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Yorkie ist angst-aggressiv bei großen Hunden

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    Hallo liebe Hundefreunde,


    es geht um einen anderthalbjährigen Yorkshire-Terrier, der seit einiger Zeit Verhaltensprobleme bei großen Hunden aufweist. Normalerweise ist er sehr gehorsam und er tut nichts lieber, als mit kleinen oder mittelgroßen Hunden zu spielen. Er hat einen dominanten, aufmerksamen und neugierigen Charakter, hört aber in den meisten Situationen auf mich und ist sehr lieb.


    Wenn wir im Park spazieren gehen und ich ihn von der Leine lasse, läuft er meistens voraus. An manchen Tagen knurrt/ bellt er jeden zweiten Menschen im Vorbeilaufen an, vor allem Kinder (ich vermute das liegt am Augenkontakt). Das Blöde dabei ist, dass ich ihn in dem Moment nicht korrigieren kann, weil er nicht in unmittelbarer Nähe ist. Wenn ich ihn an der Leine halte, macht er das bei Menschen zwar nicht, aber ich finde es wichtig, ihm bei Spaziergängen auch mal Freiraum ohne Leine zu gönnen.


    Besonders problematisch finde ich aber Begegnungen mit großen Hunden. Hierbei verhält es sich genau umgekehrt: Wenn ich ihn an der Leine halte, dann verhält er sich sehr aggressiv, ohne Leine eher ängstlich und Schutz suchend. Ich fürchte, dass ich sein Verhalten aufgrund vieler erfolgloser Schlichtungsversuche verschlimmert habe. Ich möchte die Aufregung aus der Situation nehmen, aber nichts scheint zu funktionieren. Wenn er einen Hund von weitem sieht, dann kann ich seine Aufmerksamkeit nicht auf mich ziehen, außer ich gehe in eine andere Richtung. Es gab schon Situationen, in denen große Hunde sich durch sein Verhalten stark provoziert fühlten und angriffsbereit zeigten und ich mache mir Sorgen, dass er irgendwann stark verletzt wird. Mein Ziel ist, dass er ruhig und entspannt an großen Hunden (und Menschen) vorbeigehen kann, ohne sich bedroht zu fühlen. Kann mir jemand vielleicht Tipps geben, wie ich das schaffe?

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  • Zitat von "Blumiq"

    An manchen Tagen knurrt/ bellt er jeden zweiten Menschen im Vorbeilaufen an, vor allem Kinder (ich vermute das liegt am Augenkontakt). Das Blöde dabei ist, dass ich ihn in dem Moment nicht korrigieren kann, weil er nicht in unmittelbarer Nähe ist.


    Wenn er so gehorsam ist, rufe in doch ran, bevor er die Distanz erreicht, in der er die Menschen anknurrt/bellt!


    Zitat von "Blumiq"

    Wenn er einen Hund von weitem sieht, dann kann ich seine Aufmerksamkeit nicht auf mich ziehen, außer ich gehe in eine andere Richtung.


    Ist doch ein Ansatz: Jedesmal wechselst Du die Richtung. Irgendwann merkt er, das Du die Sache regelst und Du kannst die Abstände, bevor Du kehrt machst, verringern. Später reicht es dann einen größeren Bogen zu laufen.
    Gibst Du ihm dann die Sicherheit und Führung, die er braucht, kann auch der Bogen langsam kleiner werden.
    Je nachdem, wie gefestigt das Verhalten schon ist, und wie verunsichert er ist, kann es natürlich länger dauern und muss sehr kleinschrittig angegangen werden.

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

  • Zitat von "Blumiq"

    .... hört aber in den meisten Situationen auf mich und ist sehr lieb.


    1. Ein so junger Hund hört eben noch nicht zuverlässig, das ist jetzt nicht das schlimme.
    ABER!! Da musst du dran arbeiten! Denn nur manchmal hören ist echt schlecht!


    2. Er "beschützt" dich, wenn er vorläuft und auch vor grossen Hunden.
    Ich denke, dass du ihm NOCH keine Sicherheit gibst, weil du evt. nicht weisst, wie es geht.


    Also ist es DEINE Aufgabe einen Trainer/Hundeschule zu suchen, die dir hilft, deinen Führungsstil wesentlich zu verbessern und dir zeigt, wie der kleine Hund erzogen wird, dass er nicht als Suizidkommando durch den Park läuft. Denn die Gefahr, dass ein grosser eben mit genau den gleichen Defiziten (er hört meistens aber nicht immer...ist immer lieb, aber nur bei kleinen nicht, evt. auch im gleichen Alter wie deiner und mit einem Frauchen, was meint, das Freiraum auch für Hunde wichtig ist, die nicht kommen, wenn sie gerufen werden...und wenn es dann knallt, dann hat dein Hund wegen seiner Körpergrösse eher mal ein ernstes Problem.)

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  • Hallo,


    ich hab ein ähnliches Problem - allerdings ist jeder Hund "gefährlich" und "gruselig". Auch viele Menschen findet er "grässlich". Viele Gegenstände sind einfach nur "schlimm". Mein Hund ist generell sehr unsicher - dazu kamen dann noch ein paar unschöne Erfahrungen. Meine Trainerin guckte sich das ganze an und der erste Schritt ist, dass mein Hund nicht mehr vorne läuft. Wer vorne läuft ist der "Kontrolleur". Er scannt die Umgebung auf Gefahren, er schlägt Alarm, er kümmert sich. Für souveräne Hunde, die gelassen durch die Welt laufen, mag das okay sein, bei unsicheren/ängstlichen Hunden ist das kontraproduktiv.
    Der Anfang ist zugegebenermaßen hart - es gab kaum Freilauf - aber nun nach einigen Wochen ist alles wesentlich entspannter. Kommt uns etwas "Gruseliges" entgegen, kann ich mich einfach umdrehen und warten, bis er aufgeschlossen hat - und ihn dann anleinen oder absitzen lassen oder wir gehen gemeinsam weiter. Er ist auch insgesamt nicht mehr so gestresst - ich bin nun ja der "Kontrolleur" und pass auf alles auf.
    Sind es gruselige Gegenstände, läuft mein Hund immer auf der abgewandten Seite, so dass ich dazwischen bin - das gilt auch für Jogger/Spaziergänger/Hunde/... somit geb ich ihm Sicherheit und er muss nix regeln (außerdem hab ich ihn dann auch besser unter Kontrolle, wenn er doch mal vorpreschen möchte - da muss er ja erst an mir vorbei ;) )
    Am Freilauf hat sich nicht viel verändert - war er vorher 10 Meter vor mir, trödelt er nun halt 10 Meter hinter mir her - einzig für mich ist es bisserl doof, muss ich mich nun öfter umdrehen - war schon praktischer, wenn man den Hund immer vorne sieht. Aber auch da muss ich halt bisserl Vertrauen haben - er wird schon nicht einfach so weg sein (war er, als er vorne lief ja auch nicht).
    Es dauert einige Zeit, bis der Hund das kapiert hat - aber zumindest für uns ist das eine gute Lösung.


    Liebe Grüße,

    Manu mit
    Chester *5.7.2013

  • Danke für eure Antworten. Inspiriert davon, werde ich nun versuchen, ihm in diesen bestimmten Situationen noch mehr Schutz zu geben, damit er keine Angst zu haben braucht. Ich werde versuchen, mehr Abstand zu großen Hunden zu halten und ihn nicht mehr vor mich lassen. Ich denke, das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich melde mich, wenn es Neuigkeiten gibt ;)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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