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Hund teilen in Köln/Düsseldorf/Essen

  • Welche tierpsychologisch interessierte, sanft erziehende und hündisch sprechende Menschin möchte mich unterstützen????!!!!!


    Ich habe eine Hündin, die sehr unsicher und scheu aus dem Tierheim zu mir kam. Seit zwei Monaten wird sie von mir trainiert und sie reagiert sehr gut. Leider haben wir im Laufe dieser Zeit festgestellt, dass sie sich an meinen Freund nicht gewöhnt, und da er kein Mensch für geschädigte Hunde ist, ist das für beide Seiten sehr anstrengend. Ich suche nun eine Frau mit Hund im Raum Köln/Düsseldorf/Essen, der sich die Hündin mit mir teilt, da ich sie zeitweise aus der Stresssituation (Mann im Haus) herausnehmen möchte. Am liebsten wäre mir jemand, der kein Problem damit hat, Verhaltens- und Erziehungsmaßnahmen mit mir abzusprechen, damit der Hund nicht zum Experimentierfeld wird. Es wäre wunderbar, wenn die entsprechende Person einen selbstsicheren Rüden hätte, damit meine Hündin sich daran orientieren kann. Sie ist ein kleiner Nova Scotia Duck Tolling Retriever-Mix (wir vermuten mit Border Collie), sehr lernbereit, arbeitswillig, nervös und steht total auf Leckerchen, ob mit oder ohne Clicker. Sie hat den Vorteil und den Nachteil unglaublich süß auszusehen, was bedeutet, dass viele Menschen gleich auf sie zugehen wollen, und das macht ihr Angst. Im Moment zeigt sie sich bei schnellen Bewegungen (z.B. bei Kindern) und Männern immer noch irritiert, deshalb sollten bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden. Ein ruhiges Zuhause wäre vorzuziehen, weil sie bei mir genügend Gewöhnungssituationen bekommt. Das starke Interesse, sie zu behalten, rührt daher, dass sie sich prächtig entwickelt hat, stark an mich gebunden ist, und ich immer noch hoffe, sie an meinen Freund gewöhnen zu können. Trotzdem wird es ohne Mithilfe einer zweiten Person schwer möglich sein, da ich freiberuflich tätig bin und auch mal ohne Hund Termine erledigen muss. Ich wäre durchaus bereit, dafür auch mal zwei Hunde zu mir zu nehmen, auch über längere Zeit.


    Viele Grüße, zahmzahn

  • Hallo zahmzahn!


    Leider wohne ich nicht in Deiner Gegend um Dir direkt helfen zu können...habe aber einen anderen Vorschlag für Dich, der Dir hoffentlich hilft.


    Ich selber habe auch einen "secondhand-hund" (aus Osteuropa), der anfangs (und teilweise noch immer) ängstlich gewesen ist. Mittlerweile habe ich meinen Hund 1 Jahr und alles erdenklich mögliche (mit großem Erfolg) gegen seine Ängste getan: Ängste ignorieren und nicht verstärken, schonende Konfrontationstherapie, Bachblüten, Halti, Hundeschule (geistige Beschäftigung als Selbstwertstärkung), Stressabbau und und und.


    GEDULD ist oberste Priorität (es dauert manchmal Monate eh sich was tut - aber das ist normal und die Erfolge sind dann zum WEINEN schön!!!)


    Allerdings kommst Du um eine Sache nicht umhin: ohne ein bißchen schonenden Zwang geht es leider nicht.
    Klar sollst Du Deinen Hund vor zu viel Stress schützen - doch achte darauf, dass Du ihn auch sanft stressigen Situationen aussetzt, damit er daran lernt!!!!


    Tip: Ich würde Dir raten, den Hund Dir auf keinen Fall mit einer anderen Person zu teilen. Gerade ein ängstlicher Hund braucht EINE dauerhafte feste Bezugsperson! Ein Hin- und Hergereiche würde da sicher nur schaden. Ein ängstlicher HUnd braucht eine KONSTANTE in seinem Leben um mit seinen Änsgten fertig zu werden.
    Die Situation mit Deinem Freund müßt Ihr einfach durchstehen. Wenn der Hund Angst vor Deinem Freund hat, dann würde ich darauf achten, dass er keine Drohgesten macht (drüberbeugen, auf dem Kopf streicheln, direkt in die Augen schauen etc). Wenn Dein Freund auch wenig Verständnis hat, dann kann er Deinen Hund doch einfach ignorieren. (Bei Ignoranz wird meine Hündin meist sicherer und entwicklet langsam Interesse - mehr als an Personen, die sich penetrant um sie bemühen). Ignoranz natürlich nur mit einem wachsamen Auge für die jeweilige Situation. Früher oder später werden die zwei sich schon aneinander gewöhnen (müssen) - Du darfst nicht verzagen, wenn sich erstmal nichts tut.


    Gibst Du den Hund für die Zeit, in der Dein Freund da ist weg, dann wird sich bestimmt keine Besserung einstellen. Das Gleiche würde ich mir auch überlegen für die Zeit, in der Du Besorgungen machst oder arbeitest: sofern nicht länger als 4-6 Stunden, denn es ist sicher angenehmer für den Hund die Zeit alleine zu bleiben, als weiter gereicht zu werden.


    Überleg Dir, was das Beste für den Hund ist und frage vielleicht nochmal eine Hunde/Tiertherpeutin. (Mal anders ausgedrückt: Wärst Du glücklich, wenn Du in 2 verschiedenen Wohnungen mit 2 verschiedene Familien wohnen und ständig pendeln müßstest :?: )


    Liebe Grüße


    Maxi

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