Schulhund Emma in Action

  • Also sehe ich das richtig, dass wenn ich sowas machen wollte, das gar nicht dürfte, weil ich in keinem pädagogischen Beruf arbeite?

  • Zitat

    Darf ich dich fragen, ob du auch Geld damit verdienst?


    Früher (seit Febr. 2006) hab ich die AG ehrenamtlich gemacht, aber seit November 07 bekomme ich auch ein bißchen Geld dafür - allerdings nicht soviel, dass ich einen Breuf draus machen könnte. Mit dem bißchen AG-Geld würde ich nicht weit kommen. Im Prinzip ist es immer noch aus reinem Interesse meinerseits, aber da es seit November eine offizielle AG mit Anmeldung usw. ist, bin ich auch offiziell angestellt und bekomme das - so wie alle anderen Studenten, die AG`s anbieten bezahlt.


    Zitat

    Magst Du mal einen Link zu dem Institut reinstellen, bei dem Du die Ausbildung gemacht hast?


    http://www.kyno-paedagogik.de/


    Zitat

    Also sehe ich das richtig, dass wenn ich sowas machen wollte, das gar nicht dürfte, weil ich in keinem pädagogischen Beruf arbeite?


    Dieselbe Fortbildung mit derselben Qualifikation würdest Du, glaube ich, nicht bekommen, aber Du kannst dort trotzdem Weiterbildungen machen (z.B. auch für Altenheime o.ä. Institutionen), es dürfen auch ganz normale Privatpersonen teilnehmen, allerdings weiß ich nicht genau, was Du dann genau machen darfst und was nicht... :???:
    Ich denke so ganz normale ehrenamtliche "Besuchsprogramme" dürftest Du dann auch als Privatperson durchführen.

  • Generell muss ich sagen, dass der Ablauf der Stunde immer von der Stimmung der Kinder und auch von Emma abhängt. Wenn es mal sehr turbulent und anstrengend für Emma ist, mach ich auch schonmal 15min eher Schluss o.ä.


    Die ersten 20-30min machen wir immer Theorie. Zur Hundesprache haben wir z.B. mehrere Stunden gebraucht.
    In der ersten Stunde hab ich einfach Bilder von verschiedenen Körperhaltungen gezeigt und die Kinder erzählen bzw. raten lassen, was der Hund damit sagen will. Anschließend haben wir dann gemeinsam besprochen, wie der jeweilige Hund im Bild gerade gelaunt ist. Zuerst waren es einfach gezeichnete Bilder von immer demselben Hund,
    in der nächsten Stunde dann dasselbe mit Fotos von verschiedenen Hunden (Hänge- und Stehohren, geringelte Rute etc.), was natürlich schon viel schwieriger war. In der 3. Stunde haben wir dann mit einem Stoffhund die Körpersprache am Objekt geübt :D
    Nach dem Theorie-Teil kommt dann der Praxis-Teil, in dem die Kinder kleine Kunststücke mit Emma einüben. Im Moment bin ich gerade noch dabei zu schauen, welches Kind welche Aufgabe am besten hinbekommt bzw. welches Kunststück am besten zu welchem Kind passt.
    Wenn ich dann weiß, wer was macht, wird das Ganze zu einer kleinen Aufführung zusammengebastelt, wir suchen gemeinsam Hintergrundmusik aus und am Ende gibts dann die "Zirkusvorstellung" für die Eltern.


    So viele Geschichten hab ich eigentlich gar nicht auf Lager...
    Es ist halt immer wieder schön zu sehen, was die Kinder daraus lernen. Letztes Jahr im Sommer ist z.B. ein kleiner Junge in die 1. Klasse gekommen, der die absolute Oberpanik vor Hunden hatte. Er hat schon geschrien und geheult, wenn ich nur mit Emma über den Schulhof gegangen bin. Wir haben dann damit angefangen, dass er Emma von weitem beobachtet hat, während andere Kinder mit ihr gespielt haben. Irgendwann hat er sich dann getraut, ihr Leckerchen hinzuwerfen und noch viel später dann sie auch zu streicheln - natürlich nur am hinteren Ende, wenn sie nicht zu ihm geschaut hat :^^:
    Mittlerweile füttert er sie sogar aus der Hand und hat auch den Hovi schon gestreichelt. Sowas zu sehen ist immer richtig toll! :2thumbs:

  • Finde ich echt richtig gut! So kann man auch ängstlichen Kindern ganz langsam die Angst vor Hunden nehmen - und sie lernen gleichzeitig die verschiedenen Signale zu deuten, die Hund so aussendet.
    Toll!


    Barfst Du Emma? Dann mach doch bitte bitte Bilder, wenn die Kinder ihr die ersten ganzen Kaninchen und Kücken verfüttern... :D

  • Hallo Liz,
    ihr seid ja ein tolles Team ! Emma ist ja mit Feuereifer bei der Sache !
    Habe mit meinem Charlie auch eine Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam gemacht und gehen z.Z. einmal wöchentlich ins nahe gelegene Seniorenheim.
    Möchte das Ganze aber noch aus- bzw. aufbauen und mit Kindern verschiedener Altersklassen arbeiten.
    Deine Ideen gefallen mir schon prima !
    Liebe Grüsse und weiterhin viel Spass und Erfolg !

  • Ich plädiere für weitere Erfahrungsberichte!!!
    Erzählt mal was! Auch gerne vom Hund im Seniorenheim (dann aber gerne auch in einem speziellen Thread...) ;)

  • Ich bin mal kurz kritisch:


    Wirklich seriös finde ich die Ausbildungsstelle nicht. Warum? Es gibt keinerlei Quellenangabe, worauf das Wissen basiert. Und man weiß nicht wo die Ausbilderin ihr Wissen her hat, ob sie zusätzliche speziell tiergestützte Ausbildungen oder Fortbildungen absolviert hat. Mir fehlt das fundierte theoretische Wissen - aber es kann gut sein, dass es nur nicht so ausführlich auf der HP steht.


    Evaluiert ihr das Projekt?


    Niani:
    Einen pädagogischen Beruf braucht man, wenn man im Bereich tiergestützte Pädagogik (tgp oder animal assisted education, also aae) arbeiten möchte. In den Therapiebereich kommt man nur als Therapeut (für nicht Therapeuten therapeutische Ausbildungen für das Tier anzubieten ist somit nichts anderes als Abzocke). Tiergestützte Fördermaßnahmen kann man auch als "Laie" durchziehen. Die Frage ist halt: in welchen Bereich du möchtest. Wenn man ehrlich ist: eigentlich ist es völlig egal was du machst, weil es keine staatlich geschützten Begriffe gibt und die Öffentlichkeit nicht gut genug informiert ist, wer was machen dürfte und welche tiergestützte Intervention überhaupt sinnvoll ist.

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