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Jack Russell Terrier - Herzerkrankung - eure Meinung bzw. Erfahrung ist gefragt!

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    Hallo


    Mein Hund hat vor circa drei Wochen die Diagnosen -Linksherzinsuffizienz und Endokardiose- gestellt bekommen. Die Diagnostik lief, bzw. läuft noch. Mit der medikamentösen Behandlung wurde natürlich auch schon begonnen.


    Ich würde hier gerne die Geschichte meines Hundes schildern, in der Hoffnung, dass ein Erfahrungsaustausch stattfinden kann. Vielleicht hat jemand einen ähnlichen Fall bei sich Zuhause auf dem Sofa sitzen. Mich würde besonders interessieren, wie die Verläufe bei euren Hunden sind bzw. waren, die in etwa die gleiche Diagnose gestellt bekommen haben. Erfahrungen mit Medikamenten und Futter, usw.


    Mein Jack Russell Terrier ist 11 Jahre alt und lebt seit der 9. Lebenswoche bei mir. Er war nie krank, und wurde regelmäßig beim Tierarzt vorstellig (Routineuntersuchung, Impfen und entwurmen). Zuletzt hatte er zunehmend Mundgeruch, weshalb ich dann meine Tierärztin konsultierte. Bei der Routineuntersuchung (ob er Narkosetauglich ist), fielen dann beidseitig starke Herzgeräusche auf. Bei der Sonographie dann der Schock. Das Herz meines Hundes war in keinem guten Zustand. Die linke Seite (also Vorhof und Kammer) waren massiv erweitert. Zubildungen hatten sich gebildet, die Klappen waren verdickt. Während der Untersuchung wurde auch ein EKG gemacht. War die Untersuchung für euren Hund auch so schlimm? Meiner war unglaublich gestresst und hat sich durchweg gewehrt. Erschwert hat die ganze Untersuchung noch sein Gewicht. Er war schon immer sehr schlank, d.h. die Rippen waren immer schon sichtbar. Deshalb hatte er natürlich auch kein Fettpolster zwischen den Rippen und des Schallkopfes. Dies verursachte starke Schmerzen, weshalb er ein Schmerzmittel (s.c.) verabreicht bekam.


    In der selben Woche wurden auch noch Röntgenbilder gemacht. Auch hier war die stark vergrößerte linke Hälfte des Herzens gut sichtbar. Zudem konnte man ein leichtes Lungenödem erkennen. Allerdings war er frei von Symptomen. Also er zeigte keine Kurzatmigkeit, Husten o.ä. Dies wunderte die TÄ sehr. Auch das er sonst noch keine Symptome zeigte. Er war immer gut gelaunt. Klar hat er seine Marotten, aber die schreibe ich nicht seiner Erkrankung zu. Er schläft gerne lange, mag kein schlechtes Wetter und er ist heikel beim fressen.


    Nachdem die Diagnostik lief, wurde sofort mit der medikamentösen Behandlung begonnen.
    Morgens bekommt er jetzt 10 mg Furorese. Abends ein Kombipräparat namens Cardalis 5 mg/40 mg. Davon bekommt er eine halbe Tablette.


    Wenn ein Monat vorbei ist, soll nochmal ein Röntgenbild gemacht werden. Eventuell könne man dann das Furorese wieder absetzten oder zumindest reduzieren. Kommt darauf an, ob sich das Ödem zurückgebildet hat. Das Cardalis soll er bis zu seinem Lebensende einnehmen.


    Nochmal zu seinem Gewicht und Fressverhalten. Er wiegt aktuell 6,4 kg. Wie oben schon erwähnt, war er schon immer sehr schlank. War dabei aber immer schön muskulös. Es hat sich auch noch kein TA daran gestört oder wurde deshalb hellhörig. Er war in letzter Zeit aber schon etwas dünner als gewöhnlich. Ich machte mir deshalb aber keine zu großen Sorgen. Er ist sehr sensibel und wenn sich nur eine Kleinigkeit in seinem gewohnten Ablauf verändert (aktuell Baustelle!), kann es sein das er den ganzen Tag nichts frisst. Zudem er schon immer ein schlechter Fresser war. Er frisst auch keine Leckerlis, auch keinen Käse oder Wurst. Dies erschwert natürlich auch die Medikamentengabe. Sein Hundefutter wollte er zuletzt kaum noch, gierte aber nach dem Katzenfutter. Von der TÄ gab es das okay hierfür. Seitdem frisst er ordentlich und sieht nicht mehr ganz so klapprig aus.


    Die TÄ machte mir keine allzu große Hoffnung. Sie meinte, dass wenn er noch ein Jahr schafft, dann wäre es ein guter Verlauf. Das hört man natürlich ungern und es macht mich sehr traurig. Ich denke auch immer wieder daran, noch eine zweite Meinung einzuholen. Aber die Untersuchungen waren so schlimm für meinen Kleinen. Das würde ich ihm ungerne erneut antun.


    Vielen Dank fürs durchlesen. Jetzt kam doch einiges an Text zusammen. Ich freue mich auf eure Antworten.
    LG

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  • Einen Hund mit geringen Herzproblemen hatte ich gehabt,
    nur hier war es das Alter und von daher auch durchaus normal.
    Sie war aber fit und mobil, bekam ein Senior Futter, Zähne
    fehlen in dem Alter reichlich, beim TA waren wir nicht, sie ist
    aber bereits verstorben, durch einen Zwischenfall, war aber
    nicht das Herz. Insofern kann ich Dir nicht viel helfen, wollte
    aber mal fragen: was bekam Dein Hund vor dem Katzenfutter
    für Futter ?
    Rund 6 kg für einen JR ist aber OK und im Standard wenn er
    ca. 30 cm im Widerrist ist.
    Warum er jetzt zu dünn sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.
    Allerdings sollte in diesem Alter auch mal an ein Senior-Futter
    gedacht werden. Für meine koche ich generell selbst, das i-wann
    bei mir mal das "schlechte Gewissen" angeklopft hat, ob der
    Abfallverwertung im TF und K3 in Flockenfutter, seither fühlen
    sich meine sehr viel wohler.
    Alles Gute für Deine JR-Maus.

  • Leider habe ich keinerlei Erfahrungen mit Herzerkrankungen, aber ich möchte euch alles Gute wünschen.
    Auch wenn es für deinen Hund Stress bedeutet, würde ich vielleicht lieber noch einmal eine TK aufsuchen.
    Die Unterlagen und Röntgenbilder kannst du ja zum Termin mitbringen. Als ich bei meinem Kleinen einen Tumor entdeckt habe, bin ich auch zuerst zum TA und dann in die TK, wo man sofort eine OP für den nächsten Tag angesetzt hat. Ich denke einfach, dass eine TK noch mehr Kompetenz und Möglichkeiten bietet.

    LG Michaela

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