Welpe 4,5 Monate und einige Fragen
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Hallo an alle,
wir haben seit 1 Woche unsere Hündin Nala. Sie ist jetzt 4,5 Monate alt. Wir haben sie von einer Familie, die Nala abgeben musste, da sie weg ziehen und Nala nicht mitnehmen konnten.
Sie wurde nur im Garten gehalten mit einem zweiten Hund. In der Familie haben die Frau und ihre 5 Kinder gelebt.
Soweit zu der Vorgeschichte von Nala.
Die ersten Tage als Nala bei uns eingezogen ist, war sie sehr schüchtern. Im Haus hat sie nur gezittert und sich kaum umgeschaut. Mittlerweile ist das super, also man kann sagen, dass sie angekommen ist und sich zuhause wohlfühlt.
Ich habe Nala eigentlich immer dabei, damit sie eine gute Bindung zu mir aufbauen kann und ich bin der Meinung, dass es mir ganz gut gelingt. Sie hört schon ganz gut auf mich. Das Kommando "komm" und "Sitz" klappt drin schon super.
Das Problem ist aber draußen. Mittlerweile fühlt sie sich auch bei uns im Garten recht sicher und fängt auch an zu schnüffeln und auch zu spielen.
Und sich zu lösen, manchmal haben wir drin auch noch kleine Missgeschicke aber wir arbeiten dran.Wir gehen auch schon mal eine kleine Runde um den Block, das dauert so ca. 10 min. Aber seit heute, fängt sie an Menschen anzubellen. Sie knurrt erst und bellt. Lässt sich von mir nicht ablenken. Ich denke, dass es noch Unsicherheit ist, da sie auch zittert. (Kalt ist ihr aber nicht)
Gestern waren wir in einem Tierpark (jetzt nicht so groß, wenn man die kleine Runde normal läuft ist es ca. eine halbe Stunde) Denn ich bin der Meinung, dass sie den Kontakt zu fremden Menschen braucht, da sie das ja überhaupt nicht kennt. Und hier bei uns auf dem Dorf, trifft man so selten welche.
Da war sie sehr angespannt, aber sie hat nicht gebellt und wenn mich jemand angesprochen hat, hat sie mit dem Schwanz gewedelt. Sie hat nicht geknurrt, oder sich irgendwie bemerkbar gemacht. Auch andere Hunde waren überhaupt kein Problem. Sie konnte mit fast jedem Hund mal schnüffeln.
Heute waren wir im Park. ( Die große hatte Ballett und wir sind Gassi gegangen) Da kam eine frau mit Kinderwagen und da fing sie an zu bellen. Kurz später wieder ein Mann, und sie bellte wieder... Woran liegt es jetzt auf einmal? War doch letzte Woche überhaupt kein Thema.
Mit Leckerchen ablenken lässt sie sich nicht, da sie zu aufgeregt ist. Es ist doch wichtig, dass sie Kontakt mit Menschen und Hunden hat, da sie das doch nicht kennengelernt hat. Oder?
LG Suse und Nala
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Hallo Suse,
grundsätzlich ist es richtig, dass Du sie an verschiedene Orte und Situationen heranführst.
Die Kleine ist aber erst 1 Woche bei euch. Ich finde, Du mutest ihr zuviel auf einmal zu.
Ich würde höchstens 1-2 Dinge die Woche machen (Park, Tierpark, Fußgängerzone).ZitatSie knurrt erst und bellt. Lässt sich von mir nicht ablenken.
Warum willst Du sie ablenken? Sie soll sich doch alles anschauen.
Dass sie knurrt und bellt, finde ich in Ordnung. Es ist ihr ja fremd und unheimlich.
Ein Mensch mit Kinderwagen ist anders, als ein Mensch ohne Kinderwagen.Du musst bedenken, sie sieht vieles zum ersten Mal in ihrem Leben.
Ich würde mit ihr stehenbleiben und sie in Ruhe gucken lassen. Wenn möglich, lass sie auch mal zu anderen Menschen hin und auch mal einen Kinderwagen in Ruhe beschnüffeln. Natürlich in Absprache mit den anderen Menschen. -
Hallo,
danke dir für die schnelle antwort.
Meine größte Sorge ist, dass sie immer bellt, wenn sie Menschen sieht. Also meinst du ich sollte das bellen ignorieren und versuchen mit ihr weiterzugehen und wenn sie aufhört zu bellen loben?
