Gekochtes optimieren und Futterzeiten

  • Hallo zusammen,

    Achtung lang 😀


    Ich würde mich gerne zu der Ernährung von meinem Hund austauschen.

    Als mein Havapoo Mischka, jetzt 8 Monate alt, 7kg, einzog, bekam er Trockenfutter mit, welches ich weitergefüttert habe. Raiffeisen Tierliebe Junior.

    Er war von Anfang an sehr futterfixiert und ist es immernoch.

    Die Haufen waren matschig und groß.

    Ich habe ihm anfangs sehr viel mit Futter bespaßt und es gab neben des TroFus noch gefüllte Kongs und Schleckmatten. Dafür habe ich Nassfutter, Milchprodukte und Babygläschen verwendet, was erstmal gut ging.

    Ca. nach 2 Monaten war er das erste Mal beim Frisör und hat dort Putenstreifen bekommen, gemischt mit der Aufregung und dem Stress den er da hatte, kam erstmal eine Phase, wo er nur noch Durchfall hatte.

    Da habe ich mit Morosuppe und Schonkost gegengesteuert.

    Als es wieder halbwegs ging, habe ich wie zuvor weitergemacht, aber die Verdauung war so angeschlagen, das eigentlich nichts mehr so richtig vertragen wurde. Außerdem kamen Blähungen, Nüchternbrechen, Sodbrennen und Jucken dazu. Vorallem wenn es Geflügel gab ( Wurst, gedörrt, Leckerli) oder Weizen/Mais.

    Beim TA wurde dann eine Kotprobe gemacht, besonders auch auf Giardien, da die Kotkonsistenz sehr durchwachsen war. Befunde waren alle negativ, ich bekam eine Paste gegen Durchfall mit und sollte Futter umstellen auf VetConcept Reis und Lamm, wurde leider nicht vertragen. Also Happy Dog Sensible Mini puppy Reis und Lamm probiert, ging erst, aber dann wurden die Häufchen gigantisch, stinkig und Sodbrennen wurde wieder stärker. Ein bisschen Schonkost gab es dann dazu und den Versuch durch Zwieback oder Kartoffel das nächtliche Schmatzen zu lindern. Eine Nacht fing er nachts dann schon zu würgen an und spuckte dann den ganzen Morgen bis wir zum TA konnten.

    Dort gab es eine Spritze gegen Übelkeit, Stomek ( Magenschoner) und die Anweisung mindestens zwei Wochen auf gekochte Schonkost umzustellen.
    es wurde als Diagnose Gastritis und Verdacht auf Futtermittelallergie ( Geflügen, Weizen, Mais, Milchprodukte) gestellt.
    Daraufhin gab es Rinderherz mit Kartoffel und Karotte, sowie Stomek und Ulmenrindenschleim. Dreimal täglich, abends noch etwas Kartoffel und Ulemrinde vor dem schlafen.
    Es wurde schnell besser.

    Nach zwei Wochen wollte ich langsam wieder auf das Happy dog TroFu umstellen, da ich dachte, das wurde nur wegen Sets angeschlagenen Magens nicht vertragen.
    Im Mischverhältnis mit dem Selbstgekochten ging es, aber als ich es ein paar Tage pur gegeben habe, wieder riesige, matschige, stinkende Haufen 4x am Tag und Sodbrennen und Jucken.

    Seit dem koche ich, was ihm auch super schmeckt, Output liegt derzeit bei etwa 2 mal, sehr kleine feste Würstchen, manchmal fast köttel. Kartoffel (-Brei), Möhren und Rind, manchmal auch Dose von Raiffeisen Rind https://www.raiffeisenmarkt.de/tierliebe-hund…idefrei-9561602

    Leider ist er trotzdem noch nach meinem empfinden viel am knabbern und schlecken und kratzen, an Pfoten, Ohren und Bauch. Oder was wäre im Rahmen täglicher Körperpflege okay?
    Schmatzen auch mal, aber kein leeres Schlucken mehr.
    Nachts schläft er zum Glück wieder durch, aber wechselt manchmal den Schlafplätze, aber tagsüber mehr.

    Als Kauartikel habe ich derzeit Rinderkopfhaut,-Dörrfleisch,-sehnen und getrocknete Sprotten. Gibt es meist eins davon nach seinem großen Spaziergang mittags. Könnten ein Problem sein. Was wäre davon noch am verdaulichsten? Oder lieber alles weglassen? Was könnte man nach erstem weglassen wieder geben? (Gefrorene) Karotte oder Whimzees nimmt er nicht gut als Alternative an, Kauholz traue ich mich wegen Splittern nicht.

