Coxarthrose Op oder Gold? Wer hat das schon durch?

  • In dieser Klinik - und das wussten wir vorher nicht - mussten wir den kompletten Betrag auch direkt bei Abholung bezahlen. Da glühten EC u. Kreditkarte.

    Ohje, unsere Hündin. Hm. Also sie hatte ganz viele Probleme neben der HD (Ellenbogen OP, 2x Kreuzband, Spondylose, Arthrose...Cauda Equina, Magendrehung mit OP, Krebs...das waren nur die großen Sachen).
    Die HD hat lange keine Probleme gemacht. Wir haben versucht sie muskulär fit zu halten. Es fing so an, als sie knapp 10 war. In dem Alter wollten wir die Hüfte nicht mehr machen lassen. Wir dachten bei diesem langen Genesungsweg hat sie in der Zeit ja auch weniger Lebensqualität und was wenn sie dann womöglich stirbt und sich die letzte Zeit so einschränken musste? Das waren unsere Gedanken damals. Letztlich war es das Cauda Equina Syndrom, weshalb wir sie mit 12,5 Jahren gehenlassen mussten. Für einen Berner aber ein gutes Alter und sie hat es uns gezeigt, dass es jetzt gut ist.

    Heute denken wir beide, dass wir zumindest die Hüfte schon früher operieren lassen sollen. Das hätte ihr sicher einiges erleichtert im Alter.

    Bin selber Physiotherapeutin (Mensch u. Tier) und kann nur bestätigen, dass für die meisten die künstl. Hüfte eine immense Erleichterung ist. Natürlich kann aber immer was schiefgehen, sich das Implantat lockern, es zu Entzündungen kommen. Das sind wenig Fälle, aber es gibt sie.
    Generell werden die Patienten mit gutem Muskelskelett schneller wieder fit wie untrainierte (beim Hund ist schwimmen od. Unterwasserlaufband im Vorfeld u. in der späteren Reha gut).

    Das Gute beim Tier im Gegensatz zum Menschen ist die Haltbarkeit der Hüftprothese. Beim Hund geht man abhängig vom Hersteller von einer Haltbarkeit von ca. 15 Jahren aus. Da unsere Hunde meist nicht so alt werden bzw. ja bei OPmein gewisses Grundalter haben, muss die TEP also nicht ausgetauscht werden.

    Bei unserem Samson jetzt hätte es auch die Möglichkeit einer sog. Femurkopfresektion (Oberschenkelkopf wird entfernt) gegeben. So wird das kaputte Gelenk entlastet und es bildet sich ein sog. Scheingelenk.
    Für mich war aber eigentlich klar, dass wir das künstl. Gelenk bevorzugen, um Ausweichmechanismen u. Bewegungen so gering wie möglich zu halten.

    Gegen Gold habe ich mich entschieden, weil das Gelenk zum einen echt so im Eimer war, zum anderen hatte ich Angst vor doppelten Kosten (womöglich erst fürs Gold und dann dich noch ein Gelenksersatz). Das waren wieder so unsere ganz persönlichen Gedanken dazu.

    Aber es gibt viel viele zufriedene Hundebesitzer, die mit Gold beste Erfahrungen gemacht haben.

    Ich denke ein gewisses Risiko birgt beides. Das Risiko, ob es wirklich wirkt/den gewünschten Erfolg bringt und das Risiko, dass es Komplikationen gibt (Sepsis, Implantatlockerung etc).

    Wir haben übrigens eine OP-Versicherung (gerade weil die Hündin vorher so ein Pechvogel war). Die hat HD aber ausgeschlossen, ganz famos :roll:

