Melden abgewöhnen?

  • Bevor es sich weiter verfestigt frag ich lieber :D

    Gustl meldet. Hat er schon immer gern. Aber noch im Rahmen. Also max 10 Wuffs am Tag und nur wenn irgendwo ungewöhnliche Geräusche waren. Seit gestern ist es nun extremer geworden. Fenster bei der Hitze sind auf, und es werden Geräusche von draussen gemeldet. Oder wenn jemand die Haustür schliesst. Menschen im Treppenhaus selbst werden ignoriert.

    Döst oder schläft er stören ihn die Geräusche nicht. Aber jetzt z.B. waren wir grad draussen zur abendlichen Gassirunde und dann legte sich Gustl unter Wohnzimmerfenster und meldete wirklich jedes aussergewöhnliche Geräusch. Mal mit lautem Bellen, mal mit wiederholtem Wuffen... Es nervt. Und es stresst uns beide auf Dauer.

    Habt ihr Tipps wie ich ihm das abgewöhnen kann? Er ist ja so schon ein kleiner Kontroletti und will alles im Auge behalten. Wenn er mir jetzt auch noch die ganze Zeit erzählt dass irgendwo was los sein könnte - das halt ich nicht aus :D

    Btw. wegen unserem Männerproblem - wir haben jetzt mit Zeigen und Benennen angefangen :winken: . Hundeschule kommt trotzdem ^^

    Nochmal zur Ergänzung, er meldet auffällig häufig wenn er in Fenster- oder Türnähe liegt. Von der Tür scheuch ich ihn immer schon weg. Fensternähe lässt sich nicht ganz so leicht vermeiden. Und grad hat er sich zum Dösen langgelegt (wo er nicht soll und wo ich ihn gleich wegscheuche) und Geräusche draussen interessieren nicht mehr.

    Wie kann ich meinen kleinen Spinner entspinnen`? :ugly:

  • Ich hab immer gute Erfahrungen damit gemacht, den Welpen/Hund kurz für seine Wachsamkeit zu loben und ihm dann mit einem "Aus!"-Kommando klarzumachen, dass ich jetzt übernehme. Das hat schnell dazu geführt, dass der Hund mich nach dem ersten Anschlagen ansieht, um zu erfahren, ob das jetzt ernstzunehmen ist - oder eben nicht.

    Ich gewöhne das Melden also nicht generell ab (was bei einem so reaktiven Hund wie meinem Terrier eh ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen wäre), sondern stelle es sozusagen unter mein Kommando.

  • Ich belohne wenn ein Hund meldet und bestätige (ja hast Recht, da ist was). Bedanke mich und schiebe einen Keks rein.
    Dann baue ich ein Alternativverhalten auf, dass Hund sich irgendwann selbst aus der Situation / aus der Bellerei rausretten kann, bei mir ist das in ein bestimmtes Mätteli gehen. Dort wird dann belohnt.
    Klappt sogar beim Spitz :smile:
    Sie ist natürlich nicht stumm, sie darf und soll melden aber im Rahmen. Mir reicht einmal wuff, das wird sie auch noch checken.
    Das Alternativverhalten musste / muss ich aufbauen weil sie sich in Rage kläffen kann und wenn ich nicht da bin, will ich dass sie sich selber helfen kann.

    Alltägliche Geräusche bestätige ich genau so, da reicht dann irgendwann ein "das ist nurblabliblablupp" und noch späterer ist's egal.

  • Enzo ist auch ein kleiner Kontroletti.

    Ich lobe gleich nach dem ersten Beller und sage dann ruhig "alles gut". Die Erfolge sind eigentlich sehr schnell eingetreten.

  • Komischerweise ist bis jetzt alles ruhig. Trotzdem das alle Fenster und Türen offen sind und reichlich Aktion im und ums Haus herum geschieht. Wenns da wirklich ein Muster gibt, dann spielt er nach der grossen Runde heute abend wieder Wachhund :D

    Dann kann ich meine Lobverteilungsfähigkeiten wieder üben. Bin echt froh, dass dies ein Verhalten ist an dem man so leicht arbeiten kann :bindafür:

  • Hi, unsere Lilly meldet bevorzugt auch abends und nachts, tagsüber überlässt sie das Aufpassen scheinbar uns.

    LG Nicole

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