Allergie? ASD so richtig?
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kamikazeherz -
30. September 2016 um 16:17
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Hey,
es geht um die Hündin meiner Eltern, die seit Juli extreme Schuppen/Schuppenflechte (im Bereich Rücken, Bauch und Seite) hat und sich vermehrt am Hals und an den Seiten kratzt. Der Tierarzt ist langsam ratlos und ich hoffe nun, dass ihr vielleicht noch Ideen habt. Zunächst bekam sie Cortison und Apoquel, was aber keine Besserung brachte, mittlerweile "nur" noch Apoquel. Als Futter bekam sie von klein auf das Trofu Wild Duck von Wolfsblut, dazu noch ein paar gemischte Leckerlies. Das wurde dann auf "Dark Forest" umgestellt, kannte die Fleischsorte und Süßkartoffeln ja noch nicht, aber es trat keine Besserung ein. Ich habe von Anfang an zu einer ASD geraten, was meine Mutter nun vor wenigen Tagen angefangen hat, es gibt nun nur noch Pferd und Kartoffeln, beides gekocht. Außerdem hat sie für den Notfall Reinfleischdosen Pferd gekauft und ebenso Kauartikel vom Pferd.
Nun füttert meine Mutter das Selbstgekochte seit wenigen Tagen, erwartet aber direkt eine Besserung. Ich bin mir da unsicher und meine, dass ein Hund, der solche Probleme hat, ja auch erstmal braucht, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen oder nicht?
Sie bekommt Pferd und Kartoffeln im Verhältnis 2:1, ist das richtig so?
Sie bekommt weiterhin Apoquel, ist das nicht eigentlich nutzlos während einer ASD? Das Ganze ist auch mit dem TA abgesprochen und der empfiehlt das so.
Muss es denn zwangsweise eine (Futtermittel)allergie sein? Ihre Plätze wurden gereinigt, ihre Näpfe sind aus Keramik.
Ich dachte auch irgendwie an Milben, ein Hautgeschabsel wurde nämlich bisher nicht gemacht.
Blutbild wurde auch noch nicht gemacht, da sie Anfang August das Cortison bekommen hat und das wohl mehrere Monate weit das Blutbild verfälschen kann, laut TA. Stimmt das?
Würde ein Allergietest Sinn machen? Wenn ja, welcher?(Flöhe sind übrigens getestet, hat sie nicht. Ebenso hat sie in den letzten 2 Jahren keine Chemie in den Nacken bekommen, letztes Jahr trug sie ein Scalibor.)
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Also..
Eine ASD macht nur Sinn wenn Komponenten gefüttert werden die noch unbekannt sind. Wenn die Hündin also schon Pferd bekommen hat war der Einkauf für die Katz. Leider ist inzwischen in so vielen Sorten irgendein exotisches zeug drin....
Prinzipiell ist die Herangehensweise aber richtig. Wobei so eine ASD durchaus Wochen bis Monate dauern kann. Und es kann auch eine Verschlimmerung der Symptome vorkommen (anfangs).
Apoquel ist aktuell sinnlos bis sogar störend da es Symptome verschleiern kann.
Milben wäre eine Erklärung, könnte auch ne Reaktion auf hausmilben sein. Das würde eine Behandlung wie bei einem menschlichen Allergiker notwendig machen. Futtermilben.. joa, auch möglich. Hauptproblemverursacher ist da tatsächlich Trockenfutter. Sollte es das sein sollte mit der ASD auch ne Besserung eintreten.
Mit Blut-allergietests hab ich keine Erfahrung, ich habe bisher nur unverträglichkeiten im Bereich Futter testen müssen und da geht nichts über die ASD.
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Ja, sie bekommt eine Fleischsorte, die sie nicht kennt, darauf habe ich geachtet, Pferd.
Danke dir schonmal, ich werde nochmal weitergeben, dass es dauern kann bis sich Besserung zeigt.

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Hast Du hier Die Ausschlussdiät - Infos und persönliche Erfahrungen schon reingeschaut?
Das ist DER Thread zum Thema ASD. Da kann Deine Mutter sogar ohne Anmeldung reinlesen.
LG, Chris
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Es macht auf jeden Fall Sinn eine Ausschlußdiät über 3 Monate zu machen. Diese muß allerdings sehr konsequent gemacht werden, sonst bringt es gar nichts. Das heißt, auch die Leckerlies müssen in den Plan passen und auch draußen darf sie nichts aufnehmen.
Sollte sich nach 3 Monaten gar nichts verändern, würde ich die Hündin einem Dermatologen vorstellen. Viele Tierkliniken bieten diese Fachrichtung an. Dort kann ein Pricktest gemacht werden, um zu schauen ob es eine Umweltkontaktallergie ist. Laßt keinen Allergietest im Blut machen, der ist viel zu ungenau in seiner Aussagekraft und füllt nur die Kassen der Tierärzte. Haustierärzte sind mit Allergien in der Regel überfordert, dafür sollte man unbedingt einen Facharzt aufsuchen.
