Seit 6 Wochen Durchfall -NICHTS hilft
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Hallo!
Ihr seid meine letzte Hoffnung! Ich habe eine 10jährige Tibetterrierhündin namens Lulu.
Fangen wir ganz am Anfang an:
Lulu hatte vor ca. 7 Wochen einen Wackelzahn im Frontbereich. Diagnose: Zahnfleischentzündung. Lulu bekam ca. 5 Tage ein Breitspektrum-AB und an Tag 6 eine große Zahnsanierung (Entfernung von zwei Zähnen, Zahnsteinentfernung) in Vollnarkose. Die OP hat sie gut überstanden. Die Zähne sind in Ordnung.
Ca. 4 Tage nach der OP bekam Lulu starken Durchfall, praktisch nur Wasser. Sofort zum Tierarzt. Dieser spritzte dann eine Kombination aus AB (Veracin) und einem Medikament, welches muskelentspannend wirkt, weil sie einen geblähten Bauch hatte. Gefressen hat sie nichts, obwohl sie sonst ein echter Vielfraß ist. Tags drauf war der Stuhl wieder völlig normal und der Hund hatte auch wieder Hunger. Wir haben immer ein Schonfutter im Haus, welches sie am darauffolgenden Tag bekommen hat. Tags drauf wieder das selbe Spiel: Durchfall mehrfach täglich, wieder TA, wieder gespritzt. Wieder Besserung. Die üblichen Hausmittel (geriebener Apfel, Möhrenbrei, Hühnchen+Reis haben wir alle durch!)
Das vorgenannte hat sich ca. 2 Wochen so hingezogen, bis wir darauf bestanden haben, ein Blutbild machen zu lassen. Dies wies erhöhte Leukozytenzahlen auf und der TA vermutete eine Darmentzündung. Behandlung mit AB und Muskelrelaxanz. Da keine dauerhafte Besserung eintritt, haben wir den TA gewechselt. Dort wurde ein Röntgenbild gemacht. Zu erkennen war ein stark aufgeblähter Darm, es gab keinerlei Anzeichen für Tumore oder Veränderungen der Milz, des Magens,... Man vermutete weiterhin die Darmentzündung. Sie bekam weiter AB und -jetzt neu- Prednisolon 5mg-; alles ohne Erfolg.
Inzwischen frisst der Hund nichts mehr (Erbrochen hat er in der ganzen Zeit nur ein einziges Mal) und er ist stationär in der Tierklinik. Hier bekommt er einmal täglich NACL-Infusionen. Ein Ultraschall des Bauchraumes zeigte keine Auffälligkeiten. Apathisch ist er nicht, hat aber schon 2kg abgenommen.
Eine hinzugezogene Tierheilpraktikerin weiß auch nicht so recht, was Sache ist und möchte den Hund erstmal tierärztlich weiterbehandelt wissen, da die Gefahr einer Sepsis droht.
Erwähnenswert ist noch, dass der Hund Tabletten aus nahezu jedem Nahrungsmittel aufspürt und wir zwischendurch die ein oder andere Tablette unter dem Sofa gefunden haben.
In der Tierklinik bekommt sie NACL; einen Säureblocker, MCP und ein AB (Metronydazol). Seit Samstag hat sie gar nichts mehr gefressen. Eine Kotuntersuchung wies keinerlei Auffälligkeiten auf.
Eine Darmspiegelung ist aufgrund der extrem entzündeten Darmschleimhaut zu gefährlich.
Ich weiß echt nicht mehr weiter! Ich hoffe, dass hier vielleicht noch jemand den ultimativen Tipp hat.
Liebe Grüße,
Ina - Vor einem Moment
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Hi,
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Hallo,
das hört sich ja nicht gut an.
Eine Behandlung mit AB zieht natürlich immer eine Störung der Darmflora nach sich.
Es ist gut möglich, dass das Problem dadurch entstanden ist. Außerdem muss der Körper das Narkosemittel entgiften, auch das kann Durchfall verursachen. Nach meiner Ansicht sollte man den Körper dabei unterstützen und nicht sofort den Durchfall stoppen.Ich würde eine klassische Homöopathin hinzuziehen. Nicht jede Tierheilpraktikerin ist in dieser Heilmethode ausgebildet. Die Behandlung mit der Homöopathie kann man neben der Behandlung in der Klinik machen.
