Nach der Arthroskopie

  • Hallo,

    meine Noodles (1 jährige Windhund-Mix-Dame) hat Arthrose im linken Ellenbogengelenk (Folge einer Verletzung im Welpenalter), deren Ursache am 12.09. mittels Arthroskopie behoben wurde. Danach durfte sie 6 Wochen nicht von der Leine. Das war eine wirklich anstrengende Zeit für alle Beteiligten. Acht Wochen nach der Arthroskopie war das Humpeln nun bereits vier Wochen nicht mehr aufgetreten. Nach Absprache mit dem Arzt habe ich sie wieder losdüsen lassen. Das ging auch vier Wochen gut. Plötzlich humpelte die Kleine wieder wie Eimer. Jetzt bekommen wir also wieder Schmerztabletten für sie und sie darf wieder einmal 20 Tage nicht von der Leine. Ich soll nur zum Geschäftmachen mit ihr raus. Sehr witzig!

    Um kurz den Gemütszustand meines Hundes in unterschiedlichen Lebenslagen zusammenzufassen:

    Hund darf laufen = Hund glücklich, zufrieden, lieb und brav, schläft Zuhause, draußen geht die Post ab
    Hund darf nicht laufen = Terror!!!

    Nachdem sie sich einige Tage ganz wacker gehalten hat, fangen jetzt wieder die "Attacken" an. Ich versuche schon viel mit ihr zu machen. Sie muss Leckerlies aus eingewickelten Paketen befreien, ich spiele viel mit ihr, versuche ihr Dieses und Jenes beizubringen. Das hilft alles nix. Sie will einfach nur rennen. Der Scherz ist ja, dass sie ein Kurzstreckenhund ist und wenn sie von der Leine darf, nur einen Bruchteil der Zeit, die wir draußen sind, wirklich mit schnellem Tempo läuft. Aber genau das braucht sie eben und das kann ich ihr derzeit leider nicht gestatten.

    Wenn sie nicht laufen darf, bekommt sie "Windhundattacken" an der Leine. Sie wird urplötzlich zu einem kleinen Bündel Muskeln (sie spannt jede Muskelfaser in ihrem Körper an) und will losrennen, was aber nicht klappt, da ich sie im Geschirr leicht anhebe. Dann schnauft sie wie ein Ochse und hat auch schon einmal meinen Oberschenkel mit ihren Vorderpfoten umklammert und nicht mehr losgelassen (das muss ausgehen haben ;-))
    Sie schmeißt sich bei jedem Hund, den sie sieht, auf den Boden und geht nicht weiter. Will unbedingt spielen. Dann zieht sie wie verrückt an der Leine, was auch nicht gut für die Gelenke ist. Im Moment bin ich froh, dass sie bisher noch nicht wieder ins Haus gepinkelt hat. Das hatte sie während der sechs Wochen ständig gemacht. Die kurzen Spaziergänge bringen sie so in Wallungen, dass sie Zuhause anfängt, Windhundattacken zu laufen: rund um den Schreibtisch. Puh, fang die mal wieder ein... Wenn mein Mann nach Hause kommt oder Besuch kommt, geht auch die Post ab. Das ging eigentlich auch schon alles viel besser. Ich kann sie ja aber nicht den ganzen Tag in ihr Körbchen verbannen.

    Mit den Schmerztabletten hatte das Humpeln dieses Mal bereits nach zwei Tagen aufgehört. Aber gerade hat sie sich ein wenig selber beschäftigt - ein T-Shirt meines Mannes auseinander genommen - und als sie zu mir kommt, humpelt sie wieder. Männo!

    Wir bekommen also Schmerztabletten, Caniviton bekommt sie schon immer, und darüber hinaus gebe ich ihr ein homöopathisches Mittel mit Namen Zeel.
    Mit Baldrian habe ich versucht, sie ein wenig ruhiger zu stellen. Scheint aber nur mich zu beruhigen, sonst niemanden.

    Langer Rede, kurzer Sinn: wir müssen da halt durch, damit meine Nudel irgendwann mal wieder ordentlich rumdüsen kann.

    Aber: Wer von Euch kann vielleicht aus eigener Erfahrung berichten, wie es ist, wenn ein sehr aktiver Hund eine Arthroskopie o.ä. hinter sich hat? Wie lange das wohl dauern könnte, wenn man den Hund eben nicht ständig ruhig halten kann? Überhaupt wäre ich vorrangig dankbar für Aufmunterung.

    Im Moment kommt mir das wie eine Dauerbaustelle vor. Ich bin zwar schon Meister darin geworden, ruhig und gelassen zu bleiben, wenn die Kleine austickt, aber schlauchen tut es schon, da man ständig aufpassen muss, dass sie sich nicht wieder weh tut. Vor allem tut sie mir leid, da ich ja auch den Unterschied kenne. Bei ordentlicher Auslastung ist sie der mit Abstand tollste Hund der Welt! Das bleibt sie natürlich auch, wenn sie im Park meinen Oberschenkel festkrallt, aber es behindert die Fortbewegung doch erheblich.

    Liebe Grüße
    Elke

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