Wir haben nun den zweiten Allergiehund und bei beiden sind es Umweltallergien, die ASD war immer umsonst. Trotz allem sollte man das Futter als Auslöser natürlich erst Mal ausschließen, ist auch für den Hund der geringste Aufwand. Blacky reagierte allergisch auf Hausstaub, - Futtermilben, Beifuß und Malassezien. Wir haben ihn dann mit speziell hergestelltem Serum hyposensibilisiert und nach einem halben Jahr hatten wir zum ersten Mal einen gesunden Hund. Honda reagiert auf viele Bäume, Gräser und auch auf Malassezien. Wir warten, nach dem Test letze Woche, gerade auf das Serum, dann beginnen wir mit der Hyposensibilisierung und hoffen, daß es bei Ihr genauso gut anschlägt wie bei Blacky. Kannst gerne Mal in unseren Threat schauen, ist alles auf den letzten Seiten nachzulesen.
Ich wünsche der Hündin alles Gute, denn diese Juckerei ist absolut quälend. -
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Wie alt ist die Hündin deiner Eltern denn und ist sie noch intakt? Ist im Juli irgendwas ungewöhnliches gewesen (Impfung, neue Kauartikel, neues Halsband /Brustgeschirr etc.). Ich würde auch mal überlegen, ob Waschpulver/Weichspüler umgestellt wurden.
Kurze Erklärung: Meine Hündin reagiert mit Juckreiz auf ihr Halsband und Geschirr mit Neopren gepolstert, besonders wenn es warm ist. Ebenfalls leidet sie durch die Hormonumstellung nach der Läufigkeit unter Juckreiz. Der ist allerdings nach max. 2 Wochen verschwunden. Bei der anfänglichen Fütterung von Wolfsblut gab es bei uns übrigens auch hecktisches Jucken. Ich habe das Futter dann auf Selbstgekochtes umgestellt.
Hat sie Schuppen oder bereits kahle Stellen? Was helfen kann, auch gegen Juckreiz, ist kolloidales Silber, gibt es zum Sprühen, es wirkt gegen Pilze, Bakterien, Viren und auch bei Milbenbefall.
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Bei meinem Dackel hatte die ganze Ausschlussdiät nichts gebracht, weil ich die Kauartikel (auf die AD angepasst) nicht weggelassen habe. Er kratzte sich viel am Bauch und unter den Achseln und den Hals hat er sich ständig blutig gekratzt. Bei ihm lag es letztendlich nicht am Futter, sondern am Proteinüberschuss durch die Kauartikel.
Meine jetzige Hündin bekommt daher keine tierischen Kauartikel.
Es hat leider 2 Jahre gedauert, bis ich drauf kam von was mein Hund ständig Allergiesymptome hat. Er hatte auch schuppige Haut, immer wieder Ohren- und Bindehautentzündung, das Fell fiel auf der Nase und den Ohrrändern aus.
Allergietest, Hautgeschapsel, Apoquell usw. hatten wir alles durch. -
Eine ASD ist ja nur sinnvoll, wenn der konkrete Verdacht besteht, dass es am Futter liegt.
Das scheint mir bei Euch eher Fischen im Trüben zu sein.Da die Allergie erst seit Juli auftritt: Hat sich da irgendetwas geändert? (Hatte @Mia2015 ja schon gefragt.) Und wie war es im vorigen Jahr? Trat der Juckreiz da auch schon im Sommer auf, eventuell schwächer als in diesem Jahr?
Dann würde ich versuchen, den Juckreiz und die Schuppen genauer zu lokalisieren. Besonders, wo die Schuppen auftreten (am ganzen Körper oder nur in den Achseln und Leisten und am Bauch).
Wälzt sich die Hündin oft auf der Wiese?
Bringt Bürsten/Abwaschen nach dem Gassi Erleichterung?
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Es macht auf jeden Fall Sinn eine Ausschlußdiät über 3 Monate zu machen. Diese muß allerdings sehr konsequent gemacht werden, sonst bringt es gar nichts. Das heißt, auch die Leckerlies müssen in den Plan passen und auch draußen darf sie nichts aufnehmen.
100% kannst du den Hund nicht kontrollieren, darüber hinaus ist es schwer den Auslöser selbst bei der Diät zu bestimmen. Meiner hat zB. positiv auf Getreide und Huhn reagiert... ich kann aber auch Kontaktallergie bzw. weitere Auslöser durch Lebensmittel nicht ausschließen, die erst versetzt bzw. ab bestimmter Konzentration wirken (zB ist bei uns bei Huhn so... während Getreide bereits bei geringer Menge wirkt).
