Autoimmunkrankheit, Thrombozytopenie, Gewichtsverlust, Alternativen zu Kortison?
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Kennt sich jemand mit Autoimmunkrankheiten beim Hund aus?
Kurzfassung:
Die Autoimmunkrankheit führt bei meinem Hund zum massiven Abbau der Blutplättchen, was lebensgefährliche Blutungen auslösen kann. Er bekommt dagegen hohe Kortisondosen. Leider hat das Kortison schwere Nebenwirkungen. Er hat innerhalb von 4 Wochen 5kg abgenommen, hat stark erhöhte Leberwerte und Magen-Darm-Probleme.
Vielleicht hatte schon mal jemand das Problem und hat zufällig eine Idee zur möglichst sanften Therapie erhalten.
Langfassung:
Hund (1,5 Jahre, 26kg, Kleiner Münsterländer) wurde wegen Fieber und Schlappheit beim TA vorgestellt.
Das Blutbild zeigte zunächst sehr niedrige Thrombozytenwerte (=Blutplättchenwerte).
Da dies das Leitbild von durch Zecken übertragbaren Krankheiten ist, wurde auf Verdacht mit Doxybactin behandelt und gleichzeitig Kortison gegeben, um den gefährlich niedrigen Thrombozytenwerten entgegen zu wirken, sollte es doch nicht die vermutete Krankheit sein.
Diagnose: Anaplasmose wurde durch einen weiteren Test bestätigt.
Weitere Behandlung mit Doxybactin für 3 Wochen.
Da die Thrombozyten wieder im normalen Bereich waren, wurde gleichzeitig versucht das Kortison auszuschleichen. Sobald die Dosis reduziert wurde, fielen die Blutblättchenwerte wieder ab, so dass das Kortison am Ende sogar wieder erhöht werden musste.
Ein PCR Test nach drei Wochen zeigte, dass die Anaplasmen weg sind. Die Behandlung mit Doxybactin wurde eingestellt.
Es blieb das Problem mit den Blutblättchenwerten.
Es wird nun vermutet, dass dieses Problem doch unabhängig von der Anaplasmose bestand. Sprich, es sich um eine Autoimmunkrankheit ungeklärten Ursprungs handelt.
Das akute Problem ist, dass der Hund massiv an Gewicht verliert (innerhalb von 4 Wochen fast 5 kg). Dies ist eine Nebenwirkung des Kortisons. Er hat zudem stark erhöhte Leberwerte und Magen-Darm-Probleme.
Wir brauchen aber das Kortison, um die Blutblättchenwerte oben zu halten.
Kreative Ideen zur möglichst schonenden Therapie sind gefragt. Auf dem Standardweg kommen wir nicht mehr weiter.
Hatte vielleicht jemand einen ähnlichen Fall? Mein Kleiner hat nicht mehr viel Puffer an Gewicht 😢😥
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31. Juli 2021 um 15:11
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Es gibt ja nicht "die" Autoimmunkrankheit, sondern leider so einige mit unterschiedlichen Ursachen und Symptomen.
Ich würde in einer Tierklinik oder Tierärztlichen Hochschule eine Zweitmeinung einholen.
Wieviel Cortison bekommt dein Hund, wie lange schon und wie schnell wurde es reduziert? -
Bestimmt interessant für dich, denn Thrombozytopenie kann viele Ursachen haben:
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/10507/1/Botsch_Veronika.pdf -
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Kennt sich jemand mit Autoimmunkrankheiten beim Hund aus?
Kurzfassung:
Die Autoimmunkrankheit führt bei meinem Hund zum massiven Abbau der Blutplättchen, was lebensgefährliche Blutungen auslösen kann. Er bekommt dagegen hohe Kortisondosen. Leider hat das Kortison schwere Nebenwirkungen. Er hat innerhalb von 4 Wochen 5kg abgenommen, hat stark erhöhte Leberwerte und Magen-Darm-Probleme.
Vielleicht hatte schon mal jemand das Problem und hat zufällig eine Idee zur möglichst sanften Therapie erhalten.
Langfassung:
Hund (1,5 Jahre, 26kg, Kleiner Münsterländer) wurde wegen Fieber und Schlappheit beim TA vorgestellt.
Das Blutbild zeigte zunächst sehr niedrige Thrombozytenwerte (=Blutplättchenwerte).
Da dies das Leitbild von durch Zecken übertragbaren Krankheiten ist, wurde auf Verdacht mit Doxybactin behandelt und gleichzeitig Kortison gegeben, um den gefährlich niedrigen Thrombozytenwerten entgegen zu wirken, sollte es doch nicht die vermutete Krankheit sein.
Diagnose: Anaplasmose wurde durch einen weiteren Test bestätigt.
Weitere Behandlung mit Doxybactin für 3 Wochen.
Da die Thrombozyten wieder im normalen Bereich waren, wurde gleichzeitig versucht das Kortison auszuschleichen. Sobald die Dosis reduziert wurde, fielen die Blutblättchenwerte wieder ab, so dass das Kortison am Ende sogar wieder erhöht werden musste.
Ein PCR Test nach drei Wochen zeigte, dass die Anaplasmen weg sind. Die Behandlung mit Doxybactin wurde eingestellt.
Es blieb das Problem mit den Blutblättchenwerten.
Es wird nun vermutet, dass dieses Problem doch unabhängig von der Anaplasmose bestand. Sprich, es sich um eine Autoimmunkrankheit ungeklärten Ursprungs handelt.
Das akute Problem ist, dass der Hund massiv an Gewicht verliert (innerhalb von 4 Wochen fast 5 kg). Dies ist eine Nebenwirkung des Kortisons. Er hat zudem stark erhöhte Leberwerte und Magen-Darm-Probleme.
Wir brauchen aber das Kortison, um die Blutblättchenwerte oben zu halten.
Kreative Ideen zur möglichst schonenden Therapie sind gefragt. Auf dem Standardweg kommen wir nicht mehr weiter.
Hatte vielleicht jemand einen ähnlichen Fall? Mein Kleiner hat nicht mehr viel Puffer an Gewicht 😢😥
Huhu,
Wir stehen aktuell vor dem gleichen Problem.
Ich hoffe doch, dass es deinem Kleinen wieder gut geht! Würdest du uns vielleicht einen Tipp geben..?
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