Hund "friert ein" nach dem Ableinen
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Hallo ihr Lieben!
Folgendes Problem: Louis ist ein 5 Monate alter Flattie - An der Leine auf dem Feld laufen klappt super, aber kaum ist die Leine ab, bleibt Louis einfach stehen und 'friert ein'. Weder 'Hier!' , noch Leckerli, noch rumhampeln bringen ihn zum Weiterlaufen....
Ich habs mit Versteckspiel versucht, mit Spielzeug, mit Rufen und Hampeln - nö! Der Herr bleibt stehen. Meistens leine ich ihn dann einfach wieder an und es geht weiter, als wäre nie etwas gewesen.
Er hat in der Gegend keine schlechten Erfahrungen gemacht und auch die "ich verlasse mein Nest nicht" - Phase haben wir schon durch. Vor zwei Wochen war das Problem noch nicht und ich bin ehrlich gesagt ziemlich ratlos...
Hat jemand eine Ahnung, was Lou mir damit sagen will?- Pfötchen!
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Hallo,
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Die Leine ist auch eine Sicherheit für deinen Hund. Liest sich für mich so als bräuchte er die Leine im Moment noch um sich an diesem Ort wohl zu fühlen.
Macht er das denn nur dort oder generell wenn er Freilauf bekommen soll?Ich würde mal gar kein Tamtam darum machen und das erst mal einfach so akzeptieren, dann gibt es eben erst mal nur Leinenspaziergänge. Ich würde an anderer Stelle austesten ob es ok für ihn ist, wenn die Leine ab ist. Du kannst auch schauen ob er mit einer längeren z.B. Schleppleine auch mitkommt.
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Ich würd das ehrlichgesagt nicht abwarten wollen bis es evtl. zu einem ausgewachsenen Problem wird. Find das ziemlich ungewöhnlich.
Irgend eine komische Verknüpfung wird er da gemacht haben.Hast du ihn am Halsband oder am Geschirr? Löst er sich denn an der Leine von dir und schnüffelt interessiert an der Umwelt?
Geschirr + Schleppleine könnte man versuchen. Einfach nebenbei, am besten wenn er abgelenkt ist die Leine immer länger werden lassen und dann schleifen lassen. Nimm dafür am besten eine sehr leichte Leine.Was du auch machen kannst ist drinnen das Ableinen üben. Du nimmst ihn einfach drinnen an die Leine, machst sein Fressen (ich denke mal er ist verfressen, oder?), leinst ihn ab und lässt ihn zum Futter. Sollte er da auch einfrieren, kannst ihn an der Leine zum Napf führen und ableinen wenn er gerade frisst. Danach wird er sich höchstwahrscheinlich frei bewegen. Das Ableinen kannst du dann immer früher stattfinden lassen am Napf.
Noch eine Idee: baue drinnen ohne Leine das Signal such auf. Lass ihn Sitz machen, verstecke oder streue Leckerli und schicke ihn dann mit einem Such da hin. Wenn er das gut kapiert hat, dann lein ihn drinnen auch mal an und ab dafür und verlagere das dann schrittweise nach draußen. Dort ihn wieder sitzen lassen, ableinen, Leckerli z.B. im Gras verstreuen und dann zum Suchen schicken. Super gute Leckerli wie Käse und Wurst können auch die Hemmschwelle senken.
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Macht er das denn nur dort oder generell wenn er Freilauf bekommen soll?
Er macht es generell. Leine ab - stillgestanden. Wenn ich merke, dass er quirlig wird und ich auf einem befestigten Feldweg bin, dann flitzt er auch manchmal tatsächlich ohne Leine weiter, aber sobald er aus dem 10m Radius kommt, geht das Theater von vorne los...
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Dann hat er also generell ein Problem damit sich von dir zu entfernen?
Wenn er dann schon mal frei lief, bleibt er dann stehen bis du näher bist und läuft dann von selbst weiter, oder bleibt er ganz stehen bis du ihn anleinst? -
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Hast du ihn am Halsband oder am Geschirr? Löst er sich denn an der Leine von dir und schnüffelt interessiert an der Umwelt?
Wir haben beides und wählen - je nach Route aus. Auf den Feldern nehme ich ihn lieber an der 3m Leine mit Geschirr, in der Stadt mit 1,20m Leine und Geschirr und auf kurzen Strecken durch ruhige Straßen bis zu unserer Wiese (unsere Schlechtwetterroute) bleibt es beim guten alten Halsband.
