• Zum Thema "Alleinebleiben lernen":

    Die Maus ist in ihrer 20. Woche und hatte bei dem Vorbesitzer einen 24/7-Kontakt. Ergo fangen wir erst an, sie an erste Alleinseinphasen zu gewöhnen (sie ist seit etwas mehr als drei Wochen bei uns).

    Das klappt unterschiedlich gut:
    Duschen und Co. bei verschlossener Badtür: TOP
    Schlafzimmertür zu (hier schläft sie noch in der Box)*: geht eher nicht
    Alles was außerhalb der Wohnungstür ist, nachdem diese geschlossen wird (beim Wäschewaschen, -aufhängen, Müll raus etc.): durchwachsen - hat also wohl etwas mit dem Schließgeräusch zu tun?

    Bei letzterem verhält es sich so, dass sie
    - entweder eh müde und drömmelig irgendwo liegt, dann kommt höchstens verspätet mal ein Beller
    - oder es direkt mitbekommt und hinterherläuft. Dann ist eigentlich immer so, dass sie ca. 2-4 bellt und manchmal noch kürzer oder länger jault. Das ist dann meist nach ein paar Minuten gut und sie scheint zu warten, dass jemand kommt (sind meist spätestens nach 3 oder 10-15 Minuten wieder da).

    Nun ist meine Frage: Muss das irgendwann so klappen, dass sie keinen Mucks von sich gibt? Kann man erst dann einen nächsten Schritt machen? Wenn ja, wie kommt man an diesen Punkt? Tür immer wieder aufmachen, bevor sie Laut gibt (wohl eher nicht?)?

    Und zum Thema "Stubenreinheit":
    Im Großen und Ganzen klappt es gut, nur ab und zu gibt´s nochmal ein Pfützchen. Nun frage ich mich, wann wir versuchen können, anzufangen, sie nicht mehr in der Schlafbox, sonern bspw. nur auf einem Kissen neben dem Bett schlafen zu lassen? Einfach mal probieren...?
    Gibt es dazu Einschätzungen?
    Ich würde mich sehr freuen! :-)

  • Zum Thema "Alleinebleiben lernen":
    Nun ist meine Frage: Muss das irgendwann so klappen, dass sie keinen Mucks von sich gibt? Kann man erst dann einen nächsten Schritt machen? Wenn ja, wie kommt man an diesen Punkt? Tür immer wieder aufmachen, bevor sie Laut gibt (wohl eher nicht?)?

    Ja, ihr solltet immer erst einen Schritt weiter gehen, wenn sie die bisherigen Schritte stressfrei und sicher kann. :)

    Sinnvoll ist es hier parallel zu fahren:

    Einerseits das Alleinbleiben in Mini-Etappen zu üben (z.B. Tür auf, ich geh raus, ich komm direkt wieder rein, fertig) und Stück für Stück auszubauen. Oberster Grundsatz: Gehen und Zurückkommen ist das normalste der Welt! Also keine Abschieds- oder Begrüßungszeremonien! Es ist für die meisten Hunde sehr schwierig allein zu bleiben wenn es doch sooooooo toll ist, wenn der Mensch endlich wieder kommt. ;) Zudem ist es sinnvoll die ersten Übungen dann zu machen wenn die kleine Maus weniger große Lust hat zu folgen. Denn sie soll ja lernen: "Mein Mensch kommt sicher wieder! Auch wenn ich entspannt liegen bleiben..."

    Das Alleinbleibetraining in kleinen Etappen hat jedoch oft keinen durchschlagenden Erfolg solange der Hund im Alltag seinen Menschen nicht aus den Augen lässt. Ist ja auch ganz logisch, wenn der Hund seinen Menschen non-stop verfolgen kann und dann kann er das plötzlich nicht mehr weil eine Tür im Weg ist, ist das ganz schön furchtbar... Also ist es sinnvoll parallel daran arbeiten, dass der Hund lernt auf seinem Platz zu bleiben wenn wir ihn da hin schicken. Stück für Stück für längere Zeit und Stück für Stück auch wenn der Mensch sich entfernt bis der Mensch auch außer Sichtweite gehen kann. Der Platz des Hundes sollte zu einem ruhigen und sicheren Rückzugsort werden, den er später von alleine aufsucht, wenn ihr weg seid... Ihr könnt das natürlich auch mit eurer Box üben. Auch hier gilt wieder: Kleine Etappen und das Wieder aufstehen dürfen ist nichts Besonderes! Sonst kann der Hund es ja kaum erwarten bis er ENDLICH wieder aufstehen darf, weil er dann seinem Mensch nahe sein darf oder der mit ihm spielt oder oder oder... also koppelt so Aktionen immer von der Übung ab. ;)

    Die Kombination aus Deckentraining und Alleinbleibe-Training führt meist sehr schnell zum Ziel. Achtet darauf, dass ihr wirklich kleinschrittig vorgeht. Hat eure kleine Maus erstmal Stress weil ihr das Haus verlasst, ist es deutlich schwieriger das wieder abzubauen als es einfach sauber von Anfang an aufzubauen...

