Frühling und Liebe - mal was Süßes!

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    Döggel ist schwer verliebt.


    Vor ein paar Tagen muß "der Neue" bei meinen Nachbarn eingezogen sein. Ich beschäftigte mich gerade kopfüber im Garten, als mein Vater mit Hund auf dem Feldweg hinter meinem Haus auftaucht. Döggel macht sich zwecks Begrüßung auf den Weg über die angrenzende Wiese. Aus einer dunklen Ecke beobachtet ein braunes, schelmisch funkelndes Augenpaar das Geschehen.


    Als Döggels Begrüßungszeremoniell beendet ist, findet sie den Rückweg zum Garten blockiert vor. Der Beobachter hat in beeindruckender Pose Stellung vor dem Wiesengatter bezogen und drückt ein eindeutig provozierendes Schnauben durch seinen mächtigen Riechkolben.


    De Hund befindet sich in einem Dilemma. Er ist nicht der Mutigsten einer, möchte jetzt aber wieder zu Frauchen. Döggelchen grübelt so sehr, dass es anfängt nach knusprigem Schinken zu duften, greift sich dann ein Herz und schmuggelt sich mit einer wendigen Bewegung am Beobachter vorbei, der mit einem nun eindeutig empörten Schnauben die Verfolgung aufnimmt. Frauchen wird im Garten prophylaktisch schon mal ganz weiß im Gesicht.


    Nach wenigen Sekunden Hetzjagd vollzieht sich ein magischer Wandel. Aus dem Schnauben wird eine schmetternde Fanfare und Döggelchen streckt sich im Lauf noch mehr, als sie am Sicherheit versprechenden Gartentor... vorbeirennt. Und so drehen die beiden unter gegenseitigen Anfeuerungsrufen eine Runde nach der anderen. Döggel vorne weg, der Neue dicht auf ihren Fersen. Bis meinem Hund die Puste ausgeht und er die Rennbahn an der nächsten Ausfahrt verläßt.


    Freudestrahlend und von Eigensabber verziert, wirft sie dem Neuen ein begeistertes Wuff zu. Als sie am ganzen Körper wedelnd auf mich zu wackelt, wirkt sie, als hätte sie mir etwas sehr Spannendes zu erzählen. Zeit für mich, den Neuen, der blubbernd am Tor wartet, in Augenschein zu nehmen. Der Bengel scheint mir sehr freundlich, clever und noch recht jung zu sein. Trotz seiner Jugend hat er bereits eine beachtliche Größe - für einen Friesenhengst.


    Mittlerweile muß ich beim Verlassen des Hauses nur noch bis 10 zählen, dann höre ich von irgendwo ein begeistertes Blubbern, während Döggel wie ein bedröhntes Bambi richtung Gartenzaun hüpft. Gespielt werden darf noch, aber nur mit Zaun dazwischen - da bin ich Gouvernante.


    Nennt mich einen Rassisten, aber so was kann doch nicht gutgehen... oder? Pflegen eure Hunde auch so merkwürdige Beziehungen, falls ja, macht ihr was dagegen?

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  • Mein Bossi findet diese "Riesenhunde" auch ganz toll und fordert die immer kläffend zum Spielen auf, wenn er welche auf einer Weide sieht, oder ihn gar eines durch den Zaun durch anschnaubt. Aber nur durch den Zaun durch - is mir zu riskant, denn wenn der ins Jagen kommt, hab ich ein Problem, dann krieg ich ihn nimmer rausgeholt, und der Besitzer würde mich sicher töten *gg


    Angst um den Hund hätt ich weniger - der is kleiner und wendiger. Wie das beim Döggelchen aussieht, kann ich nicht beurteilen, aber nachdem beide Seiten ihren Spaß miteinander hatten, wär ich glaub ich nicht allzu besorgt und würde weiterhin Kontakt zulassen (in Absprache mit dem Halter des "Monster-Hundes" :-) ).

    Biene, Zwergpudelmix, *7.02.2007, Flächensuchhund - Bossi, DJT-Fox-Mix, *4.06.2006

    Faro, DJT, *14.08.2013 - Moritz, roter Kater, * 2008

    Frieda, DJT, 2001-30.07.2019 - Mogli, Norweger-Mix, Aug. 2010 - 29.05.2019

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