Wunsch nach Zweithund aber Angst vor Reaktion des Ersthundes

  • Hallo an alle,

    ich weiß nicht wo ich so recht anfangen soll und zwar geht es um unseren Hund Jester.
    Er ist nun fast 3 Jahre alt und vor ca. einem Jahr keimte bei uns der Wunsch nach einem Zweithund auf.
    Wir hatten sehr lange überlegt und für so ziemlich jedes Worst case Szenario auch schon eine Art Plan, aber dennoch lief das Kapitel Zweithund bei uns total aus dem Ruder.

    Jester ist für uns eigentlich ein recht einfacher Rüde.
    Nach der Welpenschule übte ich mit ihm alleine und er fand bei uns im Ort auch schnell hündische Freunde.
    Manchmal war er etwas aufdringlich und stürmisch bei anderen Hunden, aber nicht bei allen.
    Bei einem kastrierten Rüden zB.da war er einmal wie verrückt und somit brachen wir den Spaziergang damals ab.
    Mit anderen Hunden klappt es sehr gut, zB. mit einer kastrierte Bolonka Hündin die uns alle 2 Wochen für 4 Stunden besucht.

    Nun kam dann irgendwann unser Zweithund ins Haus ein Welpe, 12 Wochen, Hündin)
    und da begann dann der Terror :rotekarte:

    Er fing an sie schon bei der ersten Begegnung vor der Tür wie ein irrer zu verfolgen.
    Da dachten wir noch alles wird gut, aber die nächsten 3 Tage waren ein absoluter Nervenkrieg für Mensch und Tier.
    Er versuchte sie ununterbrochen zu besteigen, wund zu lecken, hechelte, jaulte, hatte Schaum vor dem Mund und fraß nicht einen Bissen.
    Er schlief nicht und trotz räumlicher Trennung jaulte er die Nacht durch.

    Wir waren dann mit ihm beim Tierarzt und dort bekam er eine Hormonspritze und einen Kastrationschip.
    Natürlich brachte das so schnell keine Linderung und ich hatte wirkliche Angst um unseren Hund.
    Er war fix und fertig :ka:
    Er war nicht mehr ansprechbar..

    Schweren Herzens brachten wir die Kleine zurück zum Züchter (Der sowas noch nie gehört hatte)

    Jetzt sind einige Monate vergangen und Jester ist durch den Chip ganz anders geworden.
    Er hat früher immer mal Urin aufgeleckt was er nicht mehr tut und bei Hundebegegnungen ist er mehr als entspannt.

    Ich war neulich mit ihm bei der Züchterin da sie wieder Welpen hat, da ist Jester zwischen Welpen und Muttertier ganz schüchtern gewesen, allerdings war das ja in einer ganz fremden Umgebung.
    Würde ich es irgendwann nochmal mit ein Zweithund versuchen, dann wohl nur mit einem Rüdenwelpen, aber die Angst das sowas nochmal passiert ist einfach zu groß.

    Nun meine Frage: Hat jemand so etwas schon mal erlebt und was könnte der Grund für sein Verhalten damals gewesen sein?

    Ganz Liebe Grüße

  • Ich tippe auf eine Entzündung bei der Kleinen. Darmentzündung oder Junghundvaginitis beispielsweise.

    Sowas kann einen Rüden ganz verrückt machen. Oftmals schlimmer als eine läufige Hündin.

  • aber das Verhalten von unserem Rüden hat uns damals total geschockt.

    Ist tatsächlich aber völlig normal wenn es um Entzündungen geht.

    Sehr viele intakte Rüden reagieren so. Das ist nicht abartig, ungewöhnlich und man muss nicht geschockt sein. Im Gegenteil ist diese Reaktion sogar oft nützlich.

    Meine beiden intakten Rüden reagieren auch so. Und sind deswegen perfekte Anzeiger dafür, wenn etwas so gar nicht in Ordnung ist.

    Die Hündin einer Bekannten wurde bei jedem Spaziergang von den Rüden (auch meinem) belästigt, obwohl sie nicht läufig war. Meine Bekannte hat ihre Hündin untersuchen lassen und es wurde eine verdeckte Gebärmutterentzündung festgestellt. Was ein Glück, das hätte sonst für die Hündin lebensgefährlich werden können.

    Mein Großer hat eines Tages auch plötzlich so auf meinen Kleinen reagiert. Den habe ich dann sofort auf links gedreht und einen leichten Vorhautkatahrr bei meinem Kleinen festgestellt (haben meine zum Glück sonst nie). Nach Abwaschen und Spülen war dann alles wieder normal.

    Wenn man als Frau übrigens plötzlich von seinem Rüden beleckt und gerammelt wird, obwohl der das sonst nie macht, sollte man die Beine in die Hand nehmen und den Frauenarzt aufsuchen.

    Man kann das jetzt im nachhinein natürlich nicht mehr nachprüfen, geht aber mal davon aus, dass Ihr einen völlig normalen Hund habt, der sich so verhalten hat, wie es viele Rüden tun.

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