Einem ängstlichen Hund Sicherheit geben

  • Hast Du Infos, wie lange er dort im Tierheim war?Eventuell schon als Welpe dorthin gekommen oder sogar dort geboren von einer trächtigen Hündin?

    Er war ca. 1 Jahr in dem privaten Shelter. Dort war er nur mit Hunden zusammen, zum Füttern kamen dann mal 2 Pfleger vorbei.
    Zuvor war er in einer Tötungsstation. Also wenig bis gar keinen freundlichen Kontakt zu Menschen.
    Uns hat er bei der "Übergabe" gleich von oben bis unten abgeschlabbert, von der ersten Sekunde an kein Misstrauen.

  • Er war ca. 1 Jahr in dem privaten Shelter. Dort war er nur mit Hunden zusammen, zum Füttern kamen dann mal 2 Pfleger vorbei.
    Zuvor war er in einer Tötungsstation. Also wenig bis gar keinen freundlichen Kontakt zu Menschen.
    Uns hat er bei der "Übergabe" gleich von oben bis unten abgeschlabbert, von der ersten Sekunde an kein Misstrauen.

    Fast die gleiche Situation wie bei Faro. Er hatte in der Perrera auch keine Menschenkontakte und ist dementsprechend ängstlich und misstrauisch Fremden gegenüber.

    Wichtig ist, dass fremde Menschen den Hund ignorieren, ihn nicht bedrängen, denn das löst wie solchen Hunden Angst aus.
    Dass er Euch gegenüber so aufgeschlossen ist, ist sehr gut. So war das bei Faro auch, er vertraute uns schnell.
    Lasst alles langsam angehen, denn Euer Hund muss so viele Dinge lernen, sich in der neuen Umgebung einfügen, die Menschen einschätzen lernen etc.
    Es ist ein langer Weg, der sich lohnt und Du wirst täglich kleine Fortschritte sehen.

    Wenn Du Lust hast, gucke mal in unseren Thread. Da steht vieles über Faro und seine Unsicherheit, Angst

  • Glückwunsch zu eurem Rumänen. =)

    Wir haben selber seit April eine Rumänin und wir haben ihr anfangs ganz viel Struktur im Alltag gegeben, viel Ruhe und sind langsam an neue Situationen rangegangen, aber dennoch nicht übervorsichtig, sondern souverän und selbstsicher.

    Viele Unsicherheiten haben sich hier mit der Zeit und wachsendem Vertrauen ergeben. Geholfen hat bei uns, dass man aus den Situationen kein Drama macht und man selber ruhig bleibt und das auch ausstrahlt und es bestenfalls gar nicht zu großem Stress beim Hund kommen lässt. Falls es wirklich ernsthafte längerfristige Probleme geben sollte, würde ich diese Situationen erstmal durch Mangement vermeiden und dann gezielt daran arbeiten. Unserer Hündin waren zB anfangs Autos nicht geheuer, das hat sich nach ein paar Gassigängen erledigt. Irgendwo müssen Hunde auch mal durch, das ist oft ein schmaler Grat zwischen Aushalten oder dem gezielten Üben. Ich habe viel beobachtet und nach Bauchgefühl entschieden. ;)

    Jumpy kam auch immer hinterhergelaufen, anfangs haben wir sie es noch machen lassen. Als sich dann herausstellte, dass sie Schwächen beim Alleinebleiben hat, haben wir sie in der Wohnung oft auf ihr Körbchen geschickt. Dadurch entspannt sie jetzt auch, wenn wir nicht im Raum sind. Wenn ihr sie in 6 Wochen alleine lassen wollt, würde ich damit jetzt schon anfangen und wenn sie in einem Raum entspannt bleibt, auch mal kurz das Haus verlassen und schauen, ob es klappt. Falls es Probleme gibt, würde ich nur dann steigern, wenn es vorher gut klappt. Kein Abschied und kein Willkommens heiteitei und einfach so tun, als sei es das Normalste der Welt. Es hilft auch oft, wenn die Hunde nur einen Raum zur Verfügung haben, gerade wenn sie zum Bewachen neigen. Außerdem hat es hier deutlich geholfen, wenn sie vor dem Verlassen des Hauses eine Zeit lang nicht beachtet und auf ihren Platz geschickt wird, um sich schonmal abzukapseln. Oder wir geben unserer Hündin Futter und gehen dabei, damit sie das Gehen nicht wahrnimmt. Das klappt auch ganz gut. Ich würde mich aber dennoch um eine Alternative kümmern, falls es nicht bis dahin klappen sollte.

    Das Bellen und Bewachen bei Rumänen kann ich nur bestätigen. Unsere Hündin kann auch sehr territorial sein, sie zeigt dann einmal an und gut ist. Oder im Dunkeln, da knurrt sie andere Leute von weiter entfernt an. Finde ich persönlich nicht schlimm, weil es selten vorkommt, ich mich dadurch auch sicherer fühle und weil ich es auch wieder beenden kann. Wenn ich dann einmal schauen gehe oder 'Ist okay' sage, ist auch wieder Ruhe.


  • Allerdings hab ich echt ein bisschen Angst, dass man das mit dem Knurren und Zähnefletschen nicht aus ihm rausbekommt.

    Ich finde gerade das Knurren und Zähnefletschen gut.
    Viel besser als wenn er das überspringen würde.
    Und so ist es auch für die Leute gut erkennbar dass sie besser Abstand halten sollten.
    Eine deutliche Kommunikation ist immer gut, auch wenn es vielleicht peinlich oder unangenehm ist.

    Toi toi toi :)

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