Sie hat ja einiges durch die kleine. Wir sind jetzt die dritte Hand, also sie hat schon einige Trennungen hinter sich...

Ist es nicht schlimm, wenn wir bei unseren täglichen Runden keine Menschen treffen? Mehrere Tage lang? Blöde Frage ich weiß, aber ich bin so unsicher...
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Zitat
Meine größte Sorge ist, dass sie immer bellt, wenn sie Menschen sieht.
Sie kennt doch keine fremden Menschen, wenn sie nur auf dem Grundstück gehalten wurde.
Darum darf sie bellen. Das hört von alleine auf, wenn sie irgendwann Fremdes einordnen kann.
Alles, was sie kennenlernen konnte und nicht schlimm war, wird als "ungefährlich" abgespeichert in ihrem Gehirn.ZitatAlso meinst du ich sollte das bellen ignorieren und versuchen mit ihr weiterzugehen und wenn sie aufhört zu bellen loben?
Nein. Das Bellen ignoriere ich bei meinen jungen Hunden nicht. Ich gebe ihnen Körperkontakt an meinem Bein oder mit der Hand, lasse sie schauen und rede auch in freundlichem Ton mit ihnen.
ZitatIst es nicht schlimm, wenn wir bei unseren täglichen Runden keine Menschen treffen? Mehrere Tage lang?
Es reicht, wenn sie 2 mal die Woche fremde Menschen trifft.
Sie muss jetzt erstmal auf Fremdes geprägt werden und dies als "nicht schlimm" abspeichern. -
Hallo!
So, da ich selbst auf der Suche nach interessanten Beiträgen über unsichere Hunde bin, gesell ich mich jetzt mal zu euch
Ganz kurz zu uns: Mein Belgier Boomer kam im Alter von 16 Wochen zu uns und war sehr schlecht sozialisiert - kannte keine Leine, kein Auto, keine fremden Menschen und Hunde, nur seine Geschwister und die Züchter und deren Garten- UND: da waren wohl auch Schläge im Spiel. Das fanden wir erst nach und nach raus, als es quasi schon zu spät war, den Zwerg wieder zurück zu geben.
Fazit: Boomer knurrte, wenn ihm ein fremder Hund oder Mensch seiner Meinung nach zu nahe kam, gewann dadurch Abstand (weil man halt aus Reflex die Hand zurückzieht wenn ein Hund knurrt) und hatte gewonnen.
Mittlerweile ist er ein Jahr alt und trotz Gegenarbeit hat sich vieles zwar verbessert, die Unsicherheit gegenüber fremder Menschen und Hunde nimmt aber mittlerweile Ausmaße an, bei denen nur der Maulkorb schlimmeres verhindern kann.
Hab ich dich richtig verstanden, dass du ihre Vorgeschichte nicht lückenlos kennst? Dann kann ich dir nur einen ganz ganz lieb gemeinten Rat geben: such dir einen guten Trainer, der das Problem versteht und sofort mit der Gegenarbeit beginnt. Solange der Hund nämlich noch klein und "ungefährlich" ist, kannst du gegenarbeiten, indem du ihn mit allem, was er anknurrt (fremde Menschen, Kinder, Hunde, etc.) konfrontierst.
Wie groß ist sie denn und was für eine Rasse? Wenn du die Situation als ungefährlich einschätzt, lass die Menschen, die sie anknurrt, rankommen ohne sie anzuschauen, einfach nur nähern damit sie merkt es passiert nix, und je nach Situation können die sie streicheln, auf den Schoß setzen, solche Spielchen. Um ihr die Angst vor ihrer Umwelt zu nehmen.
Natürlich nicht zu viel - wenn du 1-2 Mal die Woche im Park bist und ein paar Begegnungen hast, reicht das am Anfang ja und sie muss das ja erstmal verarbeiten.
Sorry für den ewig langen Text, aber immer wenn ich sowas lese oder höre wenn der Hund noch so klein ist, kann ich mich nicht zurückhalten, denn da besteht auf jeden Fall noch mehr als genug Hoffnung!
Bei mir ist's mittlerweile schon sehr schwierig, setz mal nem fremden einen 22 Kilo Belgier auf den Schoß, der ihn gerne essen würde! Allerdings hat er, wie wir jetzt rausgefunden haben, auch ne üble Vorgeschichte...
Liebe Grüße und ich freu mich auf News
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