    Als Leckerlies gibt es nur die Trainingsknöchelchen von Rütter, Sorte Rind. Die sind denke ich kein Problem. Hat er als alles gut war gut vertragen, Zutatenliste ist ja sehr überschaulich.

    Als Superbelohnung gibt es Leberwurst für Hunde aus der Tube von Edeka, findet er Hammer, könnte aber durch Fett auch nen Thema sein.

    Kochen war mit den Rationen ein hin und her leider, im Forum habe ich mit zusammengelesen, das es kleinere Portionen dreimal am Tag sein sollen, und zum Abend hin eh weniger und weniger Fleisch, um es leichter verdaulich zu machen. Also habe ich mir beim Futterrechner ne Menge für ihn zusammengerechnet, die zu 40% aus Fleisch, und zu 60% aus Gemüse und Kohlenhydraten besteht.
    Die Mengen habe ich so aufgeteilt: 55g Fleisch, 55g Kartoffel, 2g Öl und 25g Gemüse um 8.30 Uhr und 12.30 Uhr und jeweils 20g von allem außer Öl um 18 Uhr, abends um 22 Uhr nochmal etwas Kartoffel.
    Weil aber noch nicht alles passt, dazu gleich mehr, habe ich nochmal bei Futtermedicus geschaut die haben ja so tolle Futtermengen Tabellen. Die Gesamtfuttermenge weicht nicht groß ab, aber der Fleischanteil ist natürlich deutlich höher als der Rest.

    Nun zu meinen Fragen:


    -ist es okay, wenn ich bei 40/60 bleibe? Mehr Fleisch und Protein verträgt er glaube ich nicht so gut

    - mein Hund wirkt immer hungrig, das äußert sich derzeit in starkem Bellen wenn ich das Futter zubereite ( kann ich abbrechen, aber kommt auch bei geringer Erregungslage immer wieder vor), langes nachsuchen wenn der Napf schon leer ist ( teilweise 15 Minuten), betteln und Futtersuche draußen, teilweise schon 1,5 h vor üblicher Mahlzeit unruhig rumtigern

    Ich würde mir wünschen, dass er mal zufrieden satt ist, daher überlege ich auf ein großes Frühstück und ein kleineres Abendessen umzustellen, ist das wegen der Verdauung bedenklich? Welche Zeiten eignen sich ? Kann ich für mehr Fülle mehr Gemüse füttern? Oder was eignet sich für mehr Volumen? Ich möchte nicht, das er abends oder nachts noch großen Druck hat

    Satt fressen ist glaube ich aber relativ, er würde wahrscheinlich sich vollstopfen. Aber wenigstens einmal am Tag ein Völlegefühl.

    - meist ist das Essen aus dem Kühlschrank kalt, es wäre besser wenn es zumindest zimmerwarm ist, oder? Morgens ist das schwierig, da ich keine Mikrowelle habe, heißes Wasser zum aufwärmen ist zwar gut, aber als kleiner Hund bekommt er dann ziemlichen Blasendruck, nachts rausstellen finde ich nicht gut, mache derzeit manchmal ein Wasserbad 😂 die nächste Portion mache ich gleich schon fertig, damit die mittags dann Raumtemperatur hat


    -kann ich auch one pot kochen? Wie stellt ihr dann sicher, das es jeden Tag genug von allen Komponenten gibt?

    - was könnte ich noch besser machen? Habe ich noch etwas nicht beachtet?

    Wenn ich jetzt weiter koche, werde ich mir noch einen Zusatz von Napfcheck kaufen und Öl.
    Kauteil und Leberwurst könnten ein Problem sein, tut mir aber irgendwie leid, es wegzulassen. Leere Futtertube hätte ich sonst da, um etwas selbst zu machen.

    Ich weiß, das ich anfangs viel zu viel gemacht habe und arbeite daran, siehe mein anderer Thread. Auch hier beim Futter spielt der Wunsch ihm das Beste durch Abwechslung und leckeres Futter zu bieten. Und ein schlechtes Gewissen, das er ohne Knabberzeugs Langeweile hat. Das Durcheinander war ein Anfängerfehler.
    Aber das Thema Ernährung liegt mir noch am Herzen, habe da noch Sorge das er nicht ausreichend bekommt.

