Kastrationschip..... Erfahrungen, Austausch...

  • Soooo...
    seit heute sitzt der Chip und in 6 Wochen sollten die ersten Veränderungen erkennen zu sein.
    Was ich mir erwünsche:
    -Kein markieren in der Wohnung mehr
    -kein Pipiauflecken und Zähneklappern mehr
    -kein ständiges Andocken an den Geschlechtsteilen anderer Hunde
    -keine Leinenunverträglichkeit mehr
    -weniger Freiheitsdrang

    Mit dem Chip will ich in erster Linie herausfinden, ob oben genannte Punkte aus seinem Rüdesein resultieren oder an Erziehungsfehlern seitens der Vorbesitzer oder mir. Ist ersteres der Fall, steht die Überlegung zur operativen Kastra im Raum.

    Bis dahin würde ich mich über eure Erfahrungen freuen.

  • Ich habe Blacky den Chip vor ca. 4 Monaten eingesetzt. Nach ca. 2 Monaten sah ich das Ergebnis. Kein Pipi schlecken mehr, keine Aufregung bei läufigen Hündinnen.
    Aber ich finde, die negativen Seiten überwiegten.

    Hunde waren ihm entweder egal oder er fühlte sich zunehmends von ihnen bedroht. Jeder Hund wurde generell mit einer enormen Bürste auf dem Rücken "begrüßt". (Auch Weibchen) Außerdem begann seine Leinenaggression wieder. Es war jetzt nicht sonderlich heftig und mit Training konnten wir dem entgegen wirken, aber es war lästig.
    Auch gab es häufiger Auseinandersetzungen mit anderen Hund und Blacky wurde beim Spiel mit anderen Hunden teilweise so heftig gemobbt, dass er auf dem Boden lag und sich nicht mehr wehren konnte.

    Im Nachinein würde ich es nicht mehr machen. Blacky war von Anfang an ein unsicherer Hund und es wird ja oft geraten, man sollte sehr unsichere Hunde nicht kastrieren. Ich war von dieser Aussage nie so ganz überzeugt und dachte mir, man könne es ja trotzdem ausprobieren. Jetzt weiß ich, dass ich Blacky nicht kastrieren werde. Dafür nehme ich die nervigen Monate mit läufigen Hündinnen in Kauf.

    Ich würde es dir direkt also nicht raten, ABER wenn du es nicht genau weißt, kannst du es doch mal ausprobieren. Nach 6 Monaten ist ja alles wieder vorbei und ich denke nicht, dass dein Hund, im Fall der Fälle, einen großen Schaden davontragen würde. ;)

  • Zitat

    Schau mal hier: https://www.dogforum.de/suprelorin-che…cht-t64772.html

    Gegen die Leinenpöbelei und den Freiheitsdrang wird der Chip aber nicht helfen!
    Auch das Markieren in der Wohnung sehe ich eher als erzieherisches Problem!

    ich will ja auch erstmal testen, ob es eventuell daran liegt ;-)
    und wenn du mir zu letzterem helfen willst, nur zu, halt deine Tipps nicht hinterm Berg...

  • Zitat


    und wenn du mir zu letzterem helfen willst, nur zu, halt deine Tipps nicht hinterm Berg...


    Da hilft eigentlich nur, den Hund permanent im Auge zu haben und jedesmal im Ansatz konsequent abbrechen!
    Wenn man ihn nicht im Auge hat, so unterbringen, das er nicht markieren kann, praktisch wie die Stubenreinheit beim Welpen.

  • Meine Erfahrungen:
    Unser Senior wurde aus gesundheitlichen Gründen noch sehr spät kastriert. Wir haben ihn vorher unkastriert gelassen. Es gibt natürlich Hunde, die aufgrund ihrer Hormone übermäßig stark obiges Verhalten zeigen, bei uns hat er allerdings die meisten deiner Punkte auch gezeigt und wir haben ihm beigebracht, dass er bestimmte Dinge darf und andere nicht. Daher blieb er bis ins hohe Alter unkastriert. Denke, vieles lässt sich mit Erziehung machen, man braucht eben viel Geduld und Konsequenz, ich fand es zeitweise recht anstrengend.
    Davon ab: Der Chip kann auch mal länger brauchen als 6 Wochen, bis er voll wirkt. Außerdem ist die Wirkdauer nicht immer dieselbe, kommt auf den Hund an, auch da gibt es Abweichungen. Ich persönlich fand die chemische Kastration im Endeffekt nicht vergleichbar mit der operativen Kastration, allerdings spielten bei uns ja auch andere Gründe eine Rolle. Es machte sich dadurch bemerkbar, dass unter der chemischen Kastration eine gesundheitliche Besserung nur für wenige Wochen ergab, wohingegen nach der operativen Kastration gesundheitliche Probleme augenblicklich "gegessen" waren.

    Ich denke auch, dass du gerade die Leinenaggression und den Freiheitsdran durch eine Kastration nicht mindern können wirst. Markieren halte ich für eine Sache, die definitiv auch eine Sache der Erziehung ist, auch wenn es Zeit kostet (klar will der Hund pinkeln, pinkeln, pinkeln,...). Unserer wollte überall markieren, mittlerweile markiert er nur noch im Freilauf während Spaziergängen, weil er weiß, dass alles andere tabu ist.

    Beim Markieren an Orten, an denen es nicht erwünscht ist, eben ein scharfes "Nein", "Lass",... an der Leine ganz leicht (!) rucken. Und das eben konsequent, was zeitweise eben wahnsinnig anstrengend ist, man muss bei Dauermarkierern eben ständig mit den Augen beim Hund sein (gerade in der Wohnung). Bei uns ging es jedenfalls so.
    Was genau meinst du mit Freiheitsdrang? Ist er im Freilauf öfter mal auf und davon?

    Pipilecken kann man auch tabuisieren, indem man eben auch mit Korrekturwort arbeitet, eben genauso wie bei anderen fressbaren/leckbaren Dingen wie Kot jeglicher Art, herumliegendem Brot,...

    Beim Zähneklappern und beim "Andocken" (sollte es sehr extrem sein und tatsächlich an einem "Hormonüberschuss" liegen) könnte sich durch die Kastration etwas verändern, ist allerdings auch immer wieder Hundabhängig.

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