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Hund reagiert sehr stark auf sämtliche Umweltreize

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    Hallo zusammen :winken: ,
    Ich habe folgendes Problem bzw folgende Frage. Erst einmal kurz paar Eigenschaften zu meinem Hund:smile:. Ich habe einen knapp 2 1/2 Jahre alten Boxermischling, der zu Hause der liebste Hund ist, sehr gut hört, gerne neue Dinge lernt , sehr verschmust ist, er mag Katzen, bleibt sehr gut alleine. Von seinem Wesen ist er typisch "Boxer" , sehr verspielt und sehr stürmisch, gleichzeitig sehr wachsam. Nun gibt es folg. Problem. Draußen beim Spazierengehen, wie auch im Garten und auch Auto reagiert er mitunter sehr stark auf fremde Menschen und Hunde, sprich er bellt, springt in die Leine, stellt die Nackenhaare. Nun war ich ab Welpenalter mit ihm in der Hundeschule, allerdings hat er sein Verhalten nie wirklich abgelegt, bzw. hat er dieses Verhalten schon ab dem 1. Tag ( habe ihn mit 12 Wochen bekommen) an den Tag gelegt, dass er draußen bei entgegen kommenden Menschen mit oder ohne Hund versteift, Nackenhaare aufstellt, in die Leine springt, bellt. Ich war lange Zeit im Einzeltraining mit einem Hundetrainer, wo mir erklärt wurde, dass sein Verhalten daher kommt, dass er die Führungsrolle übernimmt und deswegen so reagiert und eher dominant wäre. Ich frage mich allerdings, ob dieses Verhalten nicht doch eher aus Unsicherheit heraus rührt, weil alles "Neue", egal was, oder Geräusche, die er nicht einordnen kann, ihn erschrecken. Da er das Verhalten schon ab der 12. Woche und direkt von Anfang an gezeigt hat, sieht es für mich so aus, als wäre beim Züchter ( war Hobbyzucht) nicht ausreichend sozialisiert worden. Hat jemand Erfahrung mit solchem Verhalten und Tipps für's Training? Ich selbst habe auch den Fehler gemacht, was ich zugebe, sämtliche Begegnungen draußen zu vermeiden, auch aus dem Grund, weil er knapp 40 Kilo wiegt und es sehr schwer ist, ihn zu halten. Freue mich auf Anregungen und Antworten :smile:

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  • Würde sich für mich auch nach Unsicherheit anhören, aber leider seit über 2 Jahren ritualisiert und somit gefestigt.


    Wie habt ihr denn mit der Trainerin bisher trainiert? Wie hast du das Verhalten bisher gehandelt- er hatte ja nicht von Anfang an 40 kg. Hast du versucht ihn als Welpe zu sozialisieren und das Defizit vom Züchter aufzuholen?


    Im Auto wäre evtl eine Hundebox hilfreich.


    Im Garten würde ich ihn nicht mehr unbeaufsichtigt lassen und Rückruf/Umlenkung auf dich trainieren mit Spielzeug oder Futter (notfalls am Anfang mit Schleppleine)


    Beim Gassi gehen würde ich ihm bei Begegnungen Aufgaben geben: Leckerlie suchen, Ball holen, Kommandos einbauen. Dies alles erst auf Distanz, in der er ruhig bleibt.


    Und der große Knackpunkt ist meiner Meinung auch, dass du meinst, du kannst deinen Hund nicht halten aufgrund des Gewichtes. Das merkt er unbewusst sicher, dass du dir unsicher bist, was seine Unsicherheit verstärkt.


    lG
    Karin

    Cookie - Shih-Tzu-Mix, geb. 6.10.14
    Mila - BolonkaZwetna, geb. 14.6.17
    Sammy - EKH-Kater, geb. 8/2005

  • Ist ein Halti (am Maul für unterwegs sein sinnvoll)?


    damit du net kaputt wirst...


    Ich weis von vielen Junghundhaltern das es genommen wird aber net ewig und nur zum Speziellen spazieren usw.


    Den Tips über mir von Karin möchte ich mich vorbehaltslos anschliessen.


    Eventuell Dummy (tranieren) geht gut zum ablenken Spiel spass und Belohnung möglich kann leicht mitgenommen werden.