  • Was habt ihr bei eurer Huendin mit der Huefte dann machen lassen?
    Bei welchem Krankheitsbild genau kann diese Resektion angewendet werden? Und wie belaufen sich hier die Kosten?
    Zumindest hab ich Kelly jetzt noch in einer Versicherung unterbekommen, der Helvetia, die machen natuerlich nichts mehr betreffend der Arthrose, aber mit dem Alter können ja auch noch andere Sache auf uns zukommen.
    Dass ich dann so wie jetzt dastehe, das möchte ich nicht nochmal erleben!!!
    Auch ich mache mir natuerlich Sorgen um die doppelten Kosten. Ich möchte, dass meinem Hund langfristig geholfen wird, aber eine solche Summe ist kein Pappenstiel fuer mich. Wie gesagt, hätte ich sie derzeit nichteinmal fluessig.
    Vielleicht könnte ich 2000 anzahlen und den Rest abstottern!?
    Heute habe ich Kelly die letzte Pen Phred verabreicht. Ich habe jetzt schon Angst vor Morgen, denn unter den Tabletten hat es sich jetzt erstmal wieder normalisiert. Man merkt, dass sie das Laufen anstrengt, aber sie steht wieder auf und hat bis dato auch keine Schmerzäusserung mehr gezeigt.
    Ist es eigentlich gang und gäbe, dass man in den Kliniken fuer ein Vorgespräch zur Op schon zahlen muss?
    Wenn ich mich nun bei mehreren Kliniken erkundigen möchte, bin ich ja schon vorab eine Stange Geld los... :???:

    Danke Dir fuer Deine Antwort
    diana

  • Hallo Diana,
    wir haben bezüglich der HD bei unserer Hündin nichts gemacht. Die hauptsächlichen Probleme die dann mit der Hinterhand kamen, waren eher vom Cauda Equina Syndrom und natürlich auch der Kombi mit der Arthrose. Sie bekam Schmerzmittel und ich hab sie regelmäßig manuell therapiert, passiv durchbewegt, massiert.
    Die Probleme fingen stärkter an so mit knapp 12 und 12,5 ist sie letztlich dann noch geworden. Wäre sie noch jünger/beweglicher gewesen hätte ich nach der akuten Entzündungsphase der HD mehr auf Muskelaufbau gesetzt.

    Puh, ich überlege gerade, ob wir für das Beratungsgespräch bezahlen mussten. Ich müsste jetzt lügen, aber ich meine nicht. Das könntest Du aber vielleicht vorher tel. erfragen. Ist ja nur verständlich, dass man wissen möchte, was auf einen zukommt.

    Die Resektion wird bei HD sprich Hüftkopf- und oder Knorpelabnutzung gemacht. Die Kosten weiß ich nicht. Da es für uns nicht in Frage kam, haben wir zwar die Möglichkeiten alle kurz durchgesprochen, aber letztlich stand fast schon fest, dass wir operieren müssen (Zitat: so eine schlechte Hüfte hab ich bei so einem jungen Hund selten gesehen). Er hat alles sehr gut erklärt, was aber auch daran liegen kann, dass ich das Thema auch aus beruflichem Interesse sehr spannend fand. Leider durfte ich bei der OP nicht dabei sein (bei Gelenksersatz beim Menschen durfte ich schon mehrfach dabei sein und fand es immer super interessant).

    Wir waren hier: http://www.tierklinik-sandpfad.de/
    Würde ich jederzeit guten Gewissens weiterempfehlen.
    Ich seh eben, dass Ratenzahlung nach Bonitätsprüfung möglich wäre: http://www.tierklinik-sandpfad.de/informationen-…ungsablauf.html
    Ich hätte das Geld auch nicht im Moment. Im Gegenteil, ich bin ja fast schon mit diesem Betrag im Minus :hust:
    Schau mal hier unter chirurgische Beh. der HD
    http://www.tierklinik-sandpfad.de/gelenkchirurgie.html

  • Hallo Diana,

    Meine Hündin hat schwere HD und Arthrose. Meine Hündin ist 5 Jahre alt.

    Ich habe mich auch lange gerungen was ich besser mache Gelenk austauschen oder Goldakupunktur.

    Als erstes war ich fest davon überzeugt das Gelenk auszutauschen allerdings war es erstens geldmäßig und von der Zeit nicht umsetzbar. Da mein Hund zu meinen Eltern kommt wo noch ein Hund ist und es schwer ist sie dann ruhig zu halten und ich nicht die Möglichkeit Habe so viel Urlaub zu nehmen.

    Nun wird am Donnerstag die Goldakkupunktur mit Kastration gemacht. Ich liege bei ca.1500 Euro dabei sind ED-Röntgen, Narkose, Goldakupunktur um Hüfte und im Gelenk und die Kastration. Kann sich natürlich noch ändern ist nun vorab eine Kalkulation genaue Preis wird sich am Donnerstag entschieden.