Sollte sich nach 3 Monaten gar nichts verändern, würde ich die Hündin einem Dermatologen vorstellen. Viele Tierkliniken bieten diese Fachrichtung an. Dort kann ein Pricktest gemacht werden, um zu schauen ob es eine Umweltkontaktallergie ist. Laßt keinen Allergietest im Blut machen, der ist viel zu ungenau in seiner Aussagekraft und füllt nur die Kassen der Tierärzte. Haustierärzte sind mit Allergien in der Regel überfordert, dafür sollte man unbedingt einen Facharzt aufsuchen.
Pricktest kann genauso falsch positive Ergebnisse liefern. Bester Beispiel ist meine Frau.. beim Test zeigte sie viele Reaktionen auf viele Auslöser, während im täglichen Leben sie darauf nicht reagiert.
Wir haben nun den zweiten Allergiehund und bei beiden sind es Umweltallergien, die ASD war immer umsonst. Trotz allem sollte man das Futter als Auslöser natürlich erst Mal ausschließen, ist auch für den Hund der geringste Aufwand. Blacky reagierte allergisch auf Hausstaub, - Futtermilben, Beifuß und Malassezien. Wir haben ihn dann mit speziell hergestelltem Serum hyposensibilisiert und nach einem halben Jahr hatten wir zum ersten Mal einen gesunden Hund.
Wow...ist super... klingt aber wie eine Ausnahme... den nach 6 Monaten um 180° gedreht...
Honda reagiert auf viele Bäume, Gräser und auch auf Malassezien. Wir warten, nach dem Test letze Woche, gerade auf das Serum, dann beginnen wir mit der Hyposensibilisierung und hoffen, daß es bei Ihr genauso gut anschlägt wie bei Blacky. Kannst gerne Mal in unseren Threat schauen, ist alles auf den letzten Seiten nachzulesen.
Ich wünsche der Hündin alles Gute, denn diese Juckerei ist absolut quälend. -
Kurzes Update:
Es fällt mir nicht leicht meiner Mutter zu helfen, da sie meinen Rat (bzw euren, ich gebe quasi alles, was ihr hier schreibt 1:1 weiter) zwar annimmt, im Nachhinein aber doch wieder etwas anderes macht. Ich bitte daher das zu berücksichtigen, ich finde eure Antworten alle sehr hilfreich und wäre es mein Hund, würde einiges anders laufen, aber leider ist dem nicht so. Hexi wird im November 6, ist seit einem knappen Jahr kastriert, trägt nur Halsband und da immer das Gleiche. Es wurde ansonsten auch nichts umgestellt, da meine Eltern selbst sehr empfindlich sind und mein Vater zB nur ein Waschmittel verträgt und das seit Jahrzehnten das Gleiche ist. Sie wurde weder mehr gebadet, noch sonst etwas, geht aber von sich aus in Gewässer schwimmen, Ruhr zB und kleine Seen.
Wie jemand schrieb, es ist eher ein Fischen im Trüben und ich habe das Gefühl, dass der Tierarzt nicht weiterweiß, aber ich enthalte mich da mal einer weiteren Wertung und schreibe einfach mal, was nun passiert ist. Bitte bedenkt, dass ich wenig machen kann, außer meiner Mutter immer wieder das Gleiche zu schreiben. Nachdem ich meiner Mutter empfohlen habe mal ein Hautgeschabsel machen zu lassen zwecks Milben, hat sie den Tierarzt darauf angesprochen, der dann auch Milben in Erwähnung zog und ohne Untersuchung ein Präparat verschrieben hat, Sarolaner (oder ähnlich). Meine Mutter hat das auch direkt verabreicht und ja, diese "ASD" wird von Apoquel und Sarolaner begleitet und ist demnach also sinnlos, vor allem, nachdem mir meine Mutter schrieb, dass sie nun Leinöl hinzugibt... ja, ich enthalte mich meiner Meinung zu dem Thema, ich habe da eine ähnliche Meinung wie ihr, kann da aber nichts machen. Ich habe ihr längst empfohlen einen Spezialisten aufzusuchen, der erkennt Milben ja wahrscheinlich eher als ihr jetziger Tierarzt und für den Hund wäre es das Beste.. aber ja, es ist nicht meine.
Jedenfalls, das, was zählt: Hexi geht es besser, der Juckreiz hat sich so minmiert, dass sie nur noch wenig kratzt, 4x am Tag ca. Sie hat selbst erkannt, dass sie nun keine Ahnung hat, wieso es besser wird. Ob es die "ASD", das Apoquel oder das Medikament gegen Milben ist - Selbst schuld. Ist ja nicht so, als hätte ich ihr das auch geschrieben ... tief durchatmen. Jedenfalls möchte sie die Allergietabletten nun zu Ende füttern, sie reichen noch für 10 Tage. Wäre es dann nicht sinnvoll diese langsam auszuschleichen? Sie möchte die "ADS" nun noch 4 Wochen weitermachen, aber letztlich ist das dann ja auch egal, weil es ja eh nie eine richtige ADS war.

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