  • Und zum Thema "Stubenreinheit":

    Im Großen und Ganzen klappt es gut, nur ab und zu gibt´s nochmal ein Pfützchen. Nun frage ich mich, wann wir versuchen können, anzufangen, sie nicht mehr in der Schlafbox, sonern bspw. nur auf einem Kissen neben dem Bett schlafen zu lassen? Einfach mal probieren...?
    Gibt es dazu Einschätzungen?

    ...das kommt darauf an, wann und in welchen Situationen die Pfützen denn noch vorkommen? Die einfachere Variante ist aber in jedem Fall die Schlafbox erst dann zu ersetzen oder offen zu lassen wenn sie wirklich zuverlässig stubenrein ist. Das ist bei euch ja sicher absehbar und zudem hat sie ja von einem Kissen keinerlei Vorteile, denn wenn die Box gut aufgebaut ist wird sie da sicherlich eh am allerliebsten drin schlafen... ;)

    So, hoffe ich konnte euch ein wenig helfen und wünsch euch viel Erfolg und Spaß mit der kleinen Maus! :)
    LG :) Chrissy

  • @Carlas_Frauchen

    @Chrissy :) hat ja schon gute Tipps zum Alleine Bleiben gegeben. :smile: So verfahren wir auch mit unserer Hündin. Ist zwar kein Welpe, aber sie hat seitdem sie seit Anfang April bei uns ist große Probleme, sich vor allem von mir zu trennen und alleine zu bleiben.

    Wir bauen auch die Körbchen Übung auf und parallel das Alleine Bleiben in sehr sehr kleinen Schritten. Ansonsten ist sie nie alleine, sie kommt immer mit oder einer bleibt Zuhause. Da sie sich kaum von mir trennen kann und ich trotzdem mal weg muss ohne sie, dann gebe ich ihr Futter, damit sie nicht merkt, dass ich gehe. Dann ist auch alles gut. Unsere kann auch einfach nicht ab, wenn ich zu der blöden Tür rausgehe und sie das sieht. Dann wird gewinselt, umher gelaufen, an die Garderobe gesprungen. :muede:

    Viele haben auch gute Erfahrungen mit räumlicher Begrenzung gemacht. Das heißt, der Hund bleibt in bestimmten Räumen während er alleine ist. Viele Hunde haben dann nicht das Bedürfnis, auf das gesamte Haus aufpassen zu müssen und kommen leichter zur Ruhe. :roll:

    Viel Spaß mit der Kleinen :smile:

  • @Chrissy :)
    Das sind so tolle Tipps und Hilfestellungen von Dir, danke! Damit kann ich wirklich sehr gut arbeiten :-)
    Und ja, das auf dem Platz bleiben bzw. bleiben generell gehen wir schon länger an und ich habe das Gefühl, das ist eine der schwersten Sachen bei ihr. Aber auch das wird schon :-)

    @CrazyHazy
    Auch Dir einen lieben Dank! Die Räume werden wir dann auf jeden Fall begrenzen! Wir haben viele Verbindungstüren, so dass sie trotzdem Bewegungsfreiheit hat - auch über zwei Räume.

  • Freut mich sehr :) Sehr gerne und ganz viel Erfolg!

    Ps.: Auf dem Platz bleiben ist am Anfang immer schwer! ;) Einfach den längeren Atem haben und dafür sorgen, dass sich das auf-dem-Platz-bleiben lohnt und nicht das Aufstehen und wieder hingehen. Und an die kleinen Trainingsschritte denken. So kann man es in kürzester Zeit ausbauen. :) Und im Kopf haben: Hunde brauchen täglich 16-20 Stunden Ruhe. Ist also keine Strafe auf dem Platz liegen zu bleiben, die meisten Hunde würden sonst eben einfach woanders rum liegen... ;)

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