Unsicherheit nehmen - aber wie?

  • Hallo,


    ich hatte schon mal in einem anderen Thread von meinen Problemen erzählt, da das folgende aber etwas vom Thema des anderen Threads abweicht, mach ich hier einen neuen auf.

    Ich suche explizit Methoden, Übungen, Regeln etc pp wie man seinem Hund die Unsicherheit nehmen kann bzw Sicherheit vermitteln?

    Wir haben vor kurzem ihr Körbchen umgestellt in eine reizarmere Ecke wo sie nicht direkt Tür und Terrassentür sieht. Dort muss sie jetzt auch öfter hin als vorher zb wenn ich putze o sie unruhig ist.
    Diese "Strenge" tut ihr schon recht gut.
    Generell suche ich nach Fehlern die ich mache wodurch sie sich unsicher fühlen könnte.
    Was empfehlt ihr, was geht bei einem eher unsicheren Hund gar nicht und was sollte man vermehrt tun?


    Lg
    Nescherim

  • Habe den anderen Thread jetzt nicht gefunden, weiß also gerade nicht um die genauen Probleme, aber vllt helfen ein paar Stichpunkte, die beim Hermann geholfen haben (da allerdings draußen).

    Wichtig war bei uns, eine Sensibilität dafür zu entwickeln, wann man den Stressauslöser besser entfernt, wann man ihn "leicht dosiert" (zB aus der Entfernung) und wann man es den Hund "aushalten lässt".

    Dann:

    -Welcher Typ Hund? Es half Hermann mehr, wenn er in unsicheren Momenten auf seinem Platz bleiben durfte. Bewegung (egal ob weiter oder zurück) war kontraproduktiv.

    -Ich selbst habe versucht immer ruhig zu bleiben. Keine Ansprache, keine Kommandos (wenn man bereits absehen konnte, dass sie sowieso nicht ankommen) - ich hab mich neben ihn gesetzt oder gehockt und einfach gewartet. Häufig auch mal den Arm drum gelegt und ihn "festgehalten" und dann einfach gewartet.

    -Wenn drinnen mal was war, ebenfalls: Auf den Boden gesetzt und einfach gewartet, mal die Hand hingehalten, um Reaktionen zu testen (reagiert er nicht; leckt er die Hand ab; kommt er ran). Wobei Hermann hier zu Hause eine Box hat. Hat er mal vor irgendetwas Angst, geht er von selbst da rein und fühlt sich dort sicher.

    -Draußen: Alles was absehbar war (an Stressfaktoren) habe ich irgendwann gemieden, bzw.: Abwarten bis Hund mitbekam, dass da die Angstquelle ist, aber nur in solcher Entfernung, dass er noch ansprechbar war, sodass man dann ganz bewusst einen riesigen Umweg gemacht hat. Im Bestfall, dass er währenddessen oder am Ende (nach dem Umweg) die Quelle nochmal sieht. Er schien dadurch verknüpft zu haben, dass er da ja gar nicht lang muss.
    Er lernte, dass er sich eher an mir orientieren sollte und danach konnte ich anfangen, die Abstände zu minimieren.

    -Wenn es schon zu spät war (Quelle zu spät gemerkt, Hund/Mann/Betrunkener/... plötzlich vor einem), dann hab ich überlegt, ob ich stehen bleibe und warte, bis die Quelle vorüber ist, oder ob ich ihn doch vorbei schleifen muss.


    Vielleicht in Kurz:
    Das Wichtigste für meinen Hund war, zu begreifen: Alles kann, nichts muss!

  • Ich seh' gerade. Dieser Thread ist doppelt. (Versehen?)

    Kann ein Moderator dann vllt wieder schließen. In dem anderen mit gleichem Titel gibt es ja auch schon mehr Antworten.

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