Die MCP-Tropfen wurden eigentlich wegen starker Nebenwirkungen aus dem Verkehr gezogen.
Das Metronidazol ist auch ein zweischneidiges Schwert. Es kann helfen, es kann aber auch die Symptome verschlimmern.Bekannte Nebenwirkungen sind unter anderem:
Geschmacksstörungen, Zungenbelag, Zungenentzündung, Mundraumentzündung, Bauchschmerzen, Magendrücken, Durchfall, Übelkeit, Aufstoßen (bitteres), Erbrechen, Appetitlosigkeit.....Die Behandlung mit der Homöopathie kann auch die Nebenwirkungen der Medikamente mildern. Außerdem sollte die Darmflora aufgebaut werden.
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Beim ersten Durchlesen, dachte ich mir auch, dass die Darmflora durch die vielen AB sicher geschädigt/geschwächt ist. Sprich doch mit deinem TA über Möglichkeiten zum Aufbau der Darmflora.
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Danke für eure Antworten.
Lulu bekommt seit ca. 4 Wochen das Baktisel HK (bin mir nicht sicher, ob das so heißt, hab's grad nicht hier). So ein Pulver, welches man über das Futter streut.
Ganz auf das AB zu verzichten steht derzeit außer Frage, da die Gefahr einer Sepsis droht. Morgen soll nochmal ein Blutbild gemacht werden. -
Zitat
Ganz auf das AB zu verzichten steht derzeit außer Frage, da die Gefahr einer Sepsis droht.Das hast Du falsch verstanden.
Eine homöopathische Behandlung kann auch während der medizinischen Therapie gemacht werden. Sie mildert meistens die Nebenwirkungen ab.
Sie stärkt die gesamten Organe und kann die Selbstheilungskräfte wieder regulieren.Dies schreibt eine Tierärztin:
ZitatEine sehr interessante und wirkungsvolle Alternative bietet die Klassische Homöopathie.
Vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen, welche schulmedizinisch kaum oder nur unbefriedigend therapierbar sind, kann mittels Klassischer Homöopathie oft geholfen werden. Auch palliativ (das bedeutet schmerzmildernd) oder zur Abschwächung allopathischer Arzneimittelnebenwirkungen leistet Klassische Homöopathie gute Dienste.
http://www.tierarztpraxis-hentschel.de/hom%C3%B6opath…r-schulmedizin/
Das Problem ist ja, dass Deine Hündin nichts mehr frisst seit Tagen. Das kommt leider unter der Behandlung mit Metronidazol häufiger vor.
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Hallo liebe Ina,
ach Mensch, das tut mir sehr leid für euch. Wir hatten vor einigen Monaten eine ähnliche Geschichte, da fühle ich gerade sehr mit dir mit.
Bei uns waren es nach etlichen Tagen ambulanter Behandlung mit täglich mehrfachen NaCl-Infusionen, AB, Schmerzmedis, Magenschutz, etc. und dem kompletten auf-den-Kopf-Stellen des Hundes eine doppelte Ladung Ringerlösung und eine Zwangsapplikation von Dystikum (er hatte das Fressen und Trinken komplett eingestellt), mit der unsere TAs ihn wieder zurück ins Leben geholt haben... Und das an einem Morgen, an dem wir beide unausgesprochen zur Übereinkunft kamen, dass es nun gut sei und man irgendwann auch einfach miteinander aufgeben dürfe.
Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass da die psychologische Blockade 'egal was vorne reingeht, es kommt wenig später unter Höllenschmerzen wieder hinten raus' eine ganz ganz entscheidende Rolle gespielt hat und letztlich das Dystikum bei uns der springende Punkt war. Vielleicht kannst du deine TAs mal darauf ansprechen, ob es bei euch auch in Frage kommt?
- Sofern bei euch nicht schon von NaCl auf Ringerlösung gewechselt wurde, wäre das mein nächster Gedanke gewesen.
- Wie lange ist deine Hündin denn schon in der TK? Je nachdem, wie sie den Aufenthalt dort verträgt und aktuell drauf ist, ist vielleicht die Frage nach einer ambulanten Behandlung auch mal ein Gespräch mit den TAs wert?
- bezüglich der ausgespuckten Tabletten: Wunderwaffe (flüssigen) Honig schon probiert?

Ich wünsche deiner Maus eine gute Besserung und euch beiden, dass sie schnell wieder fit wird! :solace:
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