Leinenführigkeit - wie besser aufbauen?
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ich mag es ja, dem Hund mit vielen Puzzle Steinen am Ende zum erwünschten Bild zu verhelfen.
Das Bild hier wäre „Hund findet die Position neben mir so lohnenswert und angenehm, dass er sie selber anbieten möchte.“
Denn bei diesem Typ Hund (und vielen anderen auch) ist die Devise: nur was in meiner Nähe klappt, kann ich später ausbauen so dass es auch weiter entfernt funktioniert.
Bedeutet, erst wenn er an relativ kurzer Leine in deiner Nähe gehen kann, kann er es an zB einer 3-5m Leine umsetzen. (und manche Hunde können das nie umsetzen. Die benötigen ganz schwarz weiss. Entweder kurze Leine neben mir, oder lange Schleppleine/ 10m Flexi für den grossen Radius)
Was ich gerne nehme für die Basis sind Bodentargets. Das macht Spass. Das ist gemeinsam toll und nimmt mal den Fokus weg von dem Hass-Thema Leine laufen.
Zuerst mal neben mir sitzen belohnen. Auflösen und wenn er wieder in die Position kommt , belohnen. Das baut man Schritt für Schritt weiter aus.
Dann kann man das mit mehreren Targets weiterführen, so dass der Hund lernt, diese Position neben mir ist total super, entspannt und lohnenswert. Und Spass macht das Training dann auch noch. Wie toll, oder? ;-)
Das kann man dann immer weiter ausbauen, man kann Bewegung. it rein bringen, man kann eine leichte Drehung mit einbauen, man kann dem Hund da so vieles zeigen, was kleine Bausteine sind, die draussen nötig sind. Gerade die Hibbels freut es sehr, wenn sie verstehen lernen was eigentlich gewünscht und lohnenswert ist. Plötzlich können die dann ganz ruhig werden und studieren. Weil sie aktiv am lernen sind und nicht nur begrenzt,gebremst, gestoppt, geschubst etc werden.
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Hi,
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Ich finde die Methode von Sue Ailsby gut:
1: Sie nimmt den Hund drinnen an die Leine, lässt ihn sitzen und gibt leichten Zug aufs Halsband. Sobald er diesem folgt/die Leine lockert - Klick+Belohnung.
Dabei drauf achten, dass er wirklich dem Zug folgt und nicht z.B. der Hand (Leine um Bein lenken o.ä.).
2: Herumwandern ohne Leine und K+B, wenn Hund bei mir ist (nicht mich anstart, sonder räumlich in der Nähe ist).
Weiter geht es mit Herumstehen mit angeleintem Hund und K+B, wenn Leine locker.
Belohnung ein wenig wegwerfen, so dass sie ohne Zug erreicht werden kann und Hund dann die Gelegenhheit hat, wieder an eine "gute" Position zu kommen.
Dann beginnt man, mal einen Schritt zu gehen. Wenn Hund folgt, K+B, wenn nicht, leichten Zug auf Leine - er erinnert sich sicher, was zu tun ist und folgt. Alles immer noch zu Hause/drinnen. Schrittzahl langsam erhöhen, wenn Leine straff (Fehler) wieder von vorne anfangen und langsam steigern, so dass Hund immer Erfolg haben kann.
So geht es in kleinen Schritten weiter: stehen, ein paar Schritte, drehen, ...
Übe das in verschiedennen Räumen (immer noch drinnen), damit es wirklich gut sitzt.
3: Später kommen unerreichbare Leckerlis am Boden ins Spiel (das wurde anderweitig schon geübt), von denen man fortgeht, dann ein wenig draufzu und fort, später dran vorbei ...
Dann mit anderen Ablenkungen (Spielzeug, Futter, offene Tür, eine Person, ...)
Später geht man raus (ruhiger Garten o.ä.) usw.
Dabei niemals wieder ziehen lassen. Z.B. üben am Halsband, laufen mit Gefahr des Ziehens nur am Geschirr.
flying-paws hat da irgendwo ein Video mit einem Schaf :-)
Wir haben dass nicht ganz so ausführlich geübt, vor allem Ablenkung braucht noch Training, aber draußen klappt es schon viiiiel besser, solange kein Hund kommt.
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Sie nimmt den Hund drinnen an die Leine, lässt ihn sitzen und gibt leichten Zug aufs Halsband. Sobald er diesem folgt/die Leine lockert - Klick+Belohnung.
Dabei drauf achten, dass er wirklich dem Zug folgt und nicht z.B. der Hand
ich bringe das auch bei, allerdings nie im sitzen. Meine Hunde dürfen das Sitz nicht auflösen. Das Nachgeben auf Zug lernen sie stehend.
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Sie nimmt den Hund drinnen an die Leine, lässt ihn sitzen und gibt leichten Zug aufs Halsband. Sobald er diesem folgt/die Leine lockert - Klick+Belohnung.
Dabei drauf achten, dass er wirklich dem Zug folgt und nicht z.B. der Hand
ich bringe das auch bei, allerdings nie im sitzen. Meine Hunde dürfen das Sitz nicht auflösen. Das Nachgeben auf Zug lernen sie stehend.