    Bei der Belohnung würde ich etwas zum schlecken als Favorit haben soll beruhigen und ist leicht dosierbar ( schaut wie ein Deoroller aus). lg

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  • Falls du Lust auf Neues hast, neue Wege gehen willst, das Training mit Hund an und für sich schon als Beschäftigung mit dem Hund sehen möchtest, das freudvoll und friedlich gestalten möchtest, schlicht den "Weg als das Ziel" sehen möchtest, dann empfehle ich dir: Zeigen und Benennen


    :-)
    Langwierig, nicht einfach für den Menschen, schön für den Hund und wirklich erfolgsversprechend:-)


    Deiner Beschreibung nch, könnte dein Hund einfach vom Wesen her nicht ganz sicher sein, zudem ist in der Sozialisation etwas schiefgelaufen. Jetzt ist der Hund auf alle fälle, unsicher. Und er geht (das geht nicht wirklich aus deiner Beschreibung hervor), eventuell auch im Ansatz nach vorne (würde er beissen?).
    Das könnte sein Motto sein: Angriff ist die beste Verteidigung.
    Andererseits schreibst du, dein Trainer sagt der Hund sei dominant...
    Hmmm, schwierig.
    Ich empfehle den Hund von einem wirklichen Hundekenner angucken zu lassen, der dir wirklich sagen und zeigen kann, was genau das Problem des Hundes ist.


    Das habe ich immer bei Problemhunden machen lassen, weil man auch selbst "betriebsblind" ist.

  • Für mich hört sich das auch eher nach Unsicherheit an als nach Dominanz...

    Ich war lange Zeit im Einzeltraining mit einem Hundetrainer, wo mir erklärt wurde, dass sein Verhalten daher kommt, dass er die Führungsrolle übernimmt und deswegen so reagiert und eher dominant wäre.


    Das hast du wohl Pech gehabt bei der Trainerwahl und jetzt den Schlamassel am anderen Ende der Leine. Wie hat dein bisheriger Trainer denn mit euch trainiert, um diese sogenannte Dominanz abzustellen?


    draußen bei entgegen kommenden Menschen mit oder ohne Hund versteift, Nackenhaare aufstellt, in die Leine springt, bellt.


    Ich würde mit ihm solche Situationen wohl über Markertrainig trainieren. Mit dem Marker (klick, yep,...) kannst du während des Spaziergangs gewünschtes Verhalten bestätigen. Nennt sich freies Formen oder shapen. Dann würde ich konsequent Druck aus dem Spaziergang nehmen, so das er merkt, dass du die Situationen die ihn überfordern regelst. So lernt er Alternativverhalten und merkt dass er sich auf dich verlassen kann. Sprich wenn du merkst dass dein Hund anspannt (wenn er steif wird ist es eigentlich schon ein Schrittchen zu weit und er hat vorher schon gezeigt, dass er sich unwohl fühlt, aber man lernt mit der Zeit seinen Hund zu lesen). Wenn euch jemand entgegenkommt, entfernst du dich aus der Situation (umdrehen, Straßenseite wechseln, etc.) solange bis er wieder entspannt. Dann markerst du, es gibt nen Keks und ihr setzt euren Spaziergang fort. Zusätzlich kann du dich immer zwischen ihn und den Reiz bringen so hast du im Zweifel auch noch deinen Körper um ihn abzublocken wenn er doch lospöbelt. Außerdem gibt ihm das auch noch mal ein bißchen mehr Sicherheit.
    Ich weiß das ist viel Management und auch für dich anfangs sehr anstrengend aber es wird mit der Zeit, man darf da man die Geduld nicht verlieren (und ich weiß wie schwer das ist ;) ). Unsere Motte war anfangs auch ziemlich überfordert bei vielen Außenreizen auf den Spaziergängen und wir haben es damit super in den Griff bekommen (ich hab aber auch keine Not gehabt sie nicht halten zu können da sie nur 20 kg wiegt). Wenn es feste Reize sind auf die er reagiert (z.B. Baustellen, parkende LKWs etc), kann man auch durch die Situation pendeln. Dabei verfährst du wie oben, nur dass du nach dem entspannen wieder umdrehst und erneut auf das schreckliche Ding zugehst. Meist kann man dann schon ein paar Schritte weiter gehen als beim ersten Mal. Noch bevor er anspannt, markern und umdrehen und aus der Situation raus. Das so lange wieder holen bis man an dem Reiz vorbei ist.
    Für Situationen in denen du keine Zeit hast zu trainieren, hilft die intermediäre Brücke ungemein. Dadurch kann man ihn durch für ihn anstrengende Situtionen führen ohne dass es ihn zu sehr stresst.
    Super für Begegnungen ist auch Zeigen und Benennen. Such das mal hier im Forum, da gibt es einen super thread zu wo es wirklich sehr gut erklärt ist.
    Wichtig ist, dass die beschriebenen Maßnahmen sorgfältig aufgebaut werden und hochwertige leckerchen benutzt werden!
    Auf der Seite http://www.markertraining.de findest du ebenfalls viele Tipps und Infos zu positiv verstärtem Training.
    Außerdem würde ich mich nach einem Trainer Umsehen der über positive Verstärkung arbeitet.
    Ich wünsch dir viel Erfolg!

