Mehrere Fragen....
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Hallo ihr Lieben,
ich habe nun seit ein paar Tagen einen Rüden bei mir und nun haben sich ein paar Fragen angesammelt, ich hoffe ihr habt Tipps für mich.
-Er ist sehr menschenbezogen und neugierig und akzeptiert alle AUßER meinen Bruder. Wenn er nach Hause kommt wird er angebellt und er knurrt extrem und gibt erst Ruhe wenn er verschwindet. Ich muss dazu sagen, dass mein Bruder nicht oft da ist und meistens kommt er abends oder sogar nachts nach Hause, dass sieht dann vllt. sehr nach Einbrecher für ihn aus.
Aber auch tagsüber, lässt er sich nicht von ihm streicheln und geht nicht mal an ihm vorbei und sieht dann sehr ängstlich aus. Wollte jetzt erstmal mit meinem Bruder zsm. Gassi gehen, damit er versteht, dass auch er zur Familie gehört. Was kann ich sonst noch tun?
- Er liebt andere Hunde
,d.h er will zu jedem Hund den er irgendwo sieht
und geht dann nicht mehr weiter. Das ist natürlich vor allem anstrengend wenn der Hund sich hinter uns befindet. Bisher bin ich einfach weitergelaufen und habe ihn wenn es sein musste hinter mir her gezogen. Dabei ist Kontakt zu seinen Artgenossen sehr wichtig, weil er ein eher devoter, unsicherer Rüde ist. Allerdings kann ich ihn nicht einfach zu jedem Hund hinlaufen lassen, vor allem wenn er so zieht, oder? Seine Abrufbarkeit ist dann natürlich gleich Null. Von der Leine lassen will ich ihn sowieso noch nicht, aber wie kann ich den Kontakt am besten händeln und dafür sorgen, dass er sich auch mal richtig auspowern kann?
-Thema Leinenführigkeit: An der normalen Leine ist das Gassi gehen eine Qual er will immer voraus und zieht dadurch sehr. Benutze Z.Z. eine Flexi Leine, ich weiß ist nicht optimal, weil er dort ziehen muss um voran zu kommen, aber so klappt es nun mal am Besten und er kann auch an Büschen und Bäumen schnüfeln ohne dass ich jedes Mal hinterher muss. Trotzdem muss er ja auch lernen an der kurzen Leine zu gehen. Heißt das dann für mich, alle zwei Schritte stehen zu bleiben, wenn wieder Zug drauf ist bis sie sich gelockert hat? Gibt's noch andere Methoden? Wie lange hat es bei euren Hunden gedauert? Und wie verhalte ich mich dann wenn ein anderer Hund kommt?
-Alleine bleiben, er ist sehr unruhig und fängt schon an zu fiepen und zu jaulen wenn eine Person das Haus verlässt, alle anderen aber da bleiben. Er kommt kaum zur Ruhe, läuft jedem ununterbrochen hinterher, aus Angst er könnte gehen. Nur wenn er richtig schläft, kann man auch umher laufen ohne das er aufspringt. Wie baue ich das jetzt am Besten auf?
Dabei belasse ich es erstmal, ich werde auch mit ihm eine Hundeschule besuchen, aber wollte ihn hier erstmal ankommen lassen.
- Vor einem Moment
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Hallo,
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Ich glaube zwar nicht, dass ich dir hier besonders professionelle Tipps geben kann, aber ich kann dir ja mal meine eigenen Erfahrungen mit einem ängstlichen und unsicheren Hund schildern. (Deine Beschreibung des Hundes klang zumindest so in die Richtung.)
Erstmal habe ich meiner Hündin unglaublich viel Zeit und Ruhe geben müssen. Es gab einfach Menschen, mit denen konnte und kann sie besser und eben auch welche, mit denen ging es gar nicht. Erfahrungsgemäß ist es bei einem ängstlichen Hund kontraproduktiv, wenn der Mensch aktiv versucht mit ihm in Kontakt zu treten. Ich würde die Entscheidung dem Hund überlassen, wann er Kontakt will und wenn er keinen will, ihm eine Rückzugsmöglichkeit sichern. Wenn meine z.B. meinen Besuch anbellt, bringe ich sie ins Zimmer auf ihren Platz, wenn alle sitzen und sie sich beruhigt hat, darf sie dann kommen und von hinten abschnüffeln und sich ggf. streicheln lassen.
Also wenn er Stress hat in der Situation, dann würde ich ihn rausnehmen und wenn alle z.b. auf dem Sofa sitzen, darf er kommen und wenn er will mit deinem Bruder Kontakt aufnehmen, ohne dass dieser aktiv was von ihm will. (Mir wurde mal gesagt, dass der Lerneffekt am größten ist, wenn sich der Hund aus eigenem Antrieb für eine Handlung entscheidet. Ich sollte z.B. auch nicht versuchen den Hund dazu zu überreden an der Hand einer fremden Person zu schnüfflen oder ähnliches...)Falls die fremden Hunde deinen Rüden verunsichern, würde ich ihm evtl. Zeit geben sich das ganze aus der Entfernung in Ruhe anzuschauen, ohne dabei emotional hochzupushen. Dabei kannst du ja versuchen, dass er ansprechbar bleibt, z.B. mit Name rufen+Leckerchen. Ist er nicht ansprechbar, den Abstand vergrößern und bei Ansprechbarkeit und Entspannung wieder verkleinern. Kontakt würde ich nur zulassen, wenn er halbwegs entspannt ist und dann auch nur mit ruhigen und souveränen Hunden. Mir hat der Kontakt mit den falschen Hunden am Anfang viel Ärger eingebracht, den ich bis heute ausbaden muss.
Das mit der Leinenführigkeit könnte ja auch von dem Stress kommen den er draußen hat? Ich würde ihn vielleicht erstmal mit Geschirr laufen lassen und erst in ein paar Wochen ernsthaft anfangen daran zu arbeiten. Dann weißt du vielleicht schon eher wie du das handhabst, oder vielleicht zieht er schon weniger, wenn er weniger Stress hat. Meine hat damit z.B. aufgehört, als sie sich mehr bei mir entspannen konnte, sie kann den Zug an der Leine selbst eigentlich nicht leiden und zieht nur unter Stress.
Soviel zu meinen bescheidenen Erfahrungen, vielleicht kannst du ja noch mehr über deinen Hund erzählen?
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