Teilentfernung Magen + Magenausgang - Erfahrungen?
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Hallo zusammen,
sorry, wird ein bißchen länger...
Mein 8 Jahre alter Mischlingsrüde hat seit längerem Probleme mit Magengeschwüren. Seit Anfang Dezember ist er deswegen in Behandlung.
Bei einer Magenspiegelung Anfang Dezember wurde mehrere Geschwüre festgestellt, Krebs wurde über pathologische Untersuchungen ausgeschlossen. Die Behandlung erfolgte konservativ mit den Medikamenten Omeprazol und Sucrabest.
Mitte Januar ging es ihm dann am WE sehr schlecht, er war müde, kraftlos, lag zuhause nur noch rum und die Schleimhäute waren blass. Ich habe ihn dann im Notdienst in der Klinik vorgestellt und sein Hämatokrit war auf 16 gefallen, er schien also irgendwo hin zu bluten. Er wurde stationär aufgenommen, am nächsten Morgen war der Hämatokrit weiter gefallen und er hat dann eine Bluttransfusion erhalten. Bei einer weiteren Magenspiegelung wurde festgestellt, dass sich die Geschwüre, die er im Dezember noch hatte, alle zurückgebildet hatten. Aber er hatte leider auch ein komplett neues großes Geschwür direkt am Magenausgang entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt kam erstmals das Thema OP auf den Tisch. Da auch bei den im Rahmen dieser Magenspiegelung genommenen Proben kein Tumor festgestellt werden konnte (da wäre OP die einzige Option gewesen) und es sich laut den behandelnden Tierärzten bei der OP um einen massiven Eingriff handelt, haben wir uns gegen eine OP mit engmaschiger Ultraschall-Kontrolle entschieden. Zusätzlich zu dem Omeprazol und dem Sucrabest erhielt mein Hund dann noch Bariumsulfat und Emeprid (MCP-Tropfen für Tiere).
Eine Woche danach hatten wir den ersten Kontrollultraschall und die Untersuchung fiel positiv aus, keine freie Flüssigkeit, es ging ihm auch sonst soweit gut.
Zwei Wochen später hatten wir den nächsten Kontrollultraschall. Am We davor zeigte er Übelkeit, war aber sonst unauffällig. Der Kontrollultraschall verlief auch wieder positiv, das Geschwür war auf jeden Fall nicht größer geworden sondern ggf. sogar kleiner. Wegen der Messungenauigkeiten im Ultraschall wollte sich die Tierärztin da aber nicht festlegen. Die restliche Magenwand war auch unauffällig (keine Verdickungen), keine freie Flüssigkeit, sodass die Tierärztin auch sagte, dass sie aktuell keinen Grund für eine OP sieht. Nächster Kontrollultraschall wurde für zwei Wochen später angesetzt, das ist heute.
Leider ging es meinem Hund seit Freitag wieder schlecht, weil er im Laufe des Tages immer weiter abgebaut hat, ging es noch in der Nacht wieder in den Notdienst. Hämatokrit auf 11,9 gefallen, er blutete also wieder. Er hat Samstag wieder eine Bluttransfusion bekommen und ich durfte ihn gestern mittag wieder nach Hause holen, weil er in der Klinik total gestresst ist und sich von niemand anfassen lässt. Heute abend fahre ich zur Kontrolle wieder hin und ich schätze dann kommt das Thema OP wieder auf den Tisch.
Weil das Geschwür direkt am Magenausgang sitzt müsste bei der OP der betroffene Teil des Magens + der Magenausgang entfernt werden. Der Restmagen würde dann direkt mit dem Darm verbunden. Der Eingriff ist massiv, mit großen Schmerzen verbunden und mit einer langen Genesungszeit. Welche weiteren Auswirkungen das auf die Verdauuung, Futteraufnahme etc. hat müsste ich mir nochmal genau erklären lassen.
Ich bin etwas ratlos was ich machen soll wenn man mich vor die Wahl stellt. Sicher ist es kein Zustand wenn er alle 4 Wochen aus dem Geschwür blutet und ich in den Notdienst rasen muss. Allerdings schreckt mich die OP ab, weil die Tierärzte bisher alle gesagt haben das man sich gut überlegen muss ob man das seinem Hund antut. Bei meinem Hund käme jetzt noch erschwerend hinzu, dass er in der Klinik massiven Stress hat und ich nicht weiss inwiefern eine längere Versorgung nach der OP, was definitiv sein müsste, überhaupt machbar wäre. Außerdem ist er nicht der leidensfähigste.
Ansonsten bliebe mir nur zu hoffen dass er kein weiteres Mal solche Probleme bekommt und sollte es doch der Fall sein müsste ich über eine endgültige Lösung nachdenken.
Jetzt wollte ich mal hören ob hier ggf. jemand Erfahrungen mit dieser oder einer ähnlichen OP hat? Wie kommt der Hund damit zurecht? Welche Einschränkungen gibt es für den Hund und den Besitzer?Eigentlich kommt eine OP für mich nur in Frage, wenn er dadurch noch eine schöne Zeit mit entsprechender Lebensqualität geschenkt bekommt. Aus purem Egoismus meinerseits soll da nix gemacht werden.
Wäre für jeden Input dankbar.
Viele Grüße
Tamino06 - Vor einem Moment
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