander, das zwischen Halsband und Leine gekoppelt wird. Somit sollte erreicht werden, dass FeeBee beim Vorwärtsdrang mehr aus den Hinterläufen Schub gibt. Sie hatte eigentlich auch gehofft, dass dadurch sich ihr Gangbild positiv verändern würde.

    Das ist eigentlich nicht schlecht, aber es darf nicht zuviel Zug/Schub entstehen, da er dann mit dem "Hinterteil" wackelnd zur Seite ausweichen wird.

    Zitat

    Dass das Wackeln nicht unbedingt Schmerz bedeutet ist mir bewusst, doch fürchte ich einfach, dass sie so allmählich Schwierigkeiten mit der Wirbelsäule bekommt. Dieser "mangelnde Halt" kann doch auf Dauer nicht gut sein.

    Dieser mangelnde Halt ist doch nur in den Hüften, von Dauer ist doch keine Rede und so schnell wird sie keine Schwierigkeiten mit der Wirbelsäule bekommen. Junghunde eiern doch auch sonst gewaltig rum.

    Also Furcht bekämpfen, Schmerz vergessen und nur noch think positiv!!

    Zitat

    Sie ist doch erst 16 Monate...

    Sie ist natürlich leider/glücklicherweise erst 16 Monate. Ich hab nicht gelesen, wo hast du sie eigentlich her?

    Gruß
    Herbert & Bellini

  • FeeBee ist aus "kontrollierter", ostfriesischer Zucht, ein ADRK (Allgemeiner Deutscher Rottweiler Klub) - Rottweiler. Ich habe mich bewusst für einen ADRK-Hund entschieden, weil der ADRK dafür steht, dass HD-belastete Tiere nicht zur Zucht zugelassen werden. Aber wie mit sovielen anderen Dingen im Leben auch - es kommt halt anders. Den Züchter trifft absolut keine Schuld, beide Eltern sind HD- und ED-frei, die Ahnentafel ist sauber. Die früheren Würfe sind alle HD-frei, ich habe sogar zu manchen Besitzern Kontakt. FeeBee ist die einzige Überlebende aus ihrem Wurf - und hat alles mitgenommen, was man überhaupt nicht braucht. Einen Augendefekt, ein Rückkiefer (wurde mit einer Zahnschiene behandelt) und jetzt auch noch die HD. Ihre Jugend hatte ich mir sorgenfreier erhofft ...

    Diese Wippe bekomme ich irgendwie hin. Hab´ genug Werkzeug und auch schon Ideen. Betteln muss ich also nicht gehen ... :D , auch wenn´s die nächste Zeit nur Tütensuppe gibt ... ;)

    Ich werde mir Deine Zeilen zu Herzen nehmen, es tut gut, wenn man so hilfreiche Anregungen bekommt, die auch umsetzbar sind. Bei uns zuhause sieht´s ohnehin schon aus wie in einer Rumpelkammer (alles selbst konstruierte Übungsgeräte). Wenn nur schon Sommer wär´, könnte man alles in den Garten verlagern!

    Lieben Gruß, Anke und FeeBee

  • Na ja, einzige Überlebende aus einem Wurf, da hätte der Züchter ja schon ups denken müssen. Ich hoffe er beteiligt sich oder hat euch den Hund geschenkt.
    Das brauchen wir aber hier nicht weiter zu verfolgen.

    Also toi, toi und wenn Du wieder eine Angstattacke bekommst, 2 Baldrian einwerfen. Natürlich in Deinen Mund....

    Gut's Nächtli

    Herbert

    Apropos, der Sommer kommt :D

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