"Problemchen" beim Spazieren (andere Leute sind interessant)

  • Hey, ich melde mich mal wieder zu Wort und suche hilfreiche Tipps und Tricks.
    Wir haben eine 8 (fast 9) Monate junge Cavalier King Charles Hündin. Filou ist eine ganz tolle Hündin und wir sind stolz auf das, was sie bis jetzt schon gelernt hat.

    Aber etwas passiert immer beim Spazieren, was wir noch nicht auf die Reihe bekommen:
    Sie läuft an der 2m Leine relativ gut mit (wir üben fleißig). Und auch mit der Schleppleine, die wir neuerdings wieder einsetzen müssen, weils ohne Leine nicht mehr klappt, läuft sie im guten Radius mit. Aber wehe, wenn andere Leute und Hunde in Reichweite sind (auch Leute ohne Hunde). Sie will unbedingt hin und "kuscheln". Da gibt es kein Halten mehr. Sie zieht zu den Leuten hin. Solange, bis sie nahe dran war oder mal kurz an ihnen hochgesprungen ist und dann kommt sie wieder zu uns. :headbash: :headbash:

    Wenn wir sie rechtzeitig ablenken und ihre Aufmerksamkeit auf uns lenken, dann hört sie auch und kommt mit uns ruhig an ihnen vorbei. Aber wenn sie an der Schleppleine in gut 5m Entfernung schnüffelt und der Radius zu groß ist, dann ist sie weg und hört nicht mehr. :hilfe:

    Sie ist halt voll auf Menschen fixiert und freut sich über jeden neuen Menschen. Ist halt höflich und will sie begrüßen. :D nur uns gefällt das halt nicht und manchen Leuten auch nicht.

    Wir haben es auch schon mit Ablenkung durch Apportieren oder so probiert... wo wir beim nächsten Thema sind, aber das hebe ich mir auf - nur soviel: sie freut sich hinter Apportier-Zeug hinterher zu rennen, aber sie findet dann doch schnüffeln oder "in Sichrheit bringen"interessanter, als es in den Fang zu nehmen und zu uns zu bringen. Zu Hause macht sie es aber anstandslos. ;)

    Ich hoff auf eure Hilfe!
    Danke

  • Zitat

    Solange, bis sie nahe dran war oder mal kurz an ihnen hochgesprungen ist und dann kommt sie wieder zu uns. :headbash: :headbash:

    (...)

    Sie ist halt voll auf Menschen fixiert und freut sich über jeden neuen Menschen. Ist halt höflich und will sie begrüßen. :D nur uns gefällt das halt nicht und manchen Leuten auch nicht.

    "Höflich" ist das Hochspringen ja nicht gerade. :p 95% der Leute hier würde das nicht gefallen, wenn mein 60cm-Rüde an ihnen hochgehen würde - nu hast du aber einen kleinen Hund und da wird wohl vieles belächelt.

    Ich würde weiter so trainieren, wie du es beschreibst, damit sie sich auf euch fixiert. Vielleicht hilft auch die ein oder andere negative Erfahrung mit Fremden. Damit meine ich natürlich nicht, dass jemand nach ihr tritt - aber ein wenig Kontra seitens anderer Leute wäre bestimmt hilfreich. Ihr könntet das zum Beispiel mit Bekannten trainieren, die solche Begegnungen mit euch simulieren.

    Wichtig wäre, dass sie für das Hochspringen keinerlei Aufmerksam bekommt. Wenn sie an der Schleppleine ist, dann nutze sie. Lass sie nicht zu Fremden oder anderen Hunden hin. Sonst könnte sie ja genauso gut ohne Leine laufen.

  • Nein, dass mir dem "höflich" war auch ein Späßchen. =) Natürlich gefällt es den meisten Leuten nicht - und vor allem UNS nicht... Wir wollen ja später auch mal z.B. über einen Weihnachtsmarkt laufen. Da kann sie ja auch nicht jeden anspringen. (natürlich erst viel später, aber darum gehts ja auch nicht)

    Das Problem ist, dass sie draußen eben viel Spaß am rumschnüffeln hat und auch gern rennt. Wir versuchen auch, ihr Alternativen zu geben: mit uns Spielen, Apportieren (was nicht klappt), rennen oder sonstiges... aber andere Leute sind unschlagbar. Wir werden das mal mit den Bekannten probieren. Dass sie sie vielleicht beim Anspringen mal etwas (seicht) runterschubsen oder so?!

  • Ich finde, ihr solltet erst ein mal so weitermachen, wie bis jetzt.
    Sowas erledigt sich ja nicht einfach so nach ein paar Tagen.
    Mit einem Bekannten eine "schlechte Begegnung" inszenieren ist meiner Meinung nach eine gute Idee.
    Ich wuerde deinem Bekannten sagen, er soll sie einfach komplett ignorieren, wenn sie ankommt und eventuell sogar hochspringt.
    Am besten waere es, wenn er einfach weitergehen wuerde, ohne irgendwas zu sagen, oder sie anzugucken.
    Damit sie merkt, dass es fremde Leute einfach "ueberhaupt nicht interessiert", dass sie jetzt da ist und dass andere Menschen "nichts besonderes" sind.
    Am Anfang, als Barney erst ein paar Monate alt war, wollte er auch unbedingt zu jedem fremden Menschen. Mittlerweile koennen wir einfach so ohne Leine an anderen Menschen vorbeigehen, er beachtet diese noch nicht mal. Also nicht die Hoffnung aufgeben und weiter ueben! :)

  • Mh. Naja, da stellt sich mir eine Frage mit dem Ignorieren:
    Sie interessiert es ja auch nicht, ob die Leute auf sie reagieren oder nicht. Sie will einfach mal schauen, wer da so vorbei kommt. Sie ist ja schon zufrieden, wenn sie mal hinrennt, schnüffelt oder hochspringt und gut. ISt es da nicht besser mit dem Runterschubsen???

  • Zitat

    Mh. Naja, da stellt sich mir eine Frage mit dem Ignorieren:
    Sie interessiert es ja auch nicht, ob die Leute auf sie reagieren oder nicht. Sie will einfach mal schauen, wer da so vorbei kommt. Sie ist ja schon zufrieden, wenn sie mal hinrennt, schnüffelt oder hochspringt und gut. ISt es da nicht besser mit dem Runterschubsen???


    Wenn dein Bekannter einfach weitergeht, dann schubst er den Hund ja automatisch mit seinen Beinen weg bzw. der Hund "prallt an den Beinen ab". Dein Bekannter soll natuerlich nicht total langsam weitergehen, sondern wirklich energisch und relativ schnell. ( aber nicht rennen :D ) ich koennte mir vorstellen, dass dein Hund, wenn man ihn wegschubst, sich eher noch bestaetigt fuehlt, weil er ja Aufmerksamkeit von der Person bekommt. Ich kann das natuerlich nur vermuten, weil ich deinen Hund nicht kenne. Vielleicht kannst du ja noch ein bisschen mehr ueber sie erzaehlen? :)

  • Ah ok. Ja, da hast du natürlich recht. Der fällt ja dann automatisch runter. :D Ich hab auch manchmal den Eindruck, dass sie manchmal Koordinationsschwierigkeiten hat: wir hatten auch schon den fall, wo wir sie laufen lassen haben, dass sie mit einem älteren Ehepaar mitgelaufen ist. Wir waren noch etwas weiter hinten. Erst wo sie bemerkt hat, dass das wir nicht sind, ist sie ins staunen geraten und hat uns gesucht. :headbash:

    Ok. Dann werden wir das mal üben.

    Kann ich euch hier auch gleich etwas zum Apportieren fragen? :smile:

    Wir haben das Problem, dass sie beim Futtersack nicht versteht, dass wenn sie ihn zu uns bringt, sie etwas daraus fressen darf. :lol:
    Wir werfen (sie ist zum üben an der Leine). Sie freut sich, rennt auf Kommando hinterher. Findet das Ding und dann gibt es 3 Fälle:
    1) Sie schnuppert, nimmts in den Fang und rennt damit 30cm weg, lässt es fallen und schnuppert die Umgebung ab
    2) Sie schnuppert dran, lässt es gleich liegen und kommt zu uns zurück und nickt mit dem Köppchen hin und her und freut sich ihres Lebens
    3) Sie nimmt es auf und versucht an uns vorbei zu kommen, um in einer ruhigen Ecke (in 2m Entfernung :headbash: ) ruhig dran rum zu katschen. Ihr ist es dabei egal, ob sie ein Leckerchen bekommt oder nicht.

  • Die Sache mit dem Bekannten würde ich so nicht machen, denn damit überlässt Du im Endeffekt die Erziehung Deines Hundes einem anderem. Die Idee, einen Bekannten als Spaziergänger-Dummy zum gezielten Training einzusetzen, finde ich allerdings richtig gut.

    Wenn ich mich recht erinnere ist so ein Spaniel ein ständig gut gelauntes Tierchen, dass alle Menschen total klasse findet bis hin zur Unhöflichkeit --- übertrieben ausgedrückt, oder? Hinzu kommt, dass Deine Kleine in der Pubertät ist.

    Ich an Deiner Stelle würde mich aktuell auf andere wesentliche Erziehungsmaßnahmen konzentrieren und das Problemchen mit dem Publikumsverkehr im Auge behalten. Denn diese Baustelle wird Euch auf der einen Seite sicherlich noch länger beschäftigen und andererseits gibt sich das oft ein wenig mit dem Älter werden bzw. ist einfacher unter Kontrolle zu bekommen, wenn der Hund ansonsten fast perfekt hört.

    Dass Ihr sie schon ablenken könnte, ist doch super! Und wenn Ihr mal verpasst habt, rechtzeitig zu reagieren, dann ist das halt so. Ich würde den Hund dann nur noch kommentarlos aus der Situation holen, dabei mich auf das Gegenüber konzentrieren und entschuldigen, und - sobald die Hündin wieder ansprechbar ist - mit ihr eine Mini-Trainingsrunde mit Irgendwas einlegen.

    Bei den gelegentlichen Trainingsrunden mit dem Bekannten könnte er einfach stoisch auf und ab spazieren und Deine Hündin muss das in einigem Abstand ertragen. Alleine sie da über 2min hinweg ruhig und konzentriert auf Dich zu halten, wird wahrscheinlich schon eine größere Aufgabe sein. :D

  • Zitat

    Ah ok. Ja, da hast du natürlich recht. Der fällt ja dann automatisch runter. :D Ich hab auch manchmal den Eindruck, dass sie manchmal Koordinationsschwierigkeiten hat: wir hatten auch schon den fall, wo wir sie laufen lassen haben, dass sie mit einem älteren Ehepaar mitgelaufen ist. Wir waren noch etwas weiter hinten. Erst wo sie bemerkt hat, dass das wir nicht sind, ist sie ins staunen geraten und hat uns gesucht. :headbash:

    Ok. Dann werden wir das mal üben.

    Kann ich euch hier auch gleich etwas zum Apportieren fragen? :smile:

    Wir haben das Problem, dass sie beim Futtersack nicht versteht, dass wenn sie ihn zu uns bringt, sie etwas daraus fressen darf. :lol:
    Wir werfen (sie ist zum üben an der Leine). Sie freut sich, rennt auf Kommando hinterher. Findet das Ding und dann gibt es 3 Fälle:
    1) Sie schnuppert, nimmts in den Fang und rennt damit 30cm weg, lässt es fallen und schnuppert die Umgebung ab
    2) Sie schnuppert dran, lässt es gleich liegen und kommt zu uns zurück und nickt mit dem Köppchen hin und her und freut sich ihres Lebens
    3) Sie nimmt es auf und versucht an uns vorbei zu kommen, um in einer ruhigen Ecke (in 2m Entfernung :headbash: ) ruhig dran rum zu katschen. Ihr ist es dabei egal, ob sie ein Leckerchen bekommt oder nicht.

    Mal ein paar Fragen :
    Wie weit werft ihr den Dummy?
    Wie oft macht ihr diese "Uebungen"?
    Wie habt ihr diese "Uebung" aufgebaut?
    Was fuer Leckerchen packt ihr da rein? Also "nur" normales Futter etc. ?

    Man muss dazu sagen, dass es auch einfach Hunde gibt, die mit dem Apportieren nichts anfangen koennen.

  • Zu Deiner Apportierfrage: ein Spaniel ist ein Stöberhund, d.h. seine ursprüngliche Aufgabe war im Unterholz rumzulaufen und Wildtiere aufzuscheuchen. Von Apportieren war da nie die Rede. Daher wird es wahrscheinlich nicht ihr Lieblingsspiel werden. :lol:

    Ich könnte mir vorstellen, dass Suchen und Finden ihr eher liegen könnte.

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