    Ich gehe zu DR. Rogalla in der Nähe von Frankfurt.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!

    LG Nina

  • Hallo Kessy,

    ich bin auch noch zu keiner wahren Einigung gekommen. Die Arthrose ist beidseitig, heisst, wenn ich die eine Seite machen lass, kommt in ansehbarer Zeit dieselbe Prozedur ein zweites Mal auf uns zu. Mein Hündin lässt sich nicht von Fremden anfassen, heisst, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das überhaupt funktionieren soll mit den Untersuchungen, dem Klinikaufenthalt und der Nachsorge. Auch für uns kommt eigentlich die Goldimplantation noch am ehesten in Frage. Eine Kurznarkose, den Hund dann auch gleich wieder mitnehmen können.
    Aber ich habe eben Bedenken wegen zweierlei Dingen:

    1. schlägt es auch wirklich an, oder wirft man da nur eine Menge Geld aus dem Fenster?
    2. die Arthrose schreitet ja weiter voran. Was ist dann das Ende vom Lied?

    Aber eigentlich reift der Entschluss zum Gold in mir schon viel weiter, weil ich es mittlerweil als einzige Option für uns sehe. Meine Hündin ist acht, will ich ihr diese zwei grossen Ops jetzt noch zumuten, wo jeder normale Tierarztbesuch schon so grauenhaft ausartet? Will ich sie

    Von der Praxis Rogalla habe ich auch schon im Netz gelesen. Nach Frankfurt fahren, das wäre mir auch kein Problem, und die Kastration, wenn man die im selben Atemzug auch gleich machen lassen kann.
    Berichte mir doch bitte unbedingt, wie es für euch gelaufen ist!

    Was das Gold angeht, vertraue ich hier in Berlin nur dem Rosin, und der möchte für die reine Implantation knappe 2000 EURO haben. Sicherlich berechtigt. Er ist sowas wie ein Guru in der Branche. Aber 2000 EURO und dann bringt das nichts? Und dann doch die Op als letzten Ausweg und nochmal 7000?

    Keine Ahnung, ich weiss es immer noch nicht. Ich füttere Alles an Zusätzen und gehe jeden Tag schwimmen, die Tabletten konnte ich mittlerweile fast ausschleichen. Aber ich muss meinen Hund dauerhaft beschneiden. Sie darf ja nun gar nichts mehr, das ist doch kein Leben für einen Hund, der immer "im Saft" stand.

    Das Thema dreht und dreht in meinem Kopf, aber ich komme nicht auf den Punkt.
    Ganz ehrlich, nur ein paar lebensfrohe Jahre mehr für Kelly würden mir momentan schon ausreichen.

  • Hallo,

    Ich gehe ja mit meiner Hündin Kyra in Physio wo sie schwimmt um die Muskeln zu erhalten. Die Physiotherapeutin hat mir von der Goldakkupunktur erzählt . Sie kennt auch einige die es bei Dr. Rogalla gemacht haben und es super gewirkt hat. Ist halt "nur" eine Schmerztherapie.

    Sie hatte eine Kundin Hund ist ein Labrador dieser hat wohl vor ca. 5 Wochen die Akkupunktur gemacht und läuft jetzt nicht mehr mit schonhaltung. Natürlich kommt es auf jeden Hund darauf an wie es wirkt. Durch das Gold wird die Arthrose verlangsamt.

    Bei der Klinik im Sandpfad in Wiesloch war ich auch und habe mich informiert. Die Kosten gingen von der einen zur anderen Anfrage hoch. Also bei der Vorstellung des Hundes waren die Kosten noch nicht so hoch. Nach zwei Wochen Überlegungen schrieb ich ihn nochmal an und der Preis stieg. Das fände ich leicht dubios, aber so war es nun mal. Von ca. 2600 auf 3200€.

    Da meine Hündin ein wirklich extremes sensibelchen ist und sich nicht von fremden anfassen lässt und ich denke das sie vielleicht durch so eine extreme OP noch ängstlicher wird lasse ich es lieber.

    Also Frau Dr. Rogalla kann ich nur wirklich empfehlen. Ich habe mit ihr bisher nur per Telefon gesprochen aber so schon sehr überzeugt.