So habe ich das auch gemacht. Splash war ja wirklich eine harte Nuss, was Leinenführigkeit angeht - nix was sich bei meinen andern Hunden bewährt hatte, hat funktioniert. Wir haben im Klo begonnen und uns dann in Flur und Wohnzimmer vorgetastet - das hat Wochen gedauert. Im Alltag haben wir währenddessen mit Geschirr und Balance-Leine nur Management betrieben.

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Ich habe jetzt nicht alles gelesen. Ich würde es "aufteilen", eine Leine fürs Leinenführigkeits-training evtl. Mit halsband und ein Geschirr für Situationen durch die man eben durch muss und in denen der Hund sowieso ziehen wird weil es im jetzigen Trainingstand noch zu schwierig ist.
Mit der Leine an der nicht gezogen wird würde ich in sehr reizarmer umgebung (z.B.) drinnen beginnen und den Hund belohnen wenn er contact aufnimmt/ die leine schlapp ist/ der Hund in der gewünschten Zone (bei uns ist das neben mir) mitläuft. Entsprechend des Trainingstandes langsam aufbauen.
Sonst würde ich mit dem Hund trainieren in Situationen mit schwierigen Reizen die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken (z.B. auf ein Signal hin). Erst mal ohne die Komponente Leinenführigkeit.
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Hier ist vor einigen Wochen der 2. Bretone(Mix?) eingezogen.
Und ja, Leinenführigkeit ist ein großes Thema 🙈.
Für Lottje ist das Leinentraining nach einer großen Runde ,in der sie sich auspowern konnte, deutlich einfacher. Sie darf also erst an der Schleppleine rennen, Spuren suchen und Ähnliches was Bretonen so machen. Nach einer Weile wird sie dann ruhiger, ansprechbarer und kann sich besser auf das Training konzentrieren.
Ob das richtig ist, keine Ahnung 🤷🏼♀️. Für uns funktioniert es zur Zeit so am besten. -
Was ich gerne nehme für die Basis sind Bodentargets. Das macht Spass. Das ist gemeinsam toll und nimmt mal den Fokus weg von dem Hass-Thema Leine laufen.
Zuerst mal neben mir sitzen belohnen. Auflösen und wenn er wieder in die Position kommt , belohnen. Das baut man Schritt für Schritt weiter aus.
Dann kann man das mit mehreren Targets weiterführen, so dass der Hund lernt, diese Position neben mir ist total super, entspannt und lohnenswert. Und Spass macht das Training dann auch noch. Wie toll, oder? ;-)
Das kann man dann immer weiter ausbauen, man kann Bewegung. it rein bringen, man kann eine leichte Drehung mit einbauen, man kann dem Hund da so vieles zeigen, was kleine Bausteine sind, die draussen nötig sind. Gerade die Hibbels freut es sehr, wenn sie verstehen lernen was eigentlich gewünscht und lohnenswert ist. Plötzlich können die dann ganz ruhig werden und studieren. Weil sie aktiv am lernen sind und nicht nur begrenzt,gebremst, gestoppt, geschubst etc werden.
Kannst du das nochmal genauer erläutern? Bodentargets sind doch visuelle Bereiche am Boden (Teppichfliesen, spez. Bodentargets o.ä.), oder nicht? Das heißt, die nutzt du für das statische Training? Und für die Bewegung dann einen Handtarget oder wie auch immer der "Stab" heißt?
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Ich bin mir sicher, dass ich diesen Trainingsweg nicht fortsetzen werde, da ich mich dabei unwohl fühle und mir Sorgen um die Gesundheit meines Hundes mache.
Du liegst völlig richtig und ich würde auch die Finger von dieser Trainerin lassen.
Da hattest du einfach Pech mit der Person. Die meisten Hundetrainer:innen arbeiten glücklicherweise mit positiver Verstärkung. Such dir jemand mit diesem zeitgemäßen Zugang und lass dir zeigen, wie ihr das am besten angeht mit der Leinenführigkeit.
Manchmal muss man ein paar Trainer durchprobieren, bis man den passenden findet. Die Methoden, die du da beschreibst, sind jedenfalls völlig ungeeignet und veraltet.
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Nein, keine Handtargets etc.
Die Bodentargets dienen als Inseln.
Wenn der Hund egal wo er sich befindet, die Position neben mir selbstständig und sicher findet, dann lege ich mir ein Target dazu. Mit etwas Abstand. Am Anfang 1m oder so. Und gehe mit dem Hund zum nächsten Target. Es ist so völlig klar was das Ziel ist, es gibt kein zu weit vor laufen kein weglaufen. Und dann lege ich noch mehr Bodentargets. Dann kann ich die Abstände variieren und vergrössern. Kann die Targets in den Flur oder raus legen.
Wichtig ist aber, der Hund wir für das neben mir sein belohnt, nicht für das rennen zum Target. Da muss man schon klar sein was man bestätigt.
Und dann baue ich die Targets eins ums andere wieder ab.
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