Ja, er ist neugierig und nimmt alles in die Schnauze. Das bestätigt mir eigentlich, dass er ein gesunder Hund ist. Die einzige Fehlverknüpfung die ich mir vorstellen kann ist die Bekanntschaft mit einem Elektrozaun vor einigen Wochen, auf dem Reiterhof, auf dem ich reite.
Jemand hatte den Zaun eingeschalten gelassen, obwohl keine Pferde auf der Koppel waren und ich habs nicht gehört (das Pfetzen vom Zaun ist recht leise). Dann hab ich ihn zum Koppel säubern mitgenommen... und da ist es passiert...
Aber dass er deshalb ohne Leine nicht laufen will, glaube ich nicht.
Ich werde mal die Übungen probierenDanke!
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Dann hat er also generell ein Problem damit sich von dir zu entfernen?
Wenn er dann schon mal frei lief, bleibt er dann stehen bis du näher bist und läuft dann von selbst weiter, oder bleibt er ganz stehen bis du ihn anleinst?Nein, wenn er frei läuft, wartet er und geht weiter, wenn ich bei ihm bin. Dann ist alles normal. Geländewechsel fallen ihm da schwerer, wenn ich so darüber nachdenke. Vom Weg in die Wiese, vom Schotter auf Feldweg...
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Ich könnte mir vorstellen, dass Dummytraining euch auch dabei helfen könnte.
Hast du mal geschaut ob da eine Trainingsgruppe in deiner Nähe ist? -
Noch eine Idee: baue drinnen ohne Leine das Signal such auf. Lass ihn Sitz machen, verstecke oder streue Leckerli und schicke ihn dann mit einem Such da hin. Wenn er das gut kapiert hat, dann lein ihn drinnen auch mal an und ab dafür und verlagere das dann schrittweise nach draußen. Dort ihn wieder sitzen lassen, ableinen, Leckerli z.B. im Gras verstreuen und dann zum Suchen schicken. Super gute Leckerli wie Käse und Wurst können auch die Hemmschwelle senken.
Ich würde sowas ehrlich gesagt nicht machen. Ich habe wie gesagt das Problem hier auch, obwohl vermutlich aus einer anderen Motivation heraus oder vielleicht auch nicht.. Aber umso mehr Gewese man um die Sache macht umso schlimmer wird es. Das wird ein richtiges Problem, teils muss man dann auch immer kreativer werden, weil der Hund die Tricks irgendwann kennt und noch tollere Sachen erwartet, gerade wenn man mit Futter arbeitet.
Nein, wenn er frei läuft, wartet er und geht weiter, wenn ich bei ihm bin. Dann ist alles normal. Geländewechsel fallen ihm da schwerer, wenn ich so darüber nachdenke. Vom Weg in die Wiese, vom Schotter auf Feldweg.
Ich glaube wie gesagt, dass dein junger Hund einfach noch etwas unsicher ist. Auch wenn du sagst, er bewegt sich in neuer Umgebung erst mal nicht so unbeschwert.
Die Sache mit dem Elektrozaun kann auch ein Auslöser sein!
Geh doch mal von 3 auf 5 oder mehr Meter und schau ob er mit längerer Leine auch noch klar kommt. Sowas verschwindet oft von allein wieder wenn man selbst entspannt bleibt und nicht ständig erwartet, dass man an der Sache herumdoktern muss.
Vielleicht generell auf neuen Strecken mal mehr mit dem Hund arbeiten oder ihn motivieren die Umgebung zu erkunden. Selbstvertrauen stärken und dann wird das auch wieder besser ohne An-und Ableintraining. -
Der Trick dabei ist ja eigentlich genau kein Gewese drum zu machen.
Ein Suchsignal kann ja ganz unabhängig vom Ableinproblem aufgebaut und geübt werden. Und wenns gut sitzt, dann das ganze ganz nebenbei verbinden. Die Erwartungshaltung beim Such-Signal ist dann bei gutem Training so groß, dass das Ableinen vergessen wird.Wenn man zu schnell vorgeht, sich nicht sicher ist o.Ä. kanns natürlich auch schief gehen, aber wenn man das nicht 10x hintereinander weiter testet, seh ich da kein Problem.
Wenn man jetzt das Ableinen und Anleinen speziell üben würde mit Clicker o.Ä. dann würde ich dir recht geben. Aber bei meinem Vorschlag gehts um den Aufbau eines unabhängigen Signals.
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