Ich glaube er weiß nicht, das er ein Hund ist

  • Der Hund von einem Kumpel (Kleinhund/Chichuachua/irgendwas Mischling), macht immer mehr den Anschein, als wüsste er nicht das er ein Hund ist. Oder als wäre er zu vermenschlicht worden. Sie haben alles checken lassen. Sogar Augen und Geruchssinn, weil das die ersten Anlaufpunkte für sein Verhalten waren. Der Kleine ist jetzt 3 Jahre alt. Er kennt mittlerweile jede Person, die mit ihm zu tun hat und akzeptiert diese auch. Dennoch kommt es vor, das er angsterfüllt los bellt und knurrt, sobald jemand gewohntes anders aussieht. Mein Freund z.B. versteht sich super mit ihm. Aber wenn er ein Kappi oder eine Brille trägt, dann führt sich der Hund auf, als würde er ihn nicht kennen. So ist das bei jeder äußerlichen Veränderung bei jedem. Auch wenn man ihm die Hand hinhält, damit er evtl am Geruch erkennen kann, das es sein Freund/in ist, tickt er bellend aus.

    Sein Halter macht dann leider den Fehler, das er seine Angst bestärkt, indem er ihn auf den Schoß nimmt und ihn mit der na ja Gefahr konfrontiert. Nebenbei wird noch ei ei gemacht usw.
    Er kann generell keine Kommandos etc. Sitz oder s.ä. funktioniert auch nicht immer. Aber müsste ein Hund nicht normalerweise jemanden am Geruch erkennen? Ohne ihn bei jeder Veränderung sofort an zu knurren. Manchmal erinnert uns der Kleine an Dori...wat wer bist du denn..so ungefähr

  • Den Hund interessiert überhaupt nicht was er ist. Davon auszugehen es würde - das ist vermenschlicht.
    Es wäre sehr unpraktisch für den Hund sich beim Erkennen von Menschen nur auf seinen Geruchssinn zu verlassen, deswegen erkennen unsere Hunde uns meistens daran wie wir uns bewegen, an unserer Stimme und ganz grob an unserem Erscheinungsbild. Und zwar so grob, dass ein Hut oder hohe Schuhe schon ausreichen können um den Hund erstmal zu verwirren. Das ist völlig normal und ich habe noch keinen Hund kennengelernt, dem das nicht ab und zu mal passiert ist. Der Hund nimmt so viele menschliche Gerüche in seiner Umgebung wahr, daran kann er sich nicht ausschließlich orientieren.
    Und auf die Welt ist bislang noch jeder Hund gekommen ohne auch nur ein einziges Kommando zu verstehen... ;)

  • @Pan8dora - ich versteh die Ausgangslage nicht so ganz. Der Hund klingt der Beschreibung nach gestresst. Das kann sehr viele Gründe haben. Auch das "auf den Schoß nehmen" ist nicht automatisch Angst bestärkend. Es kann sein, dass das Schutz bietet und beruhigend wirkt. Aber eben nur dann, wenn der Mensch dabei passend vorgeht. Es kann sein, dass der Hund sich dabei noch bedrohter fühlt, weil er fixiert wird und sich nicht mehr zurückziehen kann.

    Was irgendwas davon mit Vermenschlichen oder damit zu tun hat, dass der Hund nicht weiß, dass er ein Hund ist, entzieht sich meinem Verständnis. Vielleicht kannst du da nochmal Klarheit schaffen.

  • Ich finde eigentlich, der klingt überhaupt nicht gestresst sondern im Großen und Ganzen wie ein ziemlich normaler Hund? Abseits der Stresssituation "komisch aussehender Mensch", die ebenfalls normal ist |) , deutet da doch nichts auf Stress hin sondern auf einen Begleithund der auch sehr streng nach Wortlaut als solcher geführt wird. Kommt mit allen gut klar, reagiert manchmal schreckhaft, wird vom Herrchen liebgehabt und nicht großartig gefordert. Da fallen mir drölf mir bekannte Hunde ein, auf die das so zutrifft und keinen davon würde ich als "gestresst", nichtmal als alles andere als "normal" bezeichnen. :ugly:

  • Chichuachua

    Also zuerst einmal: man schreibt die Rasse "Chihuahua".
    Sorry, für mich, als Chihuahua-Halter, ist diese Schreibweise ganz schlimm! |)

    Sein Halter macht dann leider den Fehler, das er seine Angst bestärkt, indem er ihn auf den Schoß nimmt und ihn mit der na ja Gefahr konfrontiert. Nebenbei wird noch ei ei gemacht usw.

    Ich finde, sowas ist ganz schrecklich.

    Wie kann man einen Hund, der offensichtlich vor etwas Angst hat, auch noch direkt dazu zwingen, sich der Situation zu stellen, auch wenn er dazu nicht bereit ist.

    Der Hund hat gelernt, dass keiner da ist, der ihn beschützt und in solchen Momenten Sicherheit gibt!
    Im Gegenteil, man zwingt ihn, da durch zu müssen- ohne Wenn und Aber!

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