Zweithund da.....und nun kleinere Problemchen

  • Hallo Community,

    erstmal zu mir und meinen/unseren Hunden:

    Unser Mädel haben wir im Mai 2012 durch Zufall übernommen nachdem ein Bekannter mir gegenüber erwähnte das jemand einen Hund aus dem Tierschutz aus Rumänien abgeben müss da der Vermieter mit der Hundehaltung nicht einverstanden war. (So etwas sollte man vorher klären!)
    Da wir einen Garten und genug Platz haben, beschloss ich mit meiner Frau dass wir uns die kleine mal Anschauen und entscheiden ob wir Sie zur Pflege bist sie vermittelt ist übernehmen.
    Gesagt getan. Das Mädel war zuckersüss und wir haben Sie mitgenommen.
    3 Tage später stand fest, die bleibt hier!
    Nach ca. 6 Monaten fing die kleine an sich zu verändern, von dem aufgeschlossenen kleinen Welpen war nur zu Hause wenn wir mit Ihr alleine waren was zu sehen. Bei Besuch oder Gassi gehen fing Sie an zu scheuen, die Rute bis zum Bauch anzulegen, usw.
    Vor dieser Zeit waren wir auch noch in der Welpenschule. Der Anfängerkurs lief relativ gut, nur mit anderen Hunden wusste sie nicht so recht was anzufangen, wir schoben das auf fehlendes Sozialverhalten in der Prägephase.
    Im Kurs für fortgeschrittene ging dann nichts mehr. Die Kleine war nun 12 Monate Alt und hatte vor allem und jedem eine Angsthaltung eingenommen. Zum Schluss ist Sie uns beinahe über die Strasse gerannt um die Seite zu wechseln.
    Wir haben daruaf hin alle möglichen Tips, wie einfach an dem was Angst macht vorbei gehen ohne es zu beachten, Sie nicht trösten in der Situation, usw. ausprobiert. Wir haben uns auch mit anderen zum gemeinsamen Gassi gehen verabredet und dann zeigte Sie Spielverhalten, jedoch nur wenn der Besitzer des anderen Hundes min. 15m weg war.

    Nach langem hin und her (Sie ist mittlerweile 2), sowie dem Abfinden mit der Situation, das es nunmal ein Angsthund ist, haben wir mehrfach geraten bekommen uns einen Zweithund zuzulegen, damit dieser die Führung in "gefährlichen" Situationen übernimmt.

    Durch einen weiteren Zufall habe ich dann beim Stöbern im Inet einen Border Collie Rüden gefunden, bildschön, reinrassig, prämierte Eltertiere usw. Jedoch ist dieser bereits 17 Monate alt. Er musste aufgrund einer Trennung abgeben werden.
    Also hin, die Kleine im Gepäck, und treffen den Border anschauen.
    Beide haben seltsamerweise sofort ein Rennspiel angefangen und getobt. Das macht Sie sonst nie!
    Ich dachte der ideale Kamerad für unsere Prinzessin.
    Im Gespäch mit dem Besitzer stelle sich heraus dass er den Hund seit 5 Monaten hat, und er diesen von einem Bekannten übernommen hat nachdem dieser sich aufgrund eines Unfalles nicht mehr um ihn kümmern kann. Nach einem Anruf mit dem Vorbesitzer des Hundes hab ich beschlossen Ihn mitzunehmen, da dieser so schnell wie möglich weg muss.
    Nun ist "mein" Junge 3 Tage da, und ich muss feststellen, dass ich obwohl ich mit Schäferhunden aufgewachsen bin, noch sehr viel über Border Collies lernen muss.
    Die Rangordnung unter den beiden ist nicht 100% klar, nach anfänglichem Spiel wird es doch relativ ernst. Blut fliesst keines, jedoch verteidigt Sie Ihr "Frauchen" und Ihren Platz vehement!
    Er zeigt immer wieder Beschwichtigungsverhalten, jedoch stellt Sie ihm immer wieder nach.

    Meine eigentliche Frage lautet nun: Soll ich dazwischen gehen wenn es mir zu Agressiv wird? Oder Sollen die das allein klären?
    Zum Border: Wie trainiere ich am besten Suchspiele? Ich will keinen Balljunkie, er ist auch keine großen Ballspiele gewöhnt, Frisbee mag er sehr. Wir aber max. 10-15min gespielt und dann ist Ruhe.