    Das betteln könnte natürlich auch ein Erziehungsthema sein, weil ich oft darauf eingehe, weil ich Angst habe er bekommt nicht genug durch sein Verhalten. Aber er macht mir auch wirklich einen hungrigen Eindruck. Das kalte Wetter, die Hormone und der Stress können natürlich auch eine Rolle spielen, aus dem gröbsten Wachstum dürfte er aber raussein.

    Kurz gesagt wünsche ich mir eine klare Linie, um auch hier mal Ruhe reinzubringen.

    Termine zur Ernährungsberatung gibt es bei Napfcheck innerhalb der nächsten zwei Monate nicht, daher dachte ich, ich frage erstmal euch 😊

  • Ich kenne das Drama, welches du beschreibst.

    Seit ich koche, hat meine Hündin keine Probleme mehr.

    Allerdings haben wir auch beim kochen viel hin und her Probiert.

    Angefangen mit Huhn und Reis, was bei Hündin zwei zu Pfoten lecken, führte.

    Gelandet sind wir seit 3 Monaten bei Rind und Hirse, und das vertragen beide ohne Probleme.

    Wichtig ist, das du erst einmal die Zutatenliste reduzierst, 1 Kohlehydratquelle und 1 Fleischquelle, und ein Gemüse.

    ->Bei uns sind das jetzt Rind, Hirse, rote Beete (Karotten werden tatsächlich von Daisy nicht gut vertragen)

    Das fütterst du dann erst einmal ein paar Wochen, und schaust, ob sich die Symptome legen. Wenn ja, herzlichen Glückwunsch, du hast dein Futter gefunden... wenn nein, tausche EINE Komponente aus, und füttere wieder 3-4 Wochen weiter... das machst du solange, bis kein Juckreiz oder Bauchweh mehr vorhanden ist.

    Wichtig, füttere ein hochwertiges Mineralpulver dazu, damit kein Mangel entsteht.


    Und zur Fleischmenge, ich fütter lediglich 40% Fleisch, das bekommt ihnen sehr gut.

  • Lass mal jeglichen Kaukram weg.

    Kann sein dass das...

    - zu viel Protein für ihn ist

    - er auf Futtermilbrn allergisch ist

    Lass es weg und beobachte, wie er sich entwickelt. Allenfalls ist das ein Baustein des Allergie Puzzles

  • Danke für dein Verständnis.

    Wenn ich mir hier so die Threads angucke, weiß ich auch, das es vielen anderen auch so geht.

    Ich denke die Zusammensetzung passt mit Rind, Karotte und Kartoffel ganz gut, Zusatz muss ich kaufen.

    Bin mit 40/60 auch erstmal vorsichtig gewesen, würde es erstmal beibehalten, war mir wegen Ausgewogenheit und weil er noch ein Junghund ist, aber nicht ganz sicher. Aber gut ist, was vertragen wird, würde ich sagen.
    Heißt ich füttere am besten die nächsten 4 Wochen nur die drei Komponenten und lasse alles andere weg?
    Wie sieht es mit den Zeiten und Portionen aus?
    Mit was kann ich belohnen?
    Futtertube mit einem Brei aus den Komponenten? Als Leckerli mal ein bisschen von dem gekochten Fleisch?

  • Lass mal jeglichen Kaukram weg.

    Kann sein dass das...

    - zu viel Protein für ihn ist

    - er auf Futtermilbrn allergisch ist

    Lass es weg und beobachte, wie er sich entwickelt. Allenfalls ist das ein Baustein des Allergie Puzzles

    Habe ich schon fast befürchtet 😃 auch verhaltenstechnisch eventuell ein Baustein

  • Könnte ich die Ration für einen 10kg Hund ab 18 Wochen von Napfcheck aus der Tabelle wie folgt auf 40/60 abändern:

    NC:

    Fleisch 200-220g

    KH 65-70g

    Gemüse 50-55g


    Angepasst:

    Fleisch 130-135g

    KH 110g

    Gemüse 85-90g


    Ration dann wie folgt:

    Morgens 8-9 Uhr 60%

    Fleisch 80g

    KH 65g

    Gemüse 55g


    Abends 17-18 Uhr 40%

    Fleisch 55g

    KH 45g

    Gemüse 35g


    Öl, Zusatz und Leckerlies wie gehabt

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