    viele Grüße von Patti & Milla

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich war lange Zeit im Einzeltraining mit einem Hundetrainer, wo mir erklärt wurde, dass sein Verhalten daher kommt, dass er die Führungsrolle übernimmt und deswegen so reagiert und eher dominant wäre. Ich frage mich allerdings, ob dieses Verhalten nicht doch eher aus Unsicherheit heraus rührt, weil alles "Neue", egal was, oder Geräusche, die er nicht einordnen kann, ihn erschrecken.


    ich denke da hast du wahrscheinlich recht. ich frage mich immer wieder wie jemand auf die idee kommen dass ein hund die bürste macht und menschen verbellt weil er "die führungsrolle übernimmt". das ist doch unsinnig.


    ich würde angstreize klein halten (mit abstand) und konsequent gegenkonditionieren. sobald dein hund einen fremden sieht clicken (oder markerwort) und belohnung. das machst du dann bis der reiz verschwunden ist.


    bald schon wird dein hund weniger angespannt reagieren, dann kannst du ein alternativverhalten trainieren.

  • <p>Ich werde&nbsp;das Thema&nbsp;Gegenkonditionierung mit dem Markertraining und auch das Thema mit dem Zeigen und Benennen auf jeden Fall versuchen. Bisher&nbsp;bin ich&nbsp;bei Begegnungen aus der Situation raus, sprich gro&szlig;en Bogen und Ablenkung mit Leckerchen oder leichten Kommandos bzw. kompletter Richtungswechsel. Die Trainerin hatte u.a.&nbsp; einfach Absitzen&nbsp;empfohlen und Warten bis der andere Hund vorbei&nbsp;ist, allerdings hat dieses &quot;Warten&quot;&nbsp;meiner Meinung nach noch mehr Spannung in die Situation gebracht, f&uuml;r mich als auch f&uuml;r den Hund. &nbsp;Eine Box werde ich mir auf jeden Fall auch f&uuml;r das Auto noch zulegen. Die Trainerin hatte die angeblich vorhandene Dominanz versucht dadurch abzustellen- mit den meiner Meinung nach teilw. &uuml;berholten &uuml;blichen Tipps- wie als erster aus der T&uuml;r, auf selbsbewusste K&ouml;rperhaltung achten ( wobei ich jetzt nicht gerade Eine habe wie ein nasser Sack<img alt="smiley" src="http://www.dogforum.de/wcf/js/3rdParty/ckeditor/plugins/smiley/images/regular_smile.png" style="height:23px; width:23px" title="smiley" />) und gemeint, dass meine unsichere Ausstrahlung ein gro&szlig;es Problem w&auml;re. Dem stimme ich davon abgesehen auch zu, nat&uuml;rlich bin ich unsicher. Ich denke ein striktes Training ( wie Markertraining ) ist erfolgsversprechender als st&auml;ndig auf eine dominante K&ouml;rperhaltung zu achten. Ich suche einfach nach einem L&ouml;sungsweg, der auch umzusetzen geht.</p>

  • naja was soll es dir oder dem Hund in Begegnungen mit Fremden bringen wenn du als Erste durch die Tür gehst :D
    Oft hilft auch absitzen lassen, aber dafür muss der Hund schon gelernt haben, dass ihm nichts passiert in der Situation. Schade dass sie ihr Training nicht angepasst hat, als klar wurde das ihre Maßnahmen nichts bringen.
    Und es stimmt schon, die eigene Körperhaltung macht viel aus - auch bei enem selber. Wenn der Hund merkt, dass man selber nervös wird, ist er selber auch viel schneller in Habachtstellung. Mir hilfst es da immer, dass ich mir nicht sage "oh nein ein anderer Hund", sondern "ah, ein anderer Hund, Trainingszeit" :) Ist gedanklich nur ein kleiner Unterschied, macht aber meiner Meinung nach viel aus, weil es mich persönlich in dem Moment entspannt. Natürlich muss man sich vorher überlegt haben wie man vorgehen will. Wenn man die Vorgehensweise in ruhigen, kontrollierten Situationen schon geübt hat, fällt es einem auch leichter das Programm in dem Moment abzuspulen. Es ist für einen selber ja mind. genauso aufregend/anstrengend am Anfang wie für den Hund - aber es ist auch ein tolles Gefühl wenn sich irgendwann erste Erfolge einstellen.
    Dass du Bögen läufst oder umkehrst ist super, damit hilfst du deinem Hund schon sehr. Und mit selbstbewusster bestimmter Körperhaltung kannst du das Markertraining auch gut unterstützen.

    viele Grüße von Patti & Milla

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