    Ich werde definitiv nach der OP und eine bis zwei Wochen schreiben wie es meiner Hündin ergeht.

  • Hallo,

    wir haben vor ca 2 Wochen eine Goldakupunktur an der Hüfte unserer Hündin machen lassen (2 Jahre, angeborene HD). Hat uns ca 400 Euro gekostet (naja, nicht uns selbst, wir sind versichert). Preise variieren aber je nach Hund, Größe, Erkrankung, Menge an Gold die gebraucht wird etc. Ging ruck zuck. Wir waren nur ca 30 min in der Praxis. Sie hat eine starke Beruhigungsspritze / Schlafspritze (keine Vollnarkose!) bekommen und wir durften beim eingriff sogar zuschauen. es ist ein so minimaler eingriff, dass sie nichtmal eine Narbe zurückbehält. danach wurde sie mit einer hallo-wach spritze wieder geweckt und konnte auf eigenen Pfoten wieder aus der Praxis torkeln. unsere auflagen nach dem eingriff waren: ein paar tage nicht schwimmen, ein bisschen weniger toben (bzw gar nicht..). sonst nix. spazieren gehen ganz normal wie immer.treppen auch kein Problem.
    Leider hat sie jetzt nach dem eingriff stärkere schmerzen als zuvor. das liegt aber wahrscheinlich nur daran, dass sich im gewebe kleine blutergüsse gebildet haben. wir haben nun ein stärkeres Schmerzmittel, Madame wird in ihrem Temperament ein bisschen gebremst und dann hoffen wir, dass es alles gut wird :) - die Chancen auf verbessunrg durch goldakupunktur stehen, laut unserem TA, bei ca 95%. bei einer hüft-op dagegen nur bei 60%. Allerdings muss man sagen: bei der goldakupunktur werden dem Hund nur die schmerzen genommen. das Gelenk bleibt so beschädigt wie es ist!

    wir kommen aus NRW und waren daher auch bei einem TA hier in NRW. dieser soll allerdings eine koriphäe auf seinem gebiet sein. macht seit 16 Jahren nix anderes mehr als Goldakupunktur und reist damit durch ganz Europa. klingt jetzt nach Massenabfertigung- war aber ganz und gar nicht so! er war freundlich, aufmerksam, der Hund war nicht nur irgendein Hund, sondern wurde betüddelt und gekuschelt. wir waren durchweg zufrieden.
    ich gebe dir trotzdem einfach mal den link zu seiner Homepage:

    http://www.gold-akupunktur.eu/index.html

    wenn man Google auch so generell mal befragt zu ihm wird man sehr schnell fündig :)
    viel glück für euch! ich drücke die Daumen, dass es schnell besser wird.

  • Vielen Dank für die Info!
    Ich hoffe, recht bald von euch zu hören, wie es sich denn nun weiter entwickelt hat!
    Momentan geht es uns auch ohne die Chemie ganz gut. Das tägliche Schwimmen und die Zusätze scheinen auszureichen, aber ich fuerchte mich schon regelrecht vor dem Herbst....
    Von daher ist die Goldakupunktur für uns ein festes Ziel, sobald ich das Geld dafür zusammen habe!
    Von dem Gedanken Op habe ich mich verabschiedet, zu viel an unserer Situation spricht einfach dagegen. Lieber dem Hund noch ein paar schmerzfreie Jahre schenken, als einen "Leidensweg". Ich denke, durch gezielten Muskelausbau bei Schmerzfreiheit, kann ich da noch viel machen. Sie ist ein sehr aktiver und sportlicher Hund und lässt sich von den sicher starken Schmerzen kaum bremsen.
    Ich freue mich, recht bald mehr zu erfahren. Vielen Dank für den Link!

    Alles Gute für euch und eure Hunde
    diana

  • Auf jeden Fall immer zuerst Gold setzen lassen :gut:
    Argo hat vor 4 Jahren sein Gold bei Dr. Horch in Schweinfurt bekommen, seitdem ist er ein anderer Hund :smile: .
    Mehrere Bekannte und Freunde waren seitdem auch dort, alle waren und sind genauso zufrieden.
    Sehr gute Infos zur Goldwirkung unter http://www.dr.horch.de

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