Hündin, 10 Monate, bellt bei Dunkelheit

  • Hallo Ihr Lieben,

    mein Mini-Bullterrier-Mädchen fängt immer abends an zu bellen. Hauptauslöser ist meines Erachtens das große Terrassenfenster, in welchem sich der Fernseher spiegelt, natürlich auch alle anderen Fenster an denen man vorbeiläuft. Sie ist generell bei Dunkelheit sehr unsicher. Seit ein paar Wochen sind wir umgezogen. Sie machte diese Anstalten in der alten Wohnung auch schon, nur war dort die Fensterftont nicht so groß und auch keine ungewohnten Geräusche, da ließ sie sich entsprechend stören oder ablenken. Aber jetzt in der neuen Wohnung, ganz schlimm, wir können nicht mehr fernsehen, geschweige denn sich unterhalten. Wir haben schon vieles versucht, ignorieren, loben wenn sie ruhig ist, ablenken, schimpfen, nichts hilft. Auch Vorhang zuziehen hilft nicht. Ich bin bloß froh, dass wir junge Nachbarn haben, die das nicht stört. Wenn sie dann in dem Modus ist, bellt sie dann natürlich auch bei jedem ungewohnten Geräusch. Es ist echt nervzerreißend und sie tut mir auch so leid. Wenn es dann ans schlafen gehen geht, schreckt sie bei jedem Geräusch hoch und tapst dann unruhig von einer Ecke in die andere, das geht dann ca. ne halbe Stunde.

    Bin für jeden Tip sehr dankbar!

  • Hallo,

    im Juni hattest du bereits einen Thread wegen Unsicherheiten und Ängsten deiner jungen Hündin gestartet.
    Unsicher bzw. ängstlich außerhalb gewohnten Umfeld

    Ist das besser geworden?
    War sie von Anfang so ängstlich?
    Woher hast du sie, wie wurde sie aufgezogen?
    Möglicherweise handelt es sich "nur" um eine Unsicherheitsphase, vielleicht steckt mehr dahinter, daher die Frage, woher du sie hast, wie lange bereits und wie sie aufgezogen wurde.

    LG Themis

  • sie war von Anfang an unsicher, mal mehr mal weniger. Sie kommt vom Züchter und wir haben sie bekommen da war sie knapp 10 Wochen alt. Als Welpe wollte sie schon nicht gassi gehen, da waren wir froh, wenn wir 20 Meter schafften und sie ihr Geschäft gemacht hat. Ist am Anfang ja aber normal, war bei meinem Rüden ja auch so. Das Treppen laufen ist kein Problem mehr, aber in ungewohnter Umgebung ohne meinen Rüden geht gar nichts und selbst wenn er dabei ist, hat sie nach paar Minuten keine Lust mehr. Auf Menschen geht sie freudig zu, das ist alles kein Problem. Ich weiß nicht was das manchmal soll. Ich kann es auch nicht an einem Ereignis fest machen.

  • achso zur bisherigen Aufzucht. Sie ist ja nicht mein erster Hund ich hab bei ihr nichts anders gemacht als bei meinen anderen Hunden. In der Nachbarschaft wohnten viele Hunde, man traf sich zufällig, Hunde spielten friedlich auf der Wiese. Sie weiß gar nicht was ein aggressives Verhalten ist. Deswegen versteh ich diese Unsicherheit nicht und ich weiß auch nicht wie ich damit umgehen soll. Ich wüßte auch nicht, was der Züchter falsch gemacht haben soll :ka: Ansonsten ist sie eher faul und wenn sie ihre 5 Min bekommt nicht zu bremsen, alles bullitypisch normal. Lebensmüde ist sie übrigens auch :headbash:

  • Im anderen Thread hast du geschrieben, dass du sie wg. einer Verletzung schonen musstest und nur wenig Gassi gehen konntest. Ich denke einfach, sie hat ein Stück weit die normale Umweltgewöhnung verpasst. Je nach Hund kann es wirklich sein, dass du alles beibringen und dem Hund die Sicherheit geben musst, die er grad nicht hat.

    Beispiel: Meine Hündin ging als Junghund weder weiter bei anderen Hundesichtungen, wenn jemand hinter uns lief, wenn jemand von der Seite kam und, und, und. Ich habe mir also angewöhnt, sie ins Auto zu packen und ständig andere, neue Wege zu gehen, mich auf sie und ihre Unsicherheiten zu konzentrieren, mit ihr zu spielen um Bindung und ihre Aufmerksamkeit zu mir zu stärken. Viel Arbeit war das, Rückschläge inklusive, ABER: Dadurch, dass ich mich viel mit ihr beschäftigt habe und sie gelernt hat mir quasi bedingungslos zu vertrauen, reichte irgendwann ein "Alles gut, ab Körbchen", aber es hat viel Geduld, positive Bestätigung und konsequente Erziehung bedeutet.

    Beschäftige dich mit ihr, fahr mit ihr raus, zeig ihr die Welt, pack sie zur Not an die Hausleine (ja, da is sie wieder ;) ) in deiner Nähe, wenn sie sich nicht beruhigen will. Sie muss noch viel lernen, damit sie sicherer wird, aber das braucht Zeit und vor allem zielgerichtete Aufmerksamkeit.

  • ja geräuschempfindlich und schreckhaft ist sie. Der Staubsauger oder der Haarföhn waren zu Anfang ein Graus, mittlerweile liegt sie da gechillt in der Ecke.

    Diese blöde Schonzeit hat vieles kaputt gemacht, das ist richtig. War ja mitten in der wichtigsten Phase.

    Ich hab mir vorhin eine Hundeschule angeschaut und Samstag gehe ich mit ihr hin und wir machen mal eine Stunde mit. Sie kann zwar Sitz, Bleib und Fuß aber unter Ablenkung soll das noch besser klappen und überhaupt möchte ich ihr, wie Du geschrieben hast Mia, die Welt zeigen und wenns halt sein muss zu Anfang in der Hundeschule, wollte ich zwar nicht mehr aber Versuch macht Klug. Sie durch den Wald schleifen oder durch die Fußgängerzone macht sie ja auch nicht glücklich und hat mir bislang nichts gebracht. Der sture Bullikopf spielt hierbei keine unwesentliche Rolle :fear:

    Aber was soll ich abends machen? Was ist da richtig? Trösten, stören ignorieren? Ich hab den Dreh noch nicht raus. Heute Abend ist sie verhältnismäßig ruhig :gott: Vielleicht ahnt sie, dass ich mir von euch Hilfe hole xD

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