    Einen Border wollte ich schon immer.

    Die Schäferhündin hat auch Power. So mancher war erstaunt wieviel Ausdauer und Geschwindigkeit die hat. Der Border ist im Moment beim Gassi gehen, während dessen lasse ich beide auf den Feldern rennen, nicht schneller.

    Hatte mir zuerst überlegt mit dem Border Agility zu machen, jedoch musste ich feststellen dass der dann ständig auf 180 ist und nur schwer wieder runter kommt. Daher habe ich mir gedacht dass im Haus nichts gemacht wird. Draussen werden dann Spiele wir Frisbee und Suchspiele stattfinden.
    Bisher ist das Auspowern auch nur auf Rennen beschränkt. Die Hündin rennt los und Er versucht Sie zu stellen. Ist aber nicht so leicht für Ihn;-)

    Zuteilung der Ressourcen von meiner Seite sieht bisher so aus, das Sie zuerst bekommt, dann Er. Wenn beim Kraulen einer von beiden dazu kommt wird er oder Sie weg geschickt.
    Hoffe das ist richtig so. Hab Ihn schon ins Herz geschlossen, aber Sie bleibt die Prinzessin.

    Richtig ungewohnt ist das Er extrem an mir hängt. Während unser Mädel sich meist an meiner Frau orientiert hat, aber selbst wenn Sie das Haus verlässt ganz cool bleibt und einfach liegen bleibt, ist es bei Ihm ganz anders. Der liegt vor der Haustür und jault ca. 5 min. wenn ich dann wieder komme, sei es nach 1 min oder 3 Std. macht er einen Freudentaumel das es mich fast umschmeisst. Ich ignoriere Ihn dann bis er sich beruhigt hat und begrüße dann.

  • Zum Border selber kann ich dir nix sagen, aber die Hunde regeln das nicht unter sich!

    Wenn deine Hündin zu heftig wird musst du sie bremsen! Zeig ihr was sie darf und was nicht, wenn sie dich oder andere Sachen gegen den Rüden verteidigt musst du ihr beibringen, dass sie das nicht darf.

    Bis zu einem gewissen Grad ist es normal, dass sie erstmal Grenzen setzt, aber wenn sie zu heftig wird, würde ich auf jeden Fall dazwischen gehen, auch der neue Hund muss ohne Furcht vor dem anderen zu dir hin gehen können. Meist reicht ein scharfes NEIN! aus und wenn sie sich zwischen dich und den Rüden drängt, dann würde ich sie einfach wegschieben! Wenn sie sich benimmt, dann kannst du auch beide gleichzeitig streicheln.

    Wichtig ist dass du ihr nicht das Gefühl gibst, sie wäre abgeschrieben, dass fördert sonst Eifersucht unter den Hunden.

    LG Sara

  • Hallo,

    habe den Border zum Vorbesitzer zurück bringen müssen nachdem er meine Tochter angegriffen und nach Ihr geschnappt hat. Dies geschah ohne das Sie etwas mit dem Hund gemacht hat, im gegenteil Sie hat wie mit Ihr besprochen den hund einfach ignoriert und ist dran vorbei gegangen. Inzwischen weiß ich das es so etwas wie eine Hüte funktion war, nachdem Sie auf sein knurren nicht reagierte wollte er sie eben lenken.
    Nun hat der Vorbesitzer eine Interessentin die Hundetrainerin ist und seit über 20 Jahren Bordercollies hält. Sie will Ihn mehrfach besuchen und ihn langsam an Sie gewöhnen bevor Sie Ihn mit zu sich nimmt. Das wäre Ihrer Erfahrung nach das beste für einen Border da diese recht sensibel sind und mehrfache Ortswechsel nicht abkönnen.

    Das traurigste daran ist dass unsere Hündin nun trauert seit er weg ist, kommt mir zumindest so vor. Sie liegt nur noch rum, frisst wenig und will nicht mehr Gassi gehen. Sonst war Sie bei dem Wort Gassi immer topfit und wollte sofort los. Nun geht Sie mit raus und will nach 20m umdrehen.

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