An der Leine wird mein Hund zum Partisan!

  • Hallo, mein Bearded Collie Rüde Lenny ist jetzt 10 Monate alt. Wiegt 21 kg. Im Haus und auf unserem Grundstück würde ich schon sagen, dass er gut auf mich hört, wenn ich ihn z. B. auf seinen Platz schicke, oder er fängt auch erst an zu fressen wenn ich es ihm "gestatte". Leider zieht er wenn er andere Hunde sieht oder Leute die uns ansprechen, was ja bei so einem Wuschel oft vorkommt, so sehr an der Leine, dass ich ihn nicht mehr bändigen kann. Er springt hoch und runter, dreht sich und wickelt so die Leine um sich herum. Ich besuche auch eine Hundeschule regelmäßig. Die Trainerin dort meinte ich soll die Leine noch zusätzlich vorne um die Brust legen und kräftig ziehen kurz und zackig. Bei ihr funktioniert das auch wunderbar, er ist wie ausgewechselt. Nur wenn er sich beim Hochspringen geht habe ich damit schon schlechte Karten. Sie meinte auch Lenny ist leicht zu beeindrucken aber er hat nicht genug Respekt vor mir. Nur wie soll ich mir den verschaffen, denn es ist ein ziemliches Problem für mich, ruhiges gehen dort wo viele Menschen sind? Undenkbar. Das schränkt ein - aber ich möchte das unbedingt in den Griff bekommen. Es würde unsere gemeinsamen Runden viel entspannter machen. Ich muss auch noch dazu sagen: wenn ich arbeite betreut ihn meine Mutter, die sich schon bei meinem ersten Beardie Buschi nur schlecht durchsetzen konnte. Die Macken die er sich dort angewöhnt, wird er früher oder später auch bei mir versuchen meint die Trainerin aus der Hundeschule. Hilfe. Ich übe jetzt viel mit ihm langsames gehen an der Leine... manchmal ist es etwas besser, aber sobald Leute kommen... bin ich abgemeldet. Wenn ich ihn von der Leine nehme (wobei ich ihm immer noch nicht so gut vertrau wie meinem Buschi) rennt er meiner Meinung nach immer viel zu weit weg, zwar kommt er immer gleich wenn ich ihn rufe aber auch das könnte eines Tages mal schiefgehen.... Ich bin euch über jeglichen Rat sehr dankbar. lg

  • Hallo!

    Den Satz, daß er typisch Beardie ist, lasse ich mal lieber. Denn auch ein Beardie muß sich benehmen können.

    Unsere Maddy ist auch so. Allerdings habe ich das in den Griff bekommen, daß sie die Leute jetzt in Ruhe läßt.

    Zu Leuten hin wollen und dabei hochspringen habe ich nach vielen anderen Versuchen so hinbekommen:
    Kamen Leute entgegen, nahm ich sie so, daß ich zwischen ihr und den Leuten war. Machte sie Anstalten, hin zu wollen, schnitt ich ihr den Weg ab; oder ich drängte sie weg. Das brauchte ich nur ein paarmal zu wiederholen und schon war es besser (und das bei einem sehr selbständigen Hund, der gerne ein "Nein" als "jetzt erst recht" ansieht). Zum Üben bin ich extra dorthin, wo Leute sind und bin x-mal hin- und hergelaufen, um ja so viele Begegnungen wie möglich zu haben.
    Man muß aber sehr schnell reagieren, damit man auch zwischen Hund und Mensch bleibt. Das heißt, ich bin oftmals im Schnellschritt ein Stück vor gerannt, damit ich zwischen ihr und dem Menschen war und blieb, wenn sie wieder einmal nach vorne zu den Menschen drängelte.
    In dieser Zeit gab es auch nur von uns Streicheleinheiten. Niemand sonst durfte sie anfassen. Denn sobald jemand außerhalb gestreichelt hat, dachte sie, jetzt wäre alles wieder wie früher. Das ist zwar blöd, aber es mußte so sein. Heute darf sie wieder mit anderen knuddeln.
    Heute geht sie brav dicht an den Menschen vorbei, ohne zu belästigen.

    Da jeder Hund anders ist, muß das nicht zwangsläufig auch bei dir klappen. Deshalb ist dieser Tip unter Vorbehalt.

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