Struvitsteine
-
Rikah -
9. Juni 2016 um 19:23
-
-
Hallo,
wir kommen gerade vom Tierarzt, nachdem unsere Dobermann-Hündin (5J unkastriert) heute extrem inkontinent war und viel gesoffen hat. Beim Ultraschall wurde eine Pyo zum Glück ausgeschlossen, aber es fielen Steine in der Blase und dadurch eine Blasenentzündung auf. Lt. TÄ sind es Struvitsteine. Eine Urinprobe wurde nicht genommen.
Sie empfahl eine Umstellung auf Royal Canin und Tabletten zum ansäuern des Harns. Hatte aber keine für die Größenklasse da.Gerade das Futter gefällt mir so gar nicht. Gibt es Alternativen? Aktuell geben wir Futter aus dem Landhandel (glutenfrei, nicht getreidefrei), eine Umstellung auf BARF wäre denkbar. Finanziell sollte es natürlich im Rahmen bleiben.
Danke schonmal.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Versteh ich das richtig, es wurde eine Blasenentzündung diagnostiziert, OHNE dass Urin untersucht wurde? Woher weiss der TA, dass das Struvite sind, ohne sie unterm Mikroskop zu haben?
Falls es nicht gemacht wurde, würde ich auf einer anständigen Diagnostik bestehen. Dazu gehört die Untersuchung der Steine - wenn es nämlich keine Struvite sind, oder gemischte, wird die Diät und das ansäuern wenig bringen.
Falls es wirklich Struvite sind: neben RC gibt es solche Futter auch noch von anderen Firmen wie Hill's, etc. Ich würde es durchziehen für einige Monate, danach evt. einen individuellen Futterplan erstellen lassen von einer Uni, falls weiterhin ein Problem besteht. Meine Hündin war damals zu jung für Anti-Struvit-Diät (hatte auch nur Griess, keine Steine), und sie bekam nur AB gegen die Entzündung und Vitamin C zum ansäuern des Urins. Ich habe dann ein normales Futter mit tieferem Phosphor-Gehalt gefüttert in der Zeit (war auch Hill's), und für viel trinken gesorgt. Hat geklappt, aber sie war jetzt nicht soo randvoll mit Steinen....
-
Mich wundert neben der fehlenden Harnuntersuchung, dass zusätzlich zum Royal Canin noch Tabletten gegeben werden sollen. Wenn es sich um das Urinary S/O handelt, dann soll man dazu mWn keine weiteren Mittel zur Ansäuerung geben, weil die im Futter bereits enthalten sind.
-
Versteh ich das richtig, es wurde eine Blasenentzündung diagnostiziert, OHNE dass Urin untersucht wurde? Woher weiss der TA, dass das Struvite sind, ohne sie unterm Mikroskop zu haben?
Falls es nicht gemacht wurde, würde ich auf einer anständigen Diagnostik bestehen. Dazu gehört die Untersuchung der Steine - wenn es nämlich keine Struvite sind, oder gemischte, wird die Diät und das ansäuern wenig bringen.
Jupp, es wurde nur ne allgemeine Untersuchung und der US gemacht...
Okay, dann war die fehlende Urinuntersuchung tatsächlich bedenklich? -
Ich glaube, nicht jeder TA hat Ahnung von Ernährung. Dafür gibt es TÄ, die sich nur damit beschäftigen. Viele andere Tierärzte werden wohl einfach das glauben, was ihnen der Vertreter der Futterfirmen so erzählt. Und die Firmen schmeißen sich ja bekanntlich gerne an Tierärzte und Studenten heran, weil sich damit besser Geld verdienen lässt. So sehe ich das.
Die "Ansäuerungstabletten" werden Methionin enthalten. Das sollte bei Struvitsteinen reichen. -
-
Mir ist nicht klar, wie der TA mit nur US die Steine als Struvite erkannt haben will - dazu muss man die Kristallform sehen, oder die Steine analysieren lassen.
-
Mich wundert neben der fehlenden Harnuntersuchung, dass zusätzlich zum Royal Canin noch Tabletten gegeben werden sollen. Wenn es sich um das Urinary S/O handelt, dann soll man dazu mWn keine weiteren Mittel zur Ansäuerung geben, weil die im Futter bereits enthalten sind.
Das stimmt aber bei meinem Hund hatte es nichts geholfen. Im Gegenteil, die Steine bildeten sich noch schneller. Wo sie vorher ohne Diät, ein Jahr brauchten, kamen sie mit dem Futter nun alle 4-6 Monate.
Des Rätsels Lösung habe ich eben gerade in einem anderen Thread geschrieben, der heißt: "Immer wieder Harnsteine". Wasser OHNE oder mit den wenigsten Mineralstoffen haben den Urin normalisiert und alles Überschüssige herausgeschwemmt.
Und allgemein hier an die Threadstellerin:
Ja, wie hier die Anderen schon sagten, ein Urintest ist unerläßlich. Ohne den kann man eine Diagnose nicht stellen.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!