Mensch und Hund angeknurrt - Problem

  • Hallo ihr Lieben!

    Heute brauche ich wenn möglich mal einen kleinen Ratschlag von denjenigen unter euch die einen unsicheren Hund zu Hause haben, der vielleicht das gleiche Verhalten an den Tag legt.
    Meine Mira (mein erster Hund) knurrt und bellt bestimmte Leute (gleiches Schema) oder andere Hunde an wenn sie selbst an der Leine ist. Einfach nur aus Unsicherheit - wir haben sie aus dem Tierheim, wissen auch das sie und ihre Geschwister damals aus schlechter Haltung beschlagnahmt worden sind etc.
    Ich gestehe ihr viele Dinge die hundetypisch sind auch zu und an denen die ich nicht wünsche arbeiten wir - mit einer Hundetrainerin.

    In dem Fall hab ich kein Problem mit meinem Hund. Ich habe eines mit mir!
    Ich würde gerne von euch wissen, wie ihr es geschafft habt in solchen Situationen ruhiger zu bleiben. Bei bestimmten Hunden die ich vom Sehen her schon kenne überkommt mich einfach so Luft anhalten und angespannt sein weil ich weiß das es bei denen das Letzte mal einfach gar nicht geklappt hat.

    Vielleicht ist es ja jemand von euch auch so ergangen und hat das erfolgreich abgelegt. Ich bin über jeden Rat dankbar :)

    Lg Shibby

  • Ich hielt es da genauso wie mit meinem Hund:

    Wohlfühldistanz bewahren und mich genauso desensibilisieren wie meinen Hund.

    Man sagt zwar immer, dass es umgekehrt passieren müsse (vermittle deinem Hund Sicherheit), das heißt aber nicht, dass man es gespielt tun sollte, wenn man es sich selbst wirklich schwer macht.
    Somit blieb ich immer längere Zeit an einem "guten" Trainingspunkt, hab länger beobachtet, dass das Alternativverhalten, was mir Hermann angeboten hat, sicher sitzt und konnte dann die Distanz ein Stück weit verringern.

    Bei uns war aber auch weniger das Problem, dass ich Schiss hatte, Hermann könne nach vorne gehen, da ich wusste, das er definitiv NICHT verletzt bzw. richtig zubeißt, sondern eher vor den Blicken und Kommentaren, die dann kommen könnten... :headbash:

  • Ich denke das kann man nicht Trainieren... ich war von Anfang an einfach sehr Entspannt auch wenn es bei manchen Menschen als "sche** egal" Haltung ankommt.

    Mira (meine Hündin) war als ich sie mit 4 Monaten bekommen habe wirklich sehr extrem Ängstlich. Sie hat sogar angefangen zu schreien wenn andere Hunde auf sie zu kamen.

    Heute (mit fast drei Jahren) ist sie sehr souverän und auch sehr klar in ihrer körpersprache!

  • Vielen Dank fürs Antworten .

    @ HermannDS
    Danke vor allem auch für dein beschriebenes Empfinden dabei. Und ich denke dann machen wir (ich und meine Hündin) nicht soviel falsch im Moment. Ich bleib lieber noch auf etwas größeren Abstand bei Menschen / Hunden wo ich sehe sie fängt das fixieren schon an.
    Aber es geht und in dem Radius wo ich weiß sie bringt das einfach vorbei zu gehen fühl ich mich auch wohl. Ich hasse nur dieses angespannte Gefühl und dieses gehemmt sein wie letztens, auf beiden Straßenseiten kommen uns Hunde entgegen und nirgendwo ne Ausweichmöglichkeit.

    Was die Leute sagen und vor den Reaktionen ... hm.. nein das hab ich schnell abgelegt. Das ist mir mittlerweile egal GsD. Sie kennen mich nicht und meine Hündin nicht also sollen sie reden.

  • Zitat

    Vielen Dank fürs Antworten .

    @ HermannDS
    Danke vor allem auch für dein beschriebenes Empfinden dabei. Und ich denke dann machen wir (ich und meine Hündin) nicht soviel falsch im Moment. Ich bleib lieber noch auf etwas größeren Abstand bei Menschen / Hunden wo ich sehe sie fängt das fixieren schon an.
    Aber es geht und in dem Radius wo ich weiß sie bringt das einfach vorbei zu gehen fühl ich mich auch wohl. Ich hasse nur dieses angespannte Gefühl und dieses gehemmt sein wie letztens, auf beiden Straßenseiten kommen uns Hunde entgegen und nirgendwo ne Ausweichmöglichkeit.

    Was die Leute sagen und vor den Reaktionen ... hm.. nein das hab ich schnell abgelegt. Das ist mir mittlerweile egal GsD. Sie kennen mich nicht und meine Hündin nicht also sollen sie reden.

    Die Phase mit den Gedanken über Reaktionen ist zum Glück hier auch Geschichte. Aber das hat mich anfangs echt gestört. ^^

    Bei so Situationen, wo von vorn alles "blockiert" ist, bleibt natürlich nur der Blick zurück. Oder wenn alle Strick reißen, hatte ich dann was zu Fressen, was Hermann wirklich komplett abgelenkt hat für den Moment (ein Pott Erdnussbutter). Hund muss dafür natürlich zu haben sein.

    Wenn sie noch fixiert, bzw. sich in dem Moment kein Alternativverhalten abrufen lässt, würde ich (wann immer es geht) noch einen Schritt mehr Distanz wahren.

  • Anfangs hab ich mir darüber auch sehr viel Gedanken gemacht - hab ich schnell abgelegt weil es mir und Mira nicht weiter geholfen hat.

    Das mit dem Fressen haben wir mittlerweile auch und funktioniert auch ganz gut. Ne Tube mit Lachscreme... dein Hund frisst Erdnussbutter o.O

    Aber das mit dem noch mal nen Schritt weiter ausholen werden wir versuchen obs da mit dem fixieren nach wie vor so ist.

  • Zitat

    dein Hund frisst Erdnussbutter o.O


    Deiner nicht???? :ugly:

    Bzgl. des besseren Gefühls:
    Es ist halt nicht nur wichtig, dass man das Vertrauen des Hundes in "seinen" Menschen stärkt, sondern dass man als Mensch auch Vertrauen zu seinem Hund aufbaut.

    Deshalb nimm' dir am besten selbst den Druck raus und arbeite nicht immer an der "Schwelle zur Hölle". Das verlangt euch beiden viel ab. Nimm dir häufiger mal Urlaub von der Hundearbeit. Je nachdem wie ihr wohnt, darfst du auch nicht unterschätzen, wie viele Situationen dein Hund durchstehen muss, auch wenn ihr nicht bewusst trainiert.

    Ich hab pro Spaziergang zB nur 1-2 Hunde, die ich ganz bewusst zum Training nutze. Aus entsprechender Entfernung, aber auf die ich Hermann aufmerksam mache (also gucken - click - umlenken - click - belohnung; annähern entfernen; warten aushalten abbiegen... usw). Ich weiß aber, dass ich mind. noch 5-10 Begegnungen haben werde, die ungeplant sind (da ich halt in der Stadt wohne). Und bei mind. 20% bietet sich mir nicht die Möglichkeit ausreichend Abstand zu nehmen. Da muss ich also viel von Hermann verlangen <- und mehr geht dann auch nicht. Das fordert ihn und macht ihn platt. Würde ich das immer und immer wieder so machen, wären die ersten 2 Hunde in Ordnung und Hunde 3 bis 10 eine einzige Katastrophe, weil sein Hirn schon abgeschaltet hat.

    Und so eine Situation wäre dann ja wieder kontraproduktiv, was die eigene Sicherheit angeht.

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