Meine Daisy hat Spondylose-was kann ich tun?

  • Hallo Zusammen,
    bei meiner 8jährigen Retrieverhündin Daisy wurde kürzlich Spondylose diagnostiziert. Ich weiss, es ist kein Todesurteil, aber gibt es hier eventuell noch Hundebesitzer, deren Hunde auch mit Spondylose leben?
    Operation ist ja nicht möglich. Wir kommen noch ohne Schmerzmittel zurecht.
    Daisy hat aber manchmal warme Stellen am Rücken und ist bewegt sich etwas schwerfällig.
    Wir sind nun bei einer Physiotherapeutin.
    Allerdings scheint Daisy sich dort unwohl zu fühlen. Sie läßt sich nicht gern von Fremden anfassen und ist in fremder Umgebung.
    Gibt es Übungen, die ihr mit euren Hunden selbst macht? oder habt ihr Ideen, wo man Übungen zum Selbermachen findet?
    Ich freue mich über eure Anregungen und Tipps.
    Liebe Grüße
    und vielen Dank!

  • Huhu,

    leider gibt es mein Öpselchen zwar mittlerweile nicht mehr, aber vielleicht kann ich dir ja trotzdem ein bisschen Mut machen. Kenai wurde als großer Hund trotz stark ausgeprägter Spondylose über 15 Jahre alt und hatte wegen der Spondy an sich nie wirkliche Probleme. Klar, die Spondylose wirkt sich vor allem mit voranschreitendem Alter letztlich doch auf den gesamten Körper und somit im Ergebnis vor allem auch auf den Bewegungsablauf aus, aber dem kann man ja so gut es geht entgegensteuern, was ihr ja auch schon tut. =)


    Hinsichtlich spezieller Übungen würde ich persönlich immer nur zusammen mit einem Physiotherapeuten ausarbeiten, was genau für den jeweiligen Wuffel stimmt und mir daher lieber von einem Fachmann/einer Fachfrau Übungen und Massagetechniken für daheim zeigen lassen.
    Zu uns kamen Physio und Osteo nach Hause, vielleicht würde eure Physiotherapeutin das auch machen?

    Ganz toll bei Spondylose ist auch Schwimmen/Unterwasserlaufband. In unserem Fall ging das leider nicht, weil Herr Hund Wasser überhalb der Brust einfach nur höchst überflüssig fand, dafür war er dann aber zum im Wasser herum- und den Leckerlies hinterher- :D watscheln doch zu begeistern. Also sind wir bei schönem Wetter öfter mal im Flüsschen ein paar Meter gegen die Strömung gewatschelt.


    Wir haben alles immer nach dem Motto "wer rastet, der rostet" gehalten und ihn auch als alten Herren immer mal wieder ein bisschen gefordert ohne ihn zu überfordern. Wir sind z.B. trotzdem noch auf Bergen herumgewatschelt, haben dann eben einfach mal die eine oder andere Seilbahn genommen, etc.

    Das einzige, was wegen der Gefahr des Aufbrechens von Spondy-Brücken quasi verboten war, war das Herunterhüpfen von höheren Stellen. Mit anderen Hund gespielt oder sich anrempeln lassen hat Herr von und zu Ernsthausen eh nicht, sodass wir da nicht aufpassen mussten...aber das ist vielleicht auch noch eine Sache, auf die ihr ein bisschen achten solltet, sofern das bei euch relevant sein sollte. ;)


    Zum Thema Schmerzmedis: Genau, schmerztechnisch so wirklich relevant wird die Spondylose an sich ja im Grunde erst Mal nur während akuter Schübe. Da ist es dann schon sinnvoll ordentlich Schmerzmittel zu geben. Neben der direkten Schmerzbehandlungen auch deshalb, um (sich vielleicht am Ende noch festigende) Fehlbelastungen zu vermeiden. Bei Kenai war es dann im Laufe der letzten beiden Jahre so, dass er alters- und krankheitsbedingt im Gesamten einfach etwas weniger wurde, damit auch die Muskulatur nach und nach etwas abgebaut hat (wodurch dann wiederum u.a. die Spondy in ihrem Auswirkungen etwas durchkommen konnte) und ihm leichtes Schmerzmittel (Traumeel und Zeel) als Langzeit bzw. Dauergabe dann doch ein kleines Plus gegeben hat. (Später dann sogar Rimadyl in Dauergabe). Da kann es auch nicht schaden, mit dem TA im Zweifel abzusprechen, ob man ein Schmerzmittel einfach einmal antestet, um zu sehen, ob es dem Hund damit nicht doch einen Ticken besser geht. Denn wahre Meister im Schmerzenverbergen sind ja leider viele Hunde.

    So letztlich als Fazit: Den Hund insgesamt fit zu halten, bringt schon sehr viel. Gerade wenn die Bein- und Rückenmuskulatur aufgebaut und lange stabil gehalten werden kann, hilft das dem Hund auch im hohen Alter, die Spondylose / deren letztliche Auswirkungen möglichst lange kompensieren zu können.

    Ihr macht das schon und Daisy wird auch mit Spondylose steinalt. :dafuer:

  • WOW vielen Dank für deine ausführliche Antwort!! Danke das du dir so viel Mühe gemacht hast!! Das sind wirklich viele wertvolle Tipps.
    Ich hab auch schon einiges im Internet gelesen, aber mir ist es lieber, wenn Menschen wirklich schon Erfahrungen mit Dingen gemacht haben und man sich da austauschen kann.

    Auf Youtube habe ich ein paar Übungen gefunden, bin da aber noch etwas unsicher.
    Liebe Grüße

  • Jetzt, im naßkalten Winter, tut es vielen Spondy-Hunden auch gut, den Rücken mit Mantel sicher warm zu halten. Generell sollte der Rücken geschützt werden, auch vor Regen.

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