Frage zu Dritt(-jung-)Hund
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eineFrage -
9. Oktober 2013 um 09:47
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Vor einer Woche habe ich eine 10 monatige kastrierte Hündin aus Rumänien zu meinen beiden vierjährigen kastrierten Rüden dazu genommen. Da es aber mit ihr Probleme in Bezug auf meine beiden Hunde gibt, muss ich nun eine Entscheidung treffen, ob ich sie behalten kann.
Mich würde an Eure Einschätzung interessieren und ob, wann und wie ihr eingreifen würdet:
Die Hündin war zuvor rund eine Woche auf einer Pflegestelle und wurde bei Abwesenheit der Leute dort in einem anderen Gebäude außerhalb des Hauses von den anderen Hunden separiert. Hintergrund ist, dass sie grundsätzlich verträglich mit anderen Hunden ist, aber ihren Platz sowie ihr Futter verteidigt.
Sie liegt bei mir in einem Nebenzimmer vom Wohnzimmer mit Durchgang zum Wohnzimmer und zum Flur. Die ersten Tage ist sie massiv meine beiden Hunde angegangen und hat dabei nicht nur ihren Platz verteidigt, sondern gleich die angrenzenden Bereiche mit. Es gab auch immer wieder problematische Situationen auf dem Sofa, die für mich aus dem Nichts heraus passierten und daher nicht nachvollziehbar sind. Es eskalierte dann darin, dass sie meinem Zweithund ein Stück vom Ohrrand herauszubissen bzw. gezogen hat. Da ging bereits eine Scheinattacke voraus und ich versuchte gerade, beide voneinander zu trennen, als sie nochmal angegriffen und dann zugebissen hat. Seitdem
Zwischen meinem Ersthund und ihr lief es von Anfang an besser, da er grundsätzlich eifersüchtig ist und sie eh schon in Schach gehalten hat. Dem Zweithund war es anfangs egal, nach der Beißattacke natürlich nicht mehr und er war stark verunsichert. Draußen gibt es gar keine Probleme und beim Gassigehen hängen die beiden dauernd zusammen. Gestern haben die beiden sogar auf dem Sofa miteinander geschmust und bespielt, so dass ich dachte, wir hätten es jetzt endlich geschafft. Dem ist aber nicht so und ich bin mir unsicher, wie ich das handhaben soll bzw. ob es überhaupt irgendwann mal besser wird.
Wenn sie austickt, fixiert sie den anderen Hund, schießt mit dem Oberkörper vor, erstarrt, zieht die Oberlippe hoch und knurrt. Meine Hunde drehen dann ganz langsam den Kopf weg bzw. bewegen sich ganz langsam weg, falls möglich. Seit der Beißattacke bleibt es dabei, sie knurrt und beißt nicht gleich zu. Beliebte Situationen sind: Einer meiner Hunde läuft gewohnheitsgemäß durch ihr Zimmer; einer meiner Hunde springt auf das Sofa und sie liegt noch auf ihren Platz; meinen Zweithund attackierte sie, als wir alle das Sofa verlassen wollten. Es gibt aber auch Situationen, die nicht vorhersehbar sind so wie z. B. gestern plötzlich im Spiel mit meinem Zweithund.
Ich bin hin- und hergerissen zwischen „die Hunde machen das unter sich aus“ und „wer motzt, fliegt“. Wenn sie in meinem Beisein die anderen Hunde fixiert, versuche ich unter Zuruf, ihr fixieren zu unterbrechen. Hört sie auf, mache ich nichts mehr. Hört sie nicht auf, schiebe ich sie je nach Situation weg und/oder trage sie auf ihren Platz. Dabei bleibt es aber meist nicht, sie schießt dann wieder an. Bislang hatte ich sie zurückgetragen und die Durchgänge versperrt. Wenn sie sich mit meinem Zweithund anlegt und beide stehen weit auseinander, greife ich nicht ein. In der Regel bleibt es beim fürchterlichen gegenseitigem Geknurre, wobei der Zweithund den Kopf abwendet und die Rückenhaare hochstellt.
Heute morgen hatten wir wieder Theater. Zuerst Geknurre mit Zweithund, dann Scheinattacke auf den Ersthund. Da riss mir dann der Geduldsfaden und ich habe vom Sofa gepackt und auf ihren Platz gesetzt. Da blieb sie natürlich nicht und es ging dann noch 6 bis 7 mal hin und her, wobei ich dann schon lauter und energischer wurde.
Ansonsten ist sie eine liebe, neugierige Hündin, manchmal noch bei neuen Sachen bisserl unsicher, beruhigt sich aber schnell. Ich kann mit ihr alles machen, auch Futter wegnehmen. Wenn im Haus Leckerlies verteilt werden, gibt es keinen Stress. Auch bei Leckerliesuchspielen im Gras gibt es keinen Stress. Sie schläft nachts nach wie vor auf ihrem Platz, mittlerweile ohne dass ich Türen schließen muss. Heute morgen wollte sie zu uns in Schlafzimmer gehen, wurde aber von meinem Zweithund angeknurrt. Das akzeptiert sie dann, hier mische ich mich auch nicht ein.
Mir ist schon klar, dass nicht innerhalb einer Woche Ruhe hier eingekehren wird. Wenn aber absehbar ist, dass ich das nicht hinbekomme, ist es auch der Hündin gegenüber unfair, alles unnötig hinauszuzögern. Ich würde sie gern behalten, vielleicht kriege ich das mit dem richtigen handling auch hin.
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Unter sich ausmachen würde ich die Hunde gar nichts. Das musst du regeln. Wenns Streit um Sofaplätze etc. gibt, dann lass die Hunde nicht darauf. Ich habe auch drei Hunde und gerade in der Eingewöhnungszeit erfordert das eine ganze Portion Management - von DIR!
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grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass ich meine beiden vorhandenen Hunde im Zweifelsfall vor der Hündin schützen muss. Gewisse Dinge kann ich auch managen, wie z. B. dass sie in einem anderen Raum gefüttert wird. Ich kann aber nicht zu 100 % bei den Hunden bleiben und sie überwachen. Ich bin froh, dass ich mich seit einigen Tagen frei in der Wohnung bewegen kann, ohne damit rechnen zu müssen, dass sie sofort wieder attackiert, wenn ich ihr den Rücken zudrehe. Die ersten Tage waren echt purer Stress.
Die drei müssen auch mal alleine bleiben können, ohne dass es am Ende Tote gibt. Ich kenne Fälle, wo die Hunde sich vertragen haben, solange der HH anwesend war und der dann dachte, es wäre alles in Ordnung. Während seiner Abwesenheit dagegen wurde der Hund gemobbt, z. B. nicht an den Wassernapf gelassen oder schwere Kämpfe bis hin zum Griff in den Hals.
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Ich denke, Du solltest ihr mehr Zeit geben. Sie ist nach meiner Rechnung gerade mal etwas länger als 14Tage in D, hat in kürzester Zeit die Familie gewechselt von der Pflegestelle zu Dir.
Die arme Kleine ist total durch den Wind - was weißt Du über ihre Vorgeschichte??
Eine 10monatige Hündin kämpft wahrscheinlich gerade eher um ihr Überleben und ihr Seelenheil als um irgendwelche "Rangordnungen".Versuche, mehr Management zu betreiben. Dann ist es halt so, daß Du die Hunde quasi ununterbrochen beaufsichtigst, bzw die Hündin. Ist stressig, aber durchaus machbar. Was sind 1Monat Managment gegen die Option, den HUnd durch Rückgabe völlig zu demoralisieren..........
Gib ihr einfach Zeit, das ist das Zauberwort bei dieser Geschichte. Lobe sie extrem mit besten Leckerchen, wenn sie die Nähe der anderen Hunde zulässt - und lass ihr die Zeit zu verstehen, daß sie jetzt nicht mehr um Futter und Ruheplätze kämpfen muss da ja alles im Überfluss vorhanden ist.
Gib ihr einen Rückzugsort an dem keiner vorbeigeht, vielleicht hilft auch eine Box in einem abgelegerenen Raum. Oder Türgitter für "ihr" Zimmer, sodaß keiner ihr zu Nahe kommen kann.
Für die nächste Zeit solltest Du aktzeptieren und unterstützen, daß die Kleine eine extrem grosse Distanz zu den anderen Hunden innerhalb der Wohnung braucht.
Da sie sich ihnen draussen aber annährt ist das ein gutes Zeichen.Im Zweifelsfalle ist sie durch ihren Weg nach D und die Umstellung einfach so in ihrer Seele erschüttert, daß sie aus ihrer Sicht gar nicht anders handeln kann. Wer weiß, was sie vorher so erlebt hat...... Und ich lese heraus, daß es sich offensichtlich schon ein bißchen gebessert hat, oder?
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sie darf auf jeden Fall bleiben, das habe ich gestern Abend entschieden. Wenn es gut läuft, dann ist es richtig gut: Sie schmust und spielt mit den beiden, auch auf dem Sofa. Wenn sie ihre Aussetzer bekommt, schicke bzw. trage ich sie auf ihren Platz und war so oft, bis sie bleibt. Das k ann dauern ... Wenn ich sie alleine lasse, stelle ich was vor die Durchgänge, soviel vertraue ich ihr noch nicht.
Zu ihrer Vorgeschichte weiß ich nichts. Sie stammt wohl aus einem überfüllten Shelter in der Nähe von Bukarest. Mir würde das Management leichter fallen, wenn ihr Verhalten berechenbarer wäre. Also wenn es nur das Futter wäre oder dass sie eine große Individualdistanz bräuchte. Sie sucht ja die Nähe und greift u. a. auch aus der Distanz an
Ich möchte es halt mit einem falschen handling nicht noch komplizierter machen bzw. es auch so hinbekommen, dass ich die drei Hunde auch mal unbeaufsichtigt lassen kann und war mir jetzt nicht mehr sicher, ob ich vielleicht schon zu viel manage. -
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