Bellen in der Wohnung

  • Hallihallo,

    ich habe grade die Suche benutzt, aber nichts Passendes gefunden.

    Luna ist jetzt etwas über ein Jahr bei uns. Sie ist ca. 4 Jahre alt, vermutlich ein Border Collie - Epagneul Breton Mix, stammt aus Griechenland.
    Anfangs war sie so ruhig, dass wir dachten, sie wäre stumm. Mit der Zeit hat sie dann angefangen zu bellen, wenn es klingelt, dann auch, wenn sie abends/nachts Geräusche im Haus hörte. Das finde ich grundsätzlich aber gut, vor allem dann, wenn ich alleine bin.
    Allerdings artet es im Moment etwas aus. Sie macht nicht nur "wuff" wenn es klingelt, sondern "wauwaujaulwuff". Wenn jemand die Treppe raufpoltert oder im Flur redet, wird das auch kommentiert - jedes mal. Mir würde es nichts ausmachen, wenn die Wohnung nicht so sehr hellhörig wäre. Noch haben die Mitmieter nichts gegen Luna, im Gegenteil, sie mögen sie auch. Aber ich will nicht, dass sich das irgendwann noch ändert.

    Deshalb meine Frage - habt ihr einen Tipp, wie man es ihr abgewöhnen kann, bei JEDEM Geräusch ihren Senf dazu zu geben? Ein bisschen finde ich, wie gesagt, vollkommen in Ordnung.

    Liebe Grüße

  • Liebe Liluu,

    wo ist denn ihr Hundeplatz in der Wohnung? Hat sie da feste Regeln oder liegt sie einfach überall rum? Möglicherweise denkt sie, dass dieses aufpassen bzw. melden ihre Aufgabe ist. Hast du dieses Verhalten mal verstärkt, weil du ja meintest, du findest das an sich manchmal ganz gut? Vielleicht könnte auch noch mit rein spielen, dass sie unterfordert ist. Trainierst du mit ihr?

    Das sind so die Sachen, die mir spontan einfallen..

  • Hallo FidoFrauchen,

    danke für die schnelle Antwort :)

    Luna hat zwei feste Plätze in der Wohnung, eine Decke im Wohnzimmer und ihr Körbchen im Schlafzimmer. Wenn es mal ganz warm ist, liegt sie auch so auf dem Boden, aber im Normalfall schon auf einem ihrer beiden festen Plätze.

    Ich habe es - zumidnest soweit ich mich erinnere - nie bestärkt, eher ignoriert.

    Normalerweise trainiere ich öfter in der Wohnung mit ihr. Sprich clickern/Tricks. Eine Zeit lang hat sie auch viel gespielt, aber das macht sie in der Wohnung eigentlich gar nicht mehr, auch nicht wenn ich sie dazu auffordere. Ich bin im Moment etwas im Klausurenstress und da kommt das Clickern dann etwas zu kurz. Aber was ich auch in der Klausurenphase mache, ist Leckerchen zu verstecken und sie die suchen zu lassen und natürlich auch ein paar Kommandos üben. Wir gehen täglich dreimal raus, morgens und abends kleine Runden und mittags/nachmittags zwischen 1 und 3 Stunden, je nach Wetter und ob man noch wen trifft oder ob ich noch viel lernen muss. Draußen machen wir dann auch immer ein paar Übungen (durch die Beine laufen, über die Beine springen, auf Baumstämme hüpfen und darauf balancieren, Leckerchen im Unterholz suchen, über Äste drüber hüpfen und unter Ästen durchkriechen)

    Ich muss aber zugeben, in den letzten Wochen habe ich die Beschäftigung in der Wohnung tatsächlich ein bisschen zurückgeschraubt wegen des Lernens.

    Das war ehrlich gesagt auch schon mein Verdacht, ob es nicht etwas damit zu tun haben könnte.

    Allerdings hat sie vor der Klausurenphase auch schon angefangen, mehr zu bellen. Seit einigen Wochen ist es aber tatsächlich noch ein bisschen mehr geworden.

    Liebe Grüße

  • hallo :)
    klingt genauso wie meine. sie war total ruhig in der Wohnung, konnte stunden aus dem fenster gucken und hat nie gebellt. irgendwann (nach der 2. Läufigkeit) hat sich das dann geändert und sie hat auch einfach alles angebellt was sie gehört oder gesehen hat. (wenn es klingelt bellt sie allerdings nie.)
    ich bin auch Studentin und kenne das mit dem lernen.. ;) und ja, auch mein Hund kommt dann an machen tagen zu kurz. dadurch habe ich aber festgestellt, dass es an den tagen wo sie zu kurz kommt, schlimmer ist mit dem bellen. an tagen, an denen wir viel unternommen haben interessiert sie nix. dann ist sie zu ko um sich um irgendentwas zu kümmern was passiert. die logische Schlussfolgerung war dann für mich: Hund hat langeweile, sucht sich selbst ne Beschäftigung (in dem fall bewachen) und bellt mehr. du hast geschrieben es ist boarder collie mit drin..?ich hab nen Schäferhund-mix. sind ja beides seeeehr arbeitswillige rassen, die sich, wenn ihnen langweilig ist, eben selbst was zu tun suchen. meist ist das was, dass uns menschen nicht so passt ;) ich hab aber eingesehen, dass es nicht besser wird mit dem bellen, wenn ich ihr nicht irgendeine richtige aufgabe gebe. tricksen und leckerchen suchen hat ihr einfach nicht gereicht :/ deshalb gehen wir seit einiger zeit regelmäßig mehrmals in der Woche auf den hundeplatz ( ich hab mir das mit dem lernen eben dann so getimed, dass das genau in meine lernpausen passte) und üben für die Begleithundeprüfung. ich muss sagen, ich habe sie noch nie so begeistert gesehen! seitdem bellt sie kaum noch. klar, wenn draußen ein Hund vorbeiläuft oder sich die nachbarskatze provokant vor der scheibe plaziert bellt sie immer noch, aber sobald sie einen mucks von sich gibt schicken wir sie auf ihren platz (nicht mit schimpfen verbunden. ich finde es ja in machen Situationen gut wenn sie bellt und anschlägt. aber in dem ich sie einfach wegschicke versteht sie glaube ich, dass sie jetzt nicht bellen muss/ soll weil ich es kontrolliere..)
    vielleicht hilft dir meine Erfahrung ja :)

  • Hallo malileni :)

    Danke für die Antwort!

    Das klingt ja tatsächlich sehr ähnlich. Ich überlege auch schon länger, ob ich mit ihr die Begleithundeprüfung machen soll...ich glaube, das nehme ich als Anlass, das mal in Angriff zu nehmen :D

    Danke für den Tipp! :)

  • Du könntest ihr beibringen auf Kommando zu bellen: "gib Laut". Und dann ein Abbruchkommando zum ruhig sein.
    Wenn sie es verstanden hat, reicht dann nur noch das Abbruchkommando, wenn sie anfängt zu bellen.

  • Die Idee mit "Gib Laut" finde ich auch gut. Das könnte man mal probieren.

    Ansonsten finde ich, dass das was du schreibst, sich so liest als ob der Hund genug Struktur kennt und auch ausgelastet ist. Aber das ist ja auch immer von Hund zu Hund unterschiedlich. Du scheinst sie sehr stark geistig zu beschäftigen, vielleicht braucht sie auch körperlich einen Ausgleich. Versuch sie doch mal am Fahrrad oder beim Joggen richtig auszupowern. Vielleicht tut dir das auch gut in den Lernpausen :lol: Oder mach Suchspiele, die sie auch körperlich richtig fordern (Futterbeutel im Wald verstecken, wo sie mal ein paar Minuten am Stück wirklich gefordert ist).

  • Hey,

    wir haben mit Luna ähnliche Probleme nach einem Umzug gehabt und hatten daher eine Hundetrainerin bei uns Zuhause, die mit uns das Problem gelöst hat. Bei uns hat folgendes geholfen: Nicht schimpfen, verbieten oder so wenn sie bellt, sondern sie in ihr Körbchen schicken und clickern. Wir sollten auch ruhig ins bellen clickern, damit sie runterfährt und lernt das Geräusche nicht schlimm sind, die Klingel auch nicht.
    Beim Klingeln sollten wir genauso verfahren, Gäste darf sie nun als letztes und nur auf unser Kommando begrüßen. Wir haben ihr alles "schön geclickert", mittlerweile reicht es wenn wir sagen "alles gut" und sie loben wenn sie ruhig bleibt.

    Vielleicht wäre das ja auch eine Idee für euch?

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