Stammzellentherapie bei Arthrose

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 915 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Gast88272.

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    Hat das schon jemand hier gemacht? Also Stammzellentherapie bei Gelenkserkrankungen.


    Erfahrungen sehr willkommen.

  • Ich kann Dir das nur für Menschen beantworten.

    In der Schulmedizin ist das Verfahren bisher nicht etabliert. Es gibt bisher 6 Studien mit etwa 200 Testpersonen. Das ist sehr wenig, man kann evtl. Verzerrungen z.B. durch andere Erkrankungen nicht ausreichend berücksichtigen. Auch wurden die Patienten nur ein Jahr lang beobachtet, es ist also nichts über Langzeitwirkungen bekannt.

    Risiken und Komplikationen wurden ebenfalls bisher nicht ausreichend untersucht.

    Zusammenfassend kann man sagen, daß bisher eindeutige wissenschaftliche Belege für einen Nutzen fehlen. Diese Therapieform ist einfach noch unzureichend erforscht.

    In der Regel läuft die Tiermedizin der Humanmedizin immer einige Jahre hinterher, d.h. neue Verfahren aus der Humanmedizin werden entsprechend später von der Veterinärmedizin übernommen.

    Wenn also jemand diese Therapieform zum jetzigen Zeitpunkt, wo das Verfahren in der Humanmedizin (noch) nicht etabliert ist, für Hunde anbietet, wäre ich extrem skeptisch. Du willst doch Deinen Hund nicht zum Versuchskaninchen machen!

    Dazu kommt, daß jede Injektion ins Gelenk auch bei sterilem Arbeiten ein Infektionsrisiko beeinhaltet. Infektionen im Gelenk sind sehr schwer therapierbar!

    Das Risiko einzugehen für ein fragwürdiges, unausgereiftes Verfahren halte ich für nicht vertretbar.


    LG,Gisela

  • Ich habe das 2017 bei meinem Hund machen lassen.


    Er musste hierfür in Narkose gelegt werden, weil ihm Gewebe aus dem Nackenbereich entfernt wurde. Das Stammzellenserum ist dann einige Zeit später, erneut unter Narkose, in die Gelenke gespritzt worden. Leider hatte es bei uns nicht merklich angeschlagen. Es soll wohl aber auch andere Fälle geben.


    Letzten Endes, sofern die Narkosen für Deinen Hund kein gesteigertes Risiko darstellen, ist es den Versuch sicherlich wert. Es ist allerdings etwas kostspielig - doch wenn es am Geld nicht liegen soll, versuch es.


    Ich drücke euch fest die Daumen

    LGe Anna

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  • Vorerst ist es nur Neugierde, kein zwingend angedachter Behandlungsweg, sondern eine, je nach Diagnose und Zustand der Gelenke, in den Raum geworfene Option.


    In Wien und Umland scheint das ein häufiger angebotenes Verfahren zu sein, was vielleicht auch an der relativen Nähe zu Slowenien liegt, wo die "Stammzellenzuchtfirma" ihren Sitz hat.


    Ganz unplausibel klingt das alles nicht, aber so ganz überzeugend auch nicht.


    Erinnert mich ein bisschen an das Thema Goldimplantate, wo auch viel Hoffnung mitschwingt, aber konkret messbare Ergebnisse